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© Frank Pelligra

KDE-Jukebox

Musik abspielen und verwalten mit JuK 2.0

01.04.2004 Die meisten Mediaplayer haben ein großes Manko – es fehlt ihnen an einer effizienten Verwaltung der Wiedergabelisten. Genau hier liegt die Stärke von JuK, dem neuen Musikmacher aus KDE 3.2.

CDs sind out – lang lebe die digitale Musiksammlung! Doch die will verwaltet werden, und dafür bringt das kdemultimedia-Paket aus KDE 3.2 ein neues Tool mit: den Audioplayer JuK [1]. Dass er so gut mit Wiedergabelisten (neudeutsch Playlists genannt) umgehen kann, liegt daran, dass Autor Scott Wheeler diese Software einst als Programm zur Verwaltung von Musikstücken und deren Metadaten (Titel, Künstler, Album usw.) unter dem Namen QTagger begann. Die Abspielfunktion kam erst später hinzu. Heute unterstützt JuK neben MP3 und Ogg Vorbis auch den "Free Lossless Audio Codec" FLAC [2].

Abbildung 1: Links die Playlisten, rechts das, was gespielt wird.

Oberflächlich

Wer das Programm zum ersten Mal startet, findet links zunächst nur eine leere Wiedergabeliste vor. Diese sogenannte Kollektionsliste verschwindet nie und enthält alle Titel, die JuK bekannt sind. Später können hier auch eigene Abspiellisten hinzukommen (Abbildung 1). Wer so etwas nicht braucht, verbirgt den Bereich, indem er den Splitter mit der Maus ganz nach links zieht.

Die Bedienelemente zum Abspielen befinden sich in der Werkzeugleiste, die sich nach Belieben auch seitlich oder am unteren Fensterrand positionieren lässt. Auskunft über die aktuelle Abspielliste oder den gerade zu hörenden Titel gibt die Statusleiste am unteren Fensterrand. Ein Klick auf den Knopf mit dem Pfeil springt zum aktuellen Titel in der Wiedergabeliste. Drückt man die Maus über der Abspielzeit, schaltet JuK zur Anzeige der verbleibenden Zeit um. Ein erneuter Klick führt zurück zur Normal-Anzeige.

Im Zentrum der Bedienoberfläche steht die Abspielliste, die an Apples iTunes erinnert. Welche Aspekte eines Titels angezeigt werden, bestimmt man übrigens mit einem rechten Mausklick auf die Spaltenüberschrift.

Verwalten

Zum Laden eines Stücks wählt man Titel für Titel via DateiÖffnen aus oder weist JuK über DateiOrdner öffnen an, sich ganze Ordner zu merken, die jedes Mal geladen werden. Nach jedem Programmstart findet man dann alle Musikdateien aus diesen Verzeichnissen und deren Unterordnern vor, sogar die, die zwischenzeitlich neu hinzukamen.

Bei großen Dateimengen dauert es beim ersten Mal u. U. ein paar Sekunden, bis JuK die Metadaten aller Musikstücke erfasst hat. Das Programm bleibt in dieser Zeit aber bedienbar. Bei späteren Starts geht dies dank intelligentem Caching erheblich schneller.

Findet JuK (zum Beispiel mit XMMS erstellte) Playlisten im m3u-Format, zeigt es diese als Abspiellisten an. Das Kontext-Menü der rechten Maustaste in der Wiedergabelisten-Ansicht bildet das Herzstück der Playlisten-Verwaltung. So erlaubt der Menüpunkt Neu das Erstellen leerer oder aus einem Ordner bestehender Abspiellisten. Eine oder mehrere Dateien kann man auch per Drag & Drop von der aktuellen Liste in eine andere ziehen.

Wer sehr viele Playlisten besitzt, sollte den Platzsparmodus Rechte MaustasteAnzeigemodiKompakt testen. Alternativ liefert der Baum-Modus virtuelle Ansichten sortiert nach Alben, Künstlern und Genres. Jede Abspielliste mit Ausnahme der Kollektionsliste kann über Rechte MaustasteSpeichern unter im m3u-Format gespeichert werden.

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LinuxUser 06/2012

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