Noch nicht ganz fertig
Erfahrungsbericht KDE 3.2 unter Suse 9.0
Passwort?!
Auch andere Neuzugänge in der KDE-Welt kämpfen noch mit Kinderkrankheiten, zum Beispiel KWallet. Dieses Tool übernimmt z. B. die Verwaltung von Passwörtern für Webseiten; eine gute Idee, wie die gleichartige Funktionalität der Browser Opera oder Mozilla zeigt. KWallet will aber mehr sein: eine Programm-übergreifende Passwort-Verwaltung.
Nach dem Start mit dem Befehl kwalletmanager erscheint eine kleine Brieftasche in der Kontrollleiste unten rechts. Klickt man darauf, öffnet sich ein leeres Fenster, und erst DateiNeue digitale Brieftasche... führt zum Einrichtungsdialog. Darin verlangt das Tool wie in Abbildung 1 eine Passworteingabe, das Masterpasswort.
Ruft man anschließend KNode auf, wünscht KWallet dieses noch einmal zu sehen und zudem das für den News-Servers. Bis hierhin alles normal. Bei einem erneuten KNode-Aufruf verlangt das Programm jedoch abermals die zuvor getätigte Eingaben, sowohl für KWallet als auch für den News-Server, und so geht das weiter bis zum Sankt Nimmerleinstag. Das Problem tritt übrigens auch auf, wenn man auf KMail-Postfächer zugreifen will. Hier hilft nur eines: KWallet beenden und nicht mehr verwenden.
Lasst mich rein!
Ob die KDE-"Brieftasche" auch mit dem FTP-Programm KBear [6] dieses Spielchen spielt, lässt sich nicht ohne weiteres ergründen. Denn sobald man mit diesem (nicht zu den KDE-Kernpaketen gehörenden) Programm unter KDE 3.2 auf einen FTP-Server zugreift, friert die gesamte grafische Oberfläche ein (wir testeten die KBear-Versionen 2.1-395 und 2.1-413).
Der Versuch, den laufenden X-Server mit der Tastenkombination [Strg-Alt-Backspace] zu beenden, scheiterte. Da blieb nur der Ausweg, mit [Strg-F1] auf eine Textkonsole zu wechseln, sich als root anzumelden und init 3 und anschließend init 5 aufzurufen. Erst nach Herunterfahren des X-Servers und einem Neustart spielte KDE 3.2 wieder mit.
Glücklicherweise lässt sich das Problem manchmal umgehen: Vor dem ersten KBear-Start unter KDE 3.2 löscht man den Ordner kbear unterhalb des Verzeichnisses /home/username/.kde/apps/. Er wird beim nächsten Aufruf des FTP-Programms neu angelegt. Allerdings haftet dieser Methode der Makel der Unzuverlässigkeit an: Sie funktionierte nicht bei den Beta-Versionen, nur bei den fertigen KDE-3.2-Paketen von Suse.



