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Der direkte Draht

ICQ in der Kommandozeile

01.02.2004 Zur schnellen Kommunikation ist selbst die E-Mail manchmal zu umständlich. ICQ bietet eine modernere Form der schnellen Kommunikation und Micq ist ein schlnaker Client für die Konsole.

Als textbasierter ICQ-Client begnügt sich micq, im Gegensatz zu anderen Programmen seiner Art, mit einem xterm oder der Textkonsole als Grundlage. Trotz seiner schlichten Oberfläche bietet er nicht weniger Features als seine schwergewichtigen Brüder. So sind Features wie Geburtstagsanzeige, Dateiübertragung oder Online-Registrierung kein Problem für ihn.

Von den Quellen zur Installation

Auf der Homepage des Projektes [1] finden Sie neben dem gepackten Quellcode sowohl Debian- als auch RPM-Pakete des Programms. Wenn Sie den ICQ-Client selber aus dem Quelltext übersetzen möchten, stellt dies kein Hindernis dar. Folgende Schritte sind notwendig, um die Archivdatei micq-0.4.10.5.tgz zu entpacken, zu kompilieren und zu installieren:

[andreas]~ > tar xvzf micq-0.4.10.5.tgz
[andreas]~ > cd micq-0.4.10.5
[andreas]~ > ./configure
[andreas]~ > make
[…]
[andreas]~ > su
Password: Root-Passwort

[root] # make install

Sie finden micq nun im Pfad /usr/local/bin, die Manual-Seiten unter /usr/local/man und die Übersetzungen zum Programm im Verzeichnis /usr/local/share. Weitere Details zum Kompilieren und Installieren für fortgeschrittene Anwender stehen in der Datei micq-0.4.10.5/INSTALL.

Ein besonderes Schmankerl für Debian-Anwender sind verschiedene Einträge auf der Micq-Homepage, die Sie einfach in die Datei /etc/apt/sources.list übernehmen, um das Programm über die Paketverwaltung [2] zu installieren. Tragen Sie einfach die folgende Zeile ein:

deb http://www.micq.org/deb/ stable main

Mit den Befehlen apt-get update und apt-get install micq spielen Sie dann automatisch die aktuelle Version von micq ein.

Anmeldung erbeten

Jetzt genügt der Befehl micq in der Shell, um das Tool zu starten (Abbildung 1). Es versucht zuerst, im Home-Verzeichnis des Anwenders die Datei ~/.micq/micqrc mit den Zugangsdaten zum ICQ-Server zu finden.

Abbildung 1: Starten Sie micq in der Shell

Ist dies nicht der Fall, erstellt der Client das Verzeichnis und ruft den Einrichtungsassistenten für ein neues ICQ-Konto auf. Sie werden aufgefordert, ein Passwort auszuwählen. Anschließend folgen Hinweise für den Fall, dass sich Ihr Rechner hinter einer Firewall befindet. Zum Abschluss der Registrierung bekommen Sie von ICQ-Server Ihre Benutzernummer, und Rüdiger Kuhlmann (der Autor von micq) wird Ihrer Kontaktliste hinzugefügt.

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LinuxUser 06/2012

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