Home / LinuxUser / 2004 / 03 / Gnome-Programme fürs Office

Newsletter abonnieren

Lies uns auf...

Folge LinuxCommunity auf Twitter

Top-Beiträge

„Klickbunt auf dem Server? Warum nicht, wenn's hilft!"
(179 Punkte bei 5 Stimmen)
Mit Openbox 3.5
(143 Punkte bei 5 Stimmen)
Bezahlstandard
(121 Punkte bei 4 Stimmen)

Heftarchiv

LinuxUser Heftarchiv

EasyLinux Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Partner-Links:

Das B2B Portal www.Linx.de informiert über Produkte und Dienstleistungen.

Büro-Ausstattung

Gnome-Programme fürs Office

Zum Planen

Was die Anleihen bei Microsoft Office betrifft, ist bei Textverarbeitung und Tabellenkalkulation trotz des Fehlens einer MS-Access-ähnlichen Software noch nicht vollkommen Schluss: Das Pedant zur Microsoftschen Kommunikationszentrale Outlook gibt Evolution [7] (Abbildung 4), das E-Mail-Programm, Kalender, Kontakt- und Aufgabenverwaltung in sich vereint. Über das offene vCard-Format lassen sich Adressdaten mit anderen Nutzerinnen austauschen; mit Funktionalität zum Einberufen von Verabredungen und zur Verteilung von Aufgaben in Gruppen erleichtert die Software die Teamarbeit [16].

Abbildung 4: Termine, Kontakte und E-Mails verwaltet Evolution.

Das Gegenstück zu MS Project heißt bei Gnome Office MrProject [8,18]. Bei der Verwaltung von kleinen und mittleren Projekten, bei denen die Zahl der Beteiligten und Aufgaben nicht allzu hoch ist, leistet es bereits gute Dienste.

Dazu gibt man die Aufgaben, die zur Fertigstellung eines Projekts erforderlich sind, in eine Liste ein, weist ihnen Arbeitsgruppen oder Einzelpersonen, Startzeit und voraussichtliche Dauer zu und verknüpft die einzelnen Teilprojekte untereinander. Mit Gantt-Diagrammen behält man stets den Überblick über den Stand der Dinge (Abbildung 5) und kann so präventiv eingreifen, wenn Terminüberschreitungen drohen.

Wem diese Funktionalität nicht ausreicht, hat Grund zur Hoffnung: MrProject wird unter dem neuen, aus Trademark-Sicht weniger heiklen Namen Planner [9] aktiv weiter entwickelt, so dass der Funktionsumfang in naher Zukunft stetig steigen dürfte. Dass sich diese von Anfang November 2003 stammende Namensänderung zu Druckunterlagenschluss noch nicht auf den Gnome-Office-Seiten [1] dokumentiert fand, spricht zumindest nicht besonders für die Integrationskraft des Meta-Projekts.

Abbildung 5: MrProject hilft dabei, den Überblick über Projekte zu behalten.

Für Bilder

Die Vereinnahmung von OpenOffice Impress als Präsentationsprogramm mag Fragen aufwerfen; doch was die Möglichkeiten zur grafischen Gestaltung betrifft, zieht Gnome Office alle Register: Da wäre das bekannte Programm Gimp [10] (Abbildung 6), das Grafiken im Rasterformat bearbeitet. Es beherrscht eine Vielzahl von Grafikformaten und erlaubt es, Bilder in allen nur erdenklichen Arten zu manipulieren. Damit eignet sich Gimp zum Bearbeiten von Webgrafiken ebenso gut wie zur Fotoretusche.

Abbildung 6: Gimp kümmert sich um Pixelgrafiken.

Was aus patentrechtlichen Gründen bis vor kurzem noch fehlte, war die Farbseparation nach dem CMYK-Standard. Aber auch hier gibt es Hoffnung: Die aktuelle Entwicklerversion [21] enthält eine erste Version dieser Funktionalität, so dass der Verbreitung von Gimp im professionellen Bereich bald nichts Ernsthaftes mehr im Wege steht. Die neue Version 2.0 räumt zudem ein weiteres Verbreitungshindernis aus: Die Entwickler haben kräftig an der Oberfläche und der Benutzbarkeit des Programms gefeilt.

Zum Bearbeiten von Vektorgrafiken ist Sodipodi [11] mit von der Partie, dessen Oberfläche an Gimp erinnert: Es gibt eine große Werkzeugpalette und zahlreiche Fenster zum Einstellen von Werkzeugen und Objekteigenschaften (Abbildung 7). Als Datenformat verwendet der Spezialist für Zeichnungen eine SVG-Untermenge.

