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News und Programme rund um GNOME

01.02.2004

++++ Community Ticker +++++

+++ GNOME Community als Studienobjekt +++

Studenten der Harvard Business School untersuchten im Dezember das GNOME-Projekt und seine Struktur im Rahmen einer Studie über das Arbeitsverhalten von Mitarbeitern einer innovativen Organisation. Neben der Befragung einiger Kernentwickler erarbeiteten die Studenten einen Fragebogen, den möglichst viele Entwickler ausfüllen sollten. Das GNOME-Projekt war für die Studenten interessant, da es sich um eine rein Internet-basierte Organisation handelt. Ob und wo die Ergebnisse später publiziert werden, ist nicht bekannt.

+++ Spenden für GNOME +++

Im vergangenen Dezember rief GNOME die Community sowie Freunde und Gönner zur Finanzierung durch Spenden auf. Das Geld wird für die Unterstützung von Entwicklern, für GNOME-Schulungen und zur Finanzierung von Veranstaltungen eingesetzt. Je nach Höhe der Spende würdigt das Projekt den Spender in verschiedenen Abstufungen von "GNOME Friend" bis "Philanthropist" durch Erwähnung der Spende und zahlreiche Werbegeschenke.

+++ Vorläufiges Ergebnis der GNOME-Foundation-Wahlen +++

Seit Mitte Dezember ist das vorläufige Ergebnis der GNOME-Foundation-Wahlen zum Directors' Board bekannt. Unter den elf Bewerbern mit den meisten Stimmen waren fünf Angestellte von Novell. Allerdings schreibt die Satzung der Foundation vor, dass höchstens vier Mitglieder des Directors Board der gleichen Firma oder Organisation angehören dürfen. Somit kann Michael Meeks als fünfter Novell-Mitarbeiter nicht in das Directors' Board einziehen. Seinen Platz nimmt Malcolm Tredinnick von CommSecure ein. Außerdem sind noch je zwei Mitarbeiter von Red Hat und Sun sowie einer von Flow Communication und ein Fraktionsloser im Directors' Board vertreten. Interessierte können den Wahlverlauf und das Ergebnis auf den Web-Seiten der Foundation (http://foundation.gnome.org/) einsehen.

+++ Preisgeld für GNOME-Integration +++

Zur Verbesserung der Integration verschiedener Kernapplikationen von GNOME setzte die Community im Dezember ein Preisgeld für die Entwicklung von Tools und Patches zur verbesserten Interaktion von Programmen aus den Bereichen Adressbuch, Kalender, E-Mail, Messenger, OpenOffice etc. aus. Je nach Aufgabe liegt das Preisgeld zwischen 15 und 2000 Dollar. Selbstverständlich müssen die Entwickler dabei einige Auflagen erfüllen. So ist beispielsweise nur Open-Source-Code teilnahmeberechtigt. Außerdem sollen Patches und Programme uneingeschränkt lauffähig sein und über eine ansprechende Oberfläche verfügen, um nur einige Kriterien zu nennen. Dennoch gab es eine rege Beteiligung und erste vielversprechende Ergebnisse. Es bleibt abzuwarten, welche Patches den Sprung in GNOME 2.6 schaffen.

+++ Gaim meets Evolution +++

Ein erster Erfolg der GNOME-Preisgeldjagd ist die verbesserte Integration von Gaim und Evolution. Bei diesem Patch bedient sich Gaim des Evolution-Adressbuchs, um Informationen zu den einzelnen Chat-Partnern zu sichern. Die ersten Screenshots sind vielversprechend.

Mit GnuBiff den Mail-Account im Blick

GnuBiff (http://gnubiff.sourceforge.net/) behält für den Benutzer das Mail-Konto im Auge. Vom Mbox-Format über POP3 bis hin zu IMAP unterstützt es alle Protokolle, wobei die Datenübertragung mit POP3 und IMAP auf Wunsch SSL-verschlüsselt erfolgt. Wahlweise als GNOME-Applet oder kleines Symbol auf der Oberfläche, zeigt ein tanzender Pinguin den Eingang und die Anzahl neuer Nachrichten an. Wer ein akustisches Signal bevorzugt, kann zwischen einem schlichten System-Beep und einer frei wählbaren Klangfolge wählen. Nach Anklicken des Applets erscheint kurzzeitig ein Fenster, das Absender und Betreff der neuen Mails anzeigt. Klickt man eine Nachricht an, erscheint ein weiteres Fenster mit den ersten 50 Zeilen der Nachricht. Leider lässt sich unliebsamer Spam an dieser Stelle nicht sofort löschen – dies wäre eine wünschenswerte Funktion für kommende Versionen. Wer dies verschmerzen kann, erhält mit gnubiff ein zuverlässiges Programm, mit dem keine Mail mehr übersehen wird.

