Der kleine Netzwerker
1x1 der Netzwerktools
Ping-Pong
Einer der einfachsten, aber gleichzeitig praktischsten Befehle für die Netzwerk-Analyse heißt ping. Er schickt ICMP-Datenpakete vom eigenen Rechner an die Gegenstelle und zeigt an, wie lange deren Antwort auf sich warten lässt – sofern sie überhaupt antwortet. Am Ende zeigt Ping eine Statistik an, wie viele Pakete es losgeschickt hat (in Abbildung 3 sind es fünf), wie viele Antworten zurückkamen (ebenfalls fünf) und wie lange dies gedauert hat (4002 Millisekunden). Falls Pakete verloren gingen, führt Ping das unter dem Punkt packet loss an. Erreicht es die Gegenstelle gar nicht, passiert erst einmal nichts: Ping wartet zunächst eine Weile ab.
ping rechnername bombardiert die Gegenstelle so lange, bis man [Strg-c] drückt. Alternativ sendet ping -c 10 rechner genau zehn Pings und beendet sich anschließend automatisch.
Der Weg der Pakete
Während ping nur mitteilt, ob die Gegenstelle antwortet, zeigt traceroute (meist: /usr/sbin/traceroute) an, welchen Weg die Datenpakete zum Zielrechner zurücklegen (Abbildung 5). Gibt es unterwegs Probleme, merken Sternchen (***) dies an. Sie können aber auch bedeuten, dass eine Firewall derartige IP-Pakete nicht durchlässt. Die Anzeige der Rechnernamen deaktiviert übrigens die Option -n.
Übersichtlicher sieht das bei mtr Zielrechner (oft /usr/sbin/mtr Zielrechner) aus (Abbildung 6), denn dort erfährt man, solange man nicht [q] drückt, genau, wo die Datenpakete hängenbleiben. Für jeden einzelnen Hüpfer auf dem Weg zum Ziel ermittelt das Tool, was mit den Datenpaketen passiert; mtr kombiniert damit ping und traceroute in einem. So verlangt
mtr -c 10 --report Zielrechner
dass sich mtr nach zehn Pings automatisch beendet und seinen Bericht abgibt.
Die Spalte Hostname zeigt an, wo sich das Datenpaket gerade befindet, Loss gibt die Verluste in Prozent an, Rcv und Snt informieren darüber, wieviel Datenpakete empfangen und gesendet wurden, und die Spalten BEst, Avg und Worst zeigen an, wie lange die Datenpakete im besten Fall, durchschnittlich und im schlimmsten Fall brauchen.



