Büro-Ausstattung
Gnome-Programme fürs Office
Für Schaugrafiken
Um Ablauf-, Organisations- und UML-Diagramme zu erstellen, braucht man Sodipodi indes gar nicht bemühen: Hier kommt mit Dia [12] ein Spezialist zum Einsatz. Auch seine Bedienoberfläche orientiert sich an Gimp: Neben einer Werkzeugpalette gibt es ein großes Zeichenfenster; die Werkzeuge und Dialoge erreicht man über einen Rechtsklick in die Zeichnung (Abbildung 9).
Dia hält eine große Zahl fertiger Schablonen für viele Einsatzzwecke bereit. Falls eine benötigte Form nicht vorhanden ist, definiert man sie einfach selbst neu.
Das Programm liest neben dem eigenen Format DXF-, SVG- und XFig-Dateien; das Dateiformat seines Microsoft-"Pendants" Visio unterstützt es leider nicht. Speichert man die Arbeit im DXF-, HPGL-, EPS- und PNG-Format, ist zumindest ein Weiterarbeiten in CAD- und Grafikprogrammen möglich.
Zum Surfen
Anders als bei den bekannten Office-Paketen im Linux- wie im Windows-Lager gehört zu Gnome Office auch ein Webbrowser mit einer in GTK geschriebenen Oberfläche: Galeon [13] stellt HTML-Seiten mit Mozillas Rendering-Engine Gecko dar (Abbildung 10).
Allerdings ist das Programm nicht mehr ganz auf der Höhe der Zeit: Die aktuelle stabile Version 1.2.13 benutzt Mozilla 1.3a als Grundlage, während das Mozilla-Projekt mittlerweile schon bei Version 1.6 angekommen ist. Da die Galeon-Entwicklerversion 1.3.11a ein aktuelles Mozilla als Basis verwendet, wird sich dieser Umstand zu gegebener Zeit ändern.
Galeons Oberfläche wirkt so aufgeräumt wie gelungen: Dem Motto "Weniger ist mehr" folgend, beschränken sich die Entwickler darauf, lediglich die wirklich wichtigen Funktionen einzubauen. Nicht nur deshalb startet das Programm sehr schnell und stellt Webseiten zügig dar. Auch die Bookmark-Verwaltung verdient das Prädikat "durchdacht". Wie Mozilla unterstützt Galeon das Karteikarten-Layout, so dass sich mehrere Seiten innerhalb eines Fensters darstellen lassen.