Abbildung 1

Abbildung 1: Wenn neue Mail eintrifft, tanzt der Pinguin

Abbildung 2

Abbildung 2: Absender, Betreff und Datum zeigt gnubiff in einer übersichtlichen Vorschau an

Planner hilft bei der Projektplanung

Wer schon einmal an einem Projekt mitgewirkt hat, weiß, wie wichtig eine gute Planung für den Erfolg ist. Damit der Projektleiter nicht den Überblick verliert, kann er auf Programme wie Planner (http://planner.imendio.org/) zurückgreifen, die die Erstellung und Pflege von Projektplänen unterstützen. Dabei ermöglicht Planner eine detaillierte Projektkonfiguration für jedes einzelne Projekt. Neben verschiedenen Ressourcentypen wie Arbeitszeit und Material unterscheidet es auch zwischen Urlaubs- und Werktagen, wobei der Projektleiter festlegt, wie lange an Werktagen gearbeitet wird. Sämtliche Phasen eines Projektes stellt Planner in einem Gantt-Diagramm übersichtlich dar, ein Verlaufsbalken pro Phase zeigt an, wie es um den Projektablauf bestellt ist.

Die Projektdaten sichert Planner in einer XML-Datei. Darüber hinaus können die Daten zur Online-Präsentation auch in eine HTML-Datei importiert werden. Leider lassen die Ergebnisse im Augenblick noch zu wünschen übrig. Trotzdem ist Planner schon jetzt zur Planung kleiner bis mittelgroßer Projekte geeignet. Wer Größeres vorhat, sollte auf Version 1.0 warten.

Abbildung 3

Abbildung 3: Ein Gantt-Diagramm erleichtert den Überblick

Gnofract, Mathematische Kunst

Ende der 70er Jahre prägte der Mathematiker Mandelbrot den Begriff "Fraktal" für Formen und Gebilde, die einen hohen Grad von Selbstähnlichkeit besitzen. Die mathematische Erfassung und anschließende grafische Darstellung derartiger Formen ist vielen als Mandelbrotbaum oder Apfelmännchen bekannt und war früher aufgrund ihrer Komplexität ein beliebter Performance-Test für Heim-Computer.

Wer sich für derartige Grafiken interessiert, hat mit Gnofract4D (http://gnofract4d.sourceforge.net/) nun die Möglichkeit, sie intensiver zu betrachen und zu modifizieren. Das Programm beherrscht neben Mandelbrot noch 16 weitere Fraktaltypen wie Barnsley, Magnet und Nova, die alle in einer multidimensionalen Ansicht betrachtet werden können. Dank der verwendeten Farbtiefe von 24 Bit sowie des Antialiasings haben die Grafiken eine sehr hohe Qualität. Abhängig vom Prozessor dauert die Berechnung zwischen wenigen Minuten und einigen Sekunden. Besitzer von SMP-Systemen werden erfreut feststellen, dass das Rendering für diese Systeme optimiert wurde. In der Konfiguration kann der Anwender neben den erwähnten verschiedenen Fraktaltypen auch die Iterationsrate, den Blickwinkel, die Bildgröße und die Farbgebung verändern. Dank einer Undo-Funktion kann man unbedachte Änderungen jederzeit revidieren. Als besonderes Extra bietet ein Explorer-Modus 15 verschiedene Darstellungen des gleichen Fraktaltyps, aus denen der Anwender die interessanteste auswählen und weiter bearbeiten kann.

Abbildung 4

Abbildung 4: Ein klassicher Mandelbrotbaum

Abbildung 5

Abbildung 5: Ein Barnsley-Type-1-Fraktal im Explorer-Modus

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