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01.04.2004

Kurz notiert

  • Um die Gnome-Fehlerdatenbank besser zu verwalten, halten ambitionierte Entwickler jeden Donnerstag einen Bug Dayab. Zwischen 14 und 2 Uhr MEZ lösen Anwender und Entwickler im IRC-Channel #bugs auf dem Server irc.gnome.org Probleme und misten die Datenbank aus. Besondere Kenntnisse oder Programmiererfahrung sind nicht erforderlich, wenngleich von Vorteil.
  • Malcolm Tredinnick von der Gnome Foundation pflegt auf seiner Website eine weltweite Liste aller IT-Konferenzen, bei denen das Gnome-Projekt Präsenz zeigt. Wer einen Event in seiner Nähe sucht oder Veranstaltungen kennt, an denen Gnome teilnehmen sollte, wendet sich an Tredinnick.
  • Die nächste Gnome-Version 2.6 rückt immer näher: Mitte Februar gaben die Entwickler mit der Version 2.5.4 eine weitere Vorabversion zum Test frei; für Mitte März planen sie die erste Beta von Version 2.6. Falls die Entwickler ihren Zeitplan halten, ist die Final im April verfügbar. Die Anwender dürfen sich dann vor allem auf Verbesserungen im Nautilus und beim Hilfe-Browser sowie auf viele zusätzliche Module freuen.Komfortabler DateivergleichMeld hilft dem Anwender beim Vergleich mehrerer Textdateien. Die Software wurde ursprünglich zum Untersuchen von CVS-Verzeichnissen entwickelt, aber auch ein Abgleich einzelner Dateien ist möglich.

Anders als die Ausgaben des altbekannten Befehls diff wirkt die grafische Oberfläche von Meld sehr übersichtlich (Abbildung 1). Änderungen zeigt die Software durch grüne Markierungen am Fensterrand an, so dass sie schnell zu finden sind.

Bei Bedarf lassen sich die Dateien direkt in Meld bearbeiten, denn das Programm enthält einen rudimentären Editor. Blaue Randmarkierungen kennzeichnen die geänderten Passagen.

Selbstverständlich vergleicht die Software mehrere Dateipaare parallel. Über eine weitere Option kann der Anwender dabei ganze Blöcke zwischen den Dateien via Cut & Paste übertragen und auf diese Weise verschiedene Dateifragmente zusammenzufügen.

Abbildung 1: Meld vergleicht die Unterschiede zwischen zwei Dateien auf übersichtliche Weise.

Tagebuch

Im IT-Zeitalter führt manch einer sein Tagebuch elektronisch mit Hilfe eines Programms wie GTK-Journal. Im Gegensatz zur traditionellen Papierform ist bei dieser Software die Privatsphäre dank Blowfish- und SHA-1-Verschlüsselung wirklich vor neugierigen Blicken geschützt. Trotzdem bleibt die Bedienung des Programms sehr einfach.

Beim ersten Start gibt der Anwender seine Benutzerdaten samt Passwort ein. Von da an speichert GTK-Journal seine Einträge in einer SQLite-konformen Datei. Die Eingabe erfolgt in einem Freitextfeld. Zugriff auf die verschlüsselten Daten erhält nur, wer Benutzerkennung und Passwort des Besitzers kennt.

Dateisuche im Datenheuhaufen

Je größer die Festplatte, desto öfter sucht man nach Dateien. Das Python-GTK-Programm Pyfind2 unterstützt den Anwender dabei mit einigen komfortablen Funktionen (Abbildung 2). Der Benutzer legt lediglich einen Such-String und das zu durchforstende Verzeichnis fest.

Um den Suchbereich weiter einzugrenzen, weist man die Software an, nur Dateien mit einer bestimmten Dateigröße auszuwählen. Alternativ lässt sich ein Zeitintervall bestimmen, in dem zuletzt auf die Datei zugegriffen wurde. Diese Kriterien sind kombinierbar.

Geht es um einen bestimmten Inhalt, kann dieser ebenfalls als Suchbegriff übergeben werden. Das Programm geht sogar noch einen Schritt weiter: Wird der gesuchte Inhalt gefunden, darf er auf Wunsch direkt durch einen anderen ersetzt werden.

Allerdings hat die Funktionalität des Programmes ihre Grenzen. Bis dato ist es nicht möglich, die gefundene Datei durch Anklicken direkt zu bearbeiten. Hier muss der Anwender noch den Weg über den Datei-Manager oder die Konsole nehmen.

Abbildung 2: Was Pyfind2 nicht findet, existiert nicht auf dem Medium.

PHP-Editor GPHPedit

GPHPedit ist ein leistungfähiger PHP-Editor, der sich nahtlos in Gnome integriert (Abbildung 3). Neben den rudimentären Editor-Funktionen bietet das Programm unter anderem einen Class- und Funktionen-Browser sowie Syntax-Highlighting für PHP, HTML, CSS, Java-script und sogar SQL-Dateien.

Ein besonders nützliches Feature ist die Syntaxkontrolle für PHP. Der integrierte Makrorekorder rundet den Funktionskatalog ab.

Abbildung 3: GPHPEdit ist ein effizienter Editor, der Web-Entwickler bei der PHP-Programmierung unterstützt.

POPWash hält das Mail-Konto sauber

In Zeiten von Spam- und Viren-Mails hilft ein Programm wie POPWash dem Anwender, unerwünschte E-Mails zu eliminieren, bevor diese den eigenen Rechner erreichen (Abbildung 4). Dazu lädt die Software die Kopfzeilen aller Mails herunter, die sich auf dem POP-Host befinden. Anhand von benutzerdefinierten Listen sortiert sie alle unerwünschten E-Mails aus und löscht diese auf dem Server.

Der Benutzer kann bestimmte Mails ausdrücklich zulassen, indem er den Absender in eine Whitelist einträgt, oder durch einen Eintrag in die Blacklist kategorisch ablehnen.

Als Auswahlkriterien dienen dabei wahlweise der Absender, der Empfänger oder der Inhalt des Betreffs. Trifft auf eine Mail keine Regel aus den beiden Listen zu, wird die Nachricht nicht gelöscht. Diese Standardeinstellung kann der Benutzer aber ändern.

Im Augenblick unterstützt POPWash nur ein Mail-Konto. Wer mehrere Konten benutzt, muss derzeit immer die Grundeinstellungen ändern. Problematisch ist außerdem, dass der Anwender beim Programmstart immer das Mail-Passwort eingeben muss. Ein automatisierter Start während der Anmeldung scheidet somit aus. (Uwe Vollbracht/agr)

Abbildung 4: Popwash hält Spam vom heimischen Rechner fern.

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LinuxUser 06/2012

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