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01.03.2004

Nintendo Gamecube

Das Gamecube-Linux-Projekt (http://www.gc-linux.org/) hat eine erste Alpha-Version eines auf der Spielkonsole Gamecube von Nintendo lauffähigen Kernels veröffentlicht. Mangels Festplatte installierten die Entwickler Linux nicht fest auf der Konsole, sondern booteten den Kernel durch einen Programmfehler im Online-Spiel Phantasy Star Online über das Netzwerk.

Auch ein Live-System ist keine Alternative, da der Gamecube keine gewöhnlichen CDs oder DVDs liest.

In dem Linux-System ist bereits ein Webbrowser integriert. Dieser beherrscht allerings noch keine Domain-Namensauflösung und benötigt die IP-Adressen, um eine Homepage zu finden. Das TCP/IP-Protokoll haben die Entwickler aber schon so weit implementiert, dass Surfen im Internet damit funktioniert.

Die Frage nach dem Sinn der ganzen Mühe, beantwortet das Projekt – neben dem Spaßfaktor – mit der Möglichkeit, durch die Gamecube-Hardware einen preisgünstigen multimedia-fähigen Thin-Client zu erhalten. So soll Gamecube-Linux mit der Konsolen-Hardware irgendwann Video- und Musikdateien abspielen oder als Terminal an einem Server dienen.

Abbildung 1: Gamecube-Linux hat sich hohe Ziele gesteckt.

Home-Cinema

Eine Box, die beinahe alles kann, was das filmbegeisterte Herz begehrt, kündigte für das zweite Quartal 2004 die Firma Reel Multimedia (http://www.reel-multimedia.com/) an. Die PVR 1100 enthält einen TV-Empfänger für Kabel und Satellit; mit Hilfe des elektronischen Programmführers zeichnet sie sogar mehrere Sendungen gleichzeitig auf. Wiedergabemedien sind wahlweise DVDs, Video- oder MP3-CDs.

Über einen Netzwerkanschluss verbindet sich das Multitalent mit dem Internet oder dem eigenen PC. Über weitere Schnittstellen schließen Sie zudem eigene Hardware wie Tastatur, Maus, Joystick, tragbare MP3-Player oder Firewire-Festplatten an.

Als Betriebssystem verwendet die PVR 1100 Linux, Software-Updates auch von freien Entwicklern sind dadurch möglich. Der Preis für das Produkt aus der Schweiz liegt bei 700 Euro.

Abbildung 2: Die Multimediabox PVR 1100 ist mehr als ein DVD-Player.

PDA-Distribution

Die Firma Lycoris (http://www.lycoris.com/) entwickelt eine reine PDA-Version von der Distribution Desktop/LX. Das neue Produkt trägt den Namen DL-PPC (Desktop/LX Pocket PC Edition).

Ab dem zweiten Quartal 2004 soll das Betriebssystem auf ARM-basierten Handhelds wie dem Sharp Zaurus und dem iPaq von HP laufen. Der Hersteller setzt keine großen Fachkenntnisse vorraus, das System soll sofort bedienbar sein.

Die mitgelieferte Software sorgt dafür, dass der verwendete PDA sich auch in Windows-Netzwerke per Kabel, WLAN, oder Infrarot über Samba einklinkt. Ein Mail-Client und ein Webbrowser versorgen die Grundbedürfnisse der Internet-Benutzer. Multimedia-Anwendungen zum Abspielen von Musik oder Videos lassen den Unterschied zu mitgelieferten PDA-Betriebssystemen verschwinden.

Abbildung 3: Lycoris verspricht eine Distribution speziell für Handhelds.

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