ICQ in der Kommandozeile

Der direkte Draht

Zur schnellen Kommunikation ist selbst die E-Mail manchmal zu umständlich. ICQ bietet eine modernere Form der schnellen Kommunikation und Micq ist ein schlnaker Client für die Konsole.

Als textbasierter ICQ-Client begnügt sich micq, im Gegensatz zu anderen Programmen seiner Art, mit einem xterm oder der Textkonsole als Grundlage. Trotz seiner schlichten Oberfläche bietet er nicht weniger Features als seine schwergewichtigen Brüder. So sind Features wie Geburtstagsanzeige, Dateiübertragung oder Online-Registrierung kein Problem für ihn.

Von den Quellen zur Installation

Auf der Homepage des Projektes [1] finden Sie neben dem gepackten Quellcode sowohl Debian- als auch RPM-Pakete des Programms. Wenn Sie den ICQ-Client selber aus dem Quelltext übersetzen möchten, stellt dies kein Hindernis dar. Folgende Schritte sind notwendig, um die Archivdatei micq-0.4.10.5.tgz zu entpacken, zu kompilieren und zu installieren:

[andreas]~ > tar xvzf micq-0.4.10.5.tgz
[andreas]~ > cd micq-0.4.10.5
[andreas]~ > ./configure
[andreas]~ > make
[…]
[andreas]~ > su
Password: Root-Passwort
[root] # make install

Sie finden micq nun im Pfad /usr/local/bin, die Manual-Seiten unter /usr/local/man und die Übersetzungen zum Programm im Verzeichnis /usr/local/share. Weitere Details zum Kompilieren und Installieren für fortgeschrittene Anwender stehen in der Datei micq-0.4.10.5/INSTALL.

Ein besonderes Schmankerl für Debian-Anwender sind verschiedene Einträge auf der Micq-Homepage, die Sie einfach in die Datei /etc/apt/sources.list übernehmen, um das Programm über die Paketverwaltung [2] zu installieren. Tragen Sie einfach die folgende Zeile ein:

deb http://www.micq.org/deb/ stable main

Mit den Befehlen apt-get update und apt-get install micq spielen Sie dann automatisch die aktuelle Version von micq ein.

Anmeldung erbeten

Jetzt genügt der Befehl micq in der Shell, um das Tool zu starten (Abbildung 1). Es versucht zuerst, im Home-Verzeichnis des Anwenders die Datei ~/.micq/micqrc mit den Zugangsdaten zum ICQ-Server zu finden.

Abbildung 1: Starten Sie micq in der Shell

Ist dies nicht der Fall, erstellt der Client das Verzeichnis und ruft den Einrichtungsassistenten für ein neues ICQ-Konto auf. Sie werden aufgefordert, ein Passwort auszuwählen. Anschließend folgen Hinweise für den Fall, dass sich Ihr Rechner hinter einer Firewall befindet. Zum Abschluss der Registrierung bekommen Sie von ICQ-Server Ihre Benutzernummer, und Rüdiger Kuhlmann (der Autor von micq) wird Ihrer Kontaktliste hinzugefügt.

LinuxCommunity kaufen

Einzelne Ausgabe
 
Abonnements
 
TABLET & SMARTPHONE APPS
Bald erhältlich
Get it on Google Play

Deutschland

Ähnliche Artikel

Kommentare

Infos zur Publikation

LU 03/2017: EFFIZIENTES BÜRO

Digitale Ausgabe: Preis € 5,95
(inkl. 19% MwSt.)

LinuxUser erscheint monatlich und kostet 5,95 Euro (mit DVD 8,50 Euro). Weitere Infos zum Heft finden Sie auf der Homepage.

Das Jahresabo kostet ab 86,70 Euro. Details dazu finden Sie im Computec-Shop. Im Probeabo erhalten Sie zudem drei Ausgaben zum reduzierten Preis.

Bei Google Play finden Sie digitale Ausgaben für Tablet & Smartphone.

HINWEIS ZU PAYPAL: Die Zahlung ist ohne eigenes Paypal-Konto ganz einfach per Kreditkarte oder Lastschrift möglich!

Aktuelle Fragen

Probleme mit der Maus
Thomas Roch, 21.02.2017 13:43, 0 Antworten
Nach 20 Jahren Windows habe ich mich zu Linux Ubuntu probeweise durchgerungen!!! Installation - k...
KWin stürzt ab seit Suse Leap 42.2
Wimpy *, 21.02.2017 09:47, 0 Antworten
OpenSuse 42.2 KDE 5.8.3 Framework 5.26.0 QT 5.6.1 Kernel 4.4.46-11-default 64-bit Open-GL 2....
Shell-Befehl zur Installation von Scanner-Treiber
Achim Zerrer, 15.02.2017 12:13, 10 Antworten
Hallo, ich habe Einen Brother Drucker mit Scanner. Nachdem ich mit Hilfe der Community den Druck...
kiwix öffnet ZIM Datei nicht
Adrian Meyer, 13.02.2017 18:23, 1 Antworten
Hi, ich nutze Zim Desktop für mein privates Wiki. Fürs Handy habe ich mir kiwix heruntergelade...
registration
Brain Stuff, 10.02.2017 16:39, 1 Antworten
Hallo, Das Capatcha auf der Registrierungsseite von linux-community ist derartig schlecht gema...