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Gnomogramm

News und Programme rund um Gnome

01.03.2004

Kurz notiert

  • Der mit zahlreichen Preisgeldern dotierte GNOME Integrations-Wettbewerbführte nach Aussagen der Initiatoren viele neue Entwickler an das Gnome-Projekt heran. Durch die aktive Arbeit an neuen APIs verbesserte sich zudem die Kommunikation innerhalb der Gnome-Gemeinschaft spürbar. Bisher schüttete das Projekt 7250 Dollar an Preisgeldern für die Implementierung elf verschiedener Tools aus. Bis zum 19. April 2004 besteht für ambitionierte Programmierer weiterhin die Chance, sich einen Teil des verbliebenen Preisgelds von 17.065 Dollar zu sichern. * Die GNOME Deutschland Gbr verkauft ab Februar das GNOME Shirt 2004. Es zeigt das Motiv, für das sich die deutsche GNOME-Community nach zweimonatiger Wahlperiode aus einer Auswahl von acht Motiven entschieden hat. Durch den Verkauf der T-Shirts unterstützt sie unter anderem die Aktivitäten der deutschen GNOME-Community, beispielsweise die diesjährigen Messeauftritte. * Für zwei Linux-Veranstaltungen in Wilhelmshafen und Chemnitz am ersten März-Wochenende sucht das GNOME Deutschland Team noch tatkräftige Unterstützung. Besonders für die Chemnitzer Veranstaltung benötigt das Team noch Helfer, die in der Lage sind, die Planung und Koordination eines Messestands zu übernehmen. Aber auch einfache Helfer sowie Besucher sind jederzeit willkommen, um die Community besser kennenzulernen oder über GNOME zu fachsimpeln. Das GNOME-Team freut sich auf rege Teilnahme. * Ende Januar entdeckte der Entwickler Stefan Esser mehrere Sicherheitlücken im GaimMessenger Programm, die teilweise schon seit etlichen Versionen enthalten sind. Insgesamt 12 unterschiedliche Lücken, von denen die meisten im Yahoo-Protokoll steckten, konnte Stefan Esser ausmachen. Aber auch im AIM-Protokoll und verschiedenen Parsing-Routinen waren die sogenannten Overflow Fehler anzutreffen. Mit ihrer Hilfe kann ein potenzieller Angreifer eigene Programme auf dem Rechner des Anwenders starten. Die meisten Distributoren reagierten aber umgehend mit gepatchen Versionen.

Passepartout, Desktop-Publishing mit dem Pinguin

Desktop-Publishing war bisher eines der letzten Rückzugsgebiete, in denen Windows und Macintosh die Linux-Konkurrenz nicht fürchten mussten. Mit Programmen wie Passepartout (http://www.stacken.kth.se/project/pptout/) nimmt Linux in diesem entlegenen Gebiet die Verfolgung auf. Im Gegensatz zu den Größen des Genres wie Pagemaker oder Quark Xpress ist Passepartout lediglich ein Layout-Editor, der mit Hilfe von XML-Vorlagen Text- und Grafikrahmen anordnet und verwaltet.

Änderungen am Inhalt sind mit dem Programm nicht möglich, sondern müssen mit Drittprogrammen durchgeführt werden. Als Eingabeformate für Grafiken akzeptiert Passepartout Encapsulated Postscript sowie verschiedene Grafikformate. Für die Textrahmen kommen nur XML-Dokumente als Quellen in Frage. Die eingebundenen Dokumente kann der Anwender dann auf der Seite beliebig anordnen, zu einem gemeinsamen Objekt zusammenfassen oder mit wenigen Handgriffen in den Vorder- und Hintergrund rücken.

Im Gegensatz zu den kommerziellen Grafikprogrammen wirkt der Funktionsumfang von Passepartout im Augenblick bescheiden. Angesichts der zügigen Entwicklung wird sich dies schon bald ändern.

