Jedem Drucker sein Treiber

Nun folgen die Einstellungen für den lokalen Druckerspooler. Ganz wichtig ist, dass Sie Lokales Filtern durchführen (Abbildung 4) aktivieren, ansonsten bekommt Ihr Drucker die reinen Postscript-Daten zugesandt, mit denen er nichts anfangen kann. Lediglich bei Postscript-fähigen Druckern, vornehmlich Laserdrucker aus dem professionellen Bereich für 500 bis 1000 Euro, müssen Sie die Option deaktivieren.

Abbildung 4: Bei reinen Druckeradaptern, die keine Druckdaten aufbereiten, müssen die Daten zunächst auf dem Client gefiltert – also aufbereitet – werden.

Wenn Sie den Druckertreiber ausgewählt haben, listet YaST noch einmal alle Einstellungen auf und bietet an, eine Testseite zu drucken. Hat der Ausdruck geklappt, schließen Sie die Installation ab. Ansonsten kehren Sie zur Treiberauswahl zurück, falls das Ergebnis Anlass zur Unzufriedenheit gibt.

Web-Frontend

Praktisch alle Netzwerk-Druckeradapter lassen sich bequem per Web-Frontend konfigurieren und überwachen. Abbildung 5 zeigt das Web-Frontend des Druckeradapters IC-55 von SEH, je nach Hersteller und Adapter-Typ erlaubt es sogar, die Druckaufträge zu überwachen und einzelne Jobs abzubrechen.

Abbildung 5: Die meisten Druckeradapter haben einen eingebauten Webserver für Konfiguration und Zustandskontrolle. Sein Frontend fällt je nach Drucker und Hersteller unterschiedlich umfangreich aus.

Durch Einsatz eines Netzwerkadapters wird so mancher Drucker überflüssig – statt in drei kleine Drucker investiert man das Geld in ein besseres und schnelleres Gerät. Auch kann der lärmende und stinkende Zeitgenosse einfach in die Besenkammer verbannt werden, von wo er sich im Fehlerfall automatisch per Mail meldet. Allerdings kommen die Geräte mit 150 bis 300 Euro teurer als so mancher Drucker. Billiger sind oft Drucker mit eingebauter Netzwerkschnittstelle, und wenn alle zusammen legen, kann man sich vielleicht sogar einen Farb-Laserdrucker leisten.

Glossar

ARP-Tabelle

Ordnet jeder IP-Adresse eine entsprechende Hardware-Adresse zu. Per Address Resolution Protocol wird bei erster Verwendung einer IP im Netzwerk gefragt, wer für den Datentransport zur fraglichen IP zuständig zeichnet. Die Hardware-Adresse des ersten Antworters weist die ARP-Tabelle anschließend als passend zur IP-Adresse aus. Der eigentliche Datenversand erfolgt dann auf Netzwerk-Ebene nur anhand der Hardware-Adresse, nicht anhand der IP-Adresse.

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