Abbildung 7: Sodipodi bearbeitet Zeichnungen im SVG-Format.

Das Programm hat mittlerweile die Version 0.33 erreicht und lässt sich für Illustrationen und Arbeiten wie Einladungs- oder Speisekarten schon sehr gut benutzen. Alle wichtigen Werkzeuge zum Erzeugen von Primitiven sind vorhanden, und da Sodipodi Transparenz für Objektfüllungen unterstützt, lassen sich interessante Effekte erzielen.

Für genaues Arbeiten eignet sich Sodipodi allerdings noch nicht. Zwar gibt es Raster und Rasterfang, nur funktioniert letzterer noch nicht richtig, und die Positionsangaben für den Cursor in der Statuszeile stimmen nicht.

Auch mit der Stabilität steht es nicht zum Besten: Immer wieder stürzt Sodipodi bei der Arbeit ab. Immerhin gelingt dem Programm dabei meistens noch eine Notspeicherung.

Zudem erschwert die deutsche Übersetzung manchmal die Arbeit: Den Bezeichnungen von Dialogen und Schaltflächen fehlt bislang eine vereinheitlichende Hand, und die deutschen Bezeichnungen beschwören häufig Missverständnisse herauf. So findet sich der Dialog zum Einstellen von Raster und Hilfslinien im Kontextmenü unter DialogeBearbeitungsfenster; als Überschrift trägt er den Text Desktop-Einstellungen.

Abbildung 8: Zu viele Fenster versperren bei Sodipodi schnell den Blick auf die Grafik.

Dass Grafik-Profis derzeit noch einen Bogen um Sodipodi machen dürften, liegt aber auch daran, dass das Programm außer dem eigenen keine weiteren Formate unterstützt – vom weit verbreiteten Adobe-Illustrator-Format ganz zu schweigen.

Einem Freund empfehlen    Druckansicht Bookmark and Share
Kommentare

Hits
Wertung: 30 Punkte (7 Stimmen)

Schlecht Gut

Infos zur Publikation

Infos zur Publikation

title_2013_06

Aktuelle Ausgabe kaufen:

Heft bestellen Heft als PDF kaufen

LinuxUser erscheint monatlich und kostet in der Nomedia-Ausgabe EUR 5,95 und mit DVD EUR 8,50. Weitere Informationen zum Heft finden Sie auf der LinuxUser-Homepage.

Im LinuxUser-Probeabo erhalten Sie drei Ausgaben für 3 Euro. Das Jahresabo (ab EUR 60,60) können Sie im Medialinx-Shop bestellen.

Tipp der Woche

Terminator
Viele Terminals im Griff mit Terminator
Tim Schürmann, 07.05.2013 10:57, 1 Kommentare

Wer morgens nach dem Einschalten des Rechners erst einmal mehrere Terminals öffnet und sich diese mühevoll auf dem Bildschirm drapiert, der sollte einen Blick auf Terminator werfen. Das kleine...

Aktuelle Fragen

Kontakt via QR code hinzufügen
Herman Sproesser, 17.05.2013 17:46, 3 Antworten
Hi hab in der aktuellen ausgabe 06.2013 den artikel über QR Codes gelesen. Ich hab nartürlich...
Dateimanager Dolphin, wo legt er die Datei Kommentare ab?
Uwe Heine, 16.05.2013 15:19, 1 Antworten
Suse Linux 12.1 - KDE 4.7.2 / Dolphin 1.7. Ich habe bei vielen Dateien über Dolphin Kommentare...
wie baut man Kernel Module so, dass sie mit jedem Kernel laden?
GoaSkin , 22.04.2013 10:22, 1 Antworten
Hallo, baut man anhand eines Kernel-Sources Module, nutzt Linux im Normalfall eine strikte V...
Problem beim Installieren von SuSe 12.3
Georg Prokert, 14.04.2013 00:04, 16 Antworten
Hallo, auf meinem neuem Laptop (Acer Aspire V3-771, Intel Core i5-3230 M, Intel HD Graphics 4...
lvm wieder loswerden
Peter Dibbern, 11.04.2013 16:28, 4 Antworten
Ich habe sämtliche alten Kisten ausgeschlachtet und aus der Teilen einen Rechner zusammengeschrau...