Abbildung 1: Zwar steckt die freie Antwort auf Pagemaker noch in den Kinderschuhen, jedoch zeigt sie Potential.

Mit GnoCHM die Windows-Hilfen lesen

Gelegentlich wir man bei der Arbeit an einem Linux-Rechner doch mit Windows-Fragen konfrontiert. Dank GnoCHM http://gnochm.sourceforge.net/) kann der Anwender unter Linux in den Microsoft Hilfe-Dateien recherchieren, denn das Programm beherrscht das Microsoft eigene HTML-Hilfe-Format.

Der Anwender erhält in einem übersichtlichen Ausgabefenster die Möglichkeit, das ganze Dokument zu lesen oder nach Textpassagen zu suchen. Einzelne Kapitel können mit Lesezeichen versehen werden, um eine späteres diese Stellen leichtern wiederzufinden. Das Programm unterstützt im Dokument verlinkte URLs, die es bei einem Klick sofort im voreingestelleten Browser gestartet. Wer viel mit heterogenen Systemen arbeitet, dem ist GnoCHM somit eine echte Hilfe.

Abbildung 2: GnoCHM erlaubt einen Blick in die Microsofts Hilfe.

GreTools erweitert den Sprachhorizont

GreTools (http://theory.cs.iitm.ernet.in/~arvindn/gretools/) ist kein Vokabeltrainer, wie man ihn aus Schulzeiten kennt. Ziel des Programms ist die Erweiterung des Sprachschatzes durch alternative oder beschreibende Begriffe. Augenblicklich umfasst das Repertoire von GreTools rund 4000 englische Begriffe inklusive Beschreibung. Weitere 5000 lassen sich nachträglich einbinden.Der Funktionsumfang des Programms gliedert sich in drei Bereiche. Zum einen das Synonym-Quiz, bei dem der Anwender im Multiple-Choice-Verfahren die richtige Bedeutung eines vorgegebenen Begriffs auswählen muss. Wem dies zu einfach erscheint, der hat in einem Wortratespiel die Gelegenheit, sein Wissen zu testen. Der Rechner gibt auf Wunsch einige beschreibende Begriffe vor.

Reicht dies als Hilfestellung nicht aus, kann der Benutzer einzelne Buchstaben des gesuchten Begriffs aufdecken. Das Prinzip erinnert ein wenig an das Glücksrad. Eine Suchroutine für alle, die nur einen Begriff suchen, rundet das Gesamtbild ab.

Abbildung 3: Beim Synonym-Quiz zeigt sich wie sprachlich sicher man wirklich ist

Eroberung des Weltraums

Viele Spiele aus alter DOS-Zeit erleben unter Linux Ihre Renaissance. So auch das Online-Spiel VGA-Planets dank seines neuen Clients Gnome WarPad (http://www.lunix.com.ar/~ldipenti/gwp/). Ziel des Spiels ist die strategische Eroberung des Weltraums, wobei sich der Spieler gegen maximal elf Gegner behaupten muss. Der Datenaustausch der Clients erfolgt dabei via E-Mail. Spätestens jetzt wird jedem klar, dass es sich bei VGA-Planets nicht um ein Action-Adventure handelt.

Vor dem Spielstart benötigt der Spieler ein sogenanntes Data-File. Es enthält alle notwendigen Informationen über Schiffe, Planeten, Rassen und vieles mehr. Auf den Web-Seite des Entwickler findet man eine Demo-Version eines Data-Files. Nun wählt der Spieler einen Benutzernamen, eine Rasse und gibt seinen Mail-Server an.

Nach Eingabe der Grunddaten legt WarPad ein neues Spiel an und das Abenteuer kann beginnen. Wer mehr über VGA-Planets, sowie die Regeln erfahren will, findet auf der Web-Seite (http://www.xs4all.nl/~donovan/) eine umfassende Einführung.

Abbildung 4: Das Spielfeld von WarPad ist sehr übersichtlich angeordnet

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LinuxUser 06/2012

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