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Ein neues Büro

KOffice 1.3

01.03.2004 Das KDE-Office-Paket KOffice geht in eine neue Runde: Die Version 1.3 bringt neben etlichen Detailverbesserungen und Fehlerberichtigungen einige neue Funktionen.

Nicht nur KDE macht einen großen Sprung zur Version 3.2, auch die KOffice-Entwickler waren fleißig und haben die Programme der Office-Suite weiter verbessert; Ende Januar erschien Version 1.3 [1].

Installation

Auf der Heft-CD finden Sie Pakete für Suse Linux, für andere Distributionen, müssen Sie KOffice aus den Quelltexten selbst übersetzen. Unter Suse wecheln Sie ins Ihrer Distributionsversion entsprechende Verzeichnis und installieren mit rpm -Uvh * alle KOffice-Pakete.

Zum Selbstkompilieren benötigen Sie KDE, die Bibliothek QT ab der Version 3.1 und die dazugehörigen Entwicklerpakete. Dann entpacken Sie das Archiv mit tar -xjf koffice-1.3.tar.bz2. Nun wechseln Sie ins neue Verzeichnis koffice-1.3 und geben nacheinander die Befehle ./configure und make ein; zum Kompilieren braucht KOffice dann eine längere Zeit. Abschließend installieren Sie das Paket als root mit dem Befehl make install.

Falls Sie deutschsprachige Beschriftungen für die Programmoberfläche wünschen, installieren Sie zusätzlich auf dieselbe Art und Weise das Paket koffice-i18n-de-1.3.tar.bz2 von der Heft-CD oder von [3]. Danach startet der Befehl koshell die Schaltzentrale von KOffice (Abbildung 1).

Möchten Sie nur einen Blick auf das neue KOffice werfen und verfügen über eine schnelle Internet-Anbindung, laden Sie Slax [4] aus dem Internet herunter. Diese Live-Distribution basiert auf Slackware und enthält neben dem aktuellen KOffice stets die frischeste Entwicklerversion von KDE 3.2. Mit Slax probieren Sie beides aus, ohne das eigene System zu verändern.

Abbildung 1: Der Arbeitsplatz ist die Zentrale von KOffice.

Der Arbeitsplatz ist der Rahmen, der die einzelnen Komponenten von KOffice vereint. Sie starten ein Programm durch einen Doppelklick auf das entsprechende Symbol in der Komponentenleiste am linken Bildschirmrand. Ein Klick auf die Schaltfläche Dateien bietet eine Liste der geöffneten Dokumente.

KWord

Beim Start von KWord stechen sofort die neuen Dokumentvorlagen ins Auge. Neben reinen Texten gibt es jetzt auch Vorlagen für Visitenkartenbögen, Adressaufkleber und Briefumschläge. Die Textverarbeitung erfuhr Verbesserungen vor allem im Detail: So gibt es jetzt eine Silbentrennung. Weiterhin haben die Entwickler das Arbeiten mit Textrahmen verbessert, was einfache DTP-Aufgaben erledigt. Tabellen lassen sich nun direkt in Fließtext verwandeln oder nach selbstgewählten Kriterien sortieren.

Beliebige Absätze speichern Sie neuerdings als Stilvorlage. Dazu setzen Sie den Cursor in den Absatz, dessen Formatierung Sie speichern möchten, wählen FormatNeuen Stil anhand der Auswahl erstellen aus dem Menü, vergeben einen Namen für die Formatvorlage und nutzen diese anschließend wie die mitgelieferten Vorlagen.

Abbildung 2: Die Verbesserungen an KWord stecken im Detail.

Die Dateifilter haben ebenfalls Zuwachs bekommen: Neu sind Import- und Exportfilter für das OpenOffice-Writer-Format sowie die wohl einzigartige Möglichkeit, PDF-Dateien direkt in der Textverarbeitung zu laden und zu editieren. Die Qualität dieser Filter lässt allerdings noch Wünsche offen. Einfache Dokumente lesen sie gut ein, bei komplizierten Layouts, besonders bei aufwändigen Tabellen, hat das Importergebnis jedoch nur noch wenig mit dem Originaldokument gemeinsam. Nicht zu vernachlässigen ist auch die verbesserte Perfomance vom neuen KWord. Die Arbeit ist deutlich flüssiger und damit gerade auf älteren Rechnern angenehmer.

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LinuxUser 06/2012

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