Generation 2.6

01.02.2004

Liebe Leserinnen und Leser,

Kernel 2.6 ist nun endlich da. Auf jeden großen Versionssprung fiebert die Community monatelang hin, und mit dem Wechsel von Version 2.4 auf 2.6 können Sie sich auf etliche neue Features und Performance-Verbesserungen freuen.

Auf der Heft-CD finden Sie die Quellen von Kernel 2.6.0, doch wie immer bei einem solchen Major Release müssen wir hier die Warnung aussprechen: Durch die großen Änderungen, die ein solcher Versionssprung mitbringt, sind die ersten Versionen einer neuen Kernel-Linie oft nicht ausgereift, unterstützen nicht alle Geräte und können bei überraschenden Abstürzen auch Ihr Dateisystem mit in den Abgrund reißen. Setzen Sie die ersten Versionen der 2.6er Reihe also nicht auf Produktivsystemen ein, die wichtige und ungesicherte Daten enthalten!

Der sicherste und auch bequemste Weg zum Kernel-Update auf 2.6.x ist, einfach auf ein entsprechendes Paket Ihres Linux-Distributors zu warten – auch wenn das in vielen Fällen das Warten auf eine komplett neue Version der Distribution bedeutet. Damit gehen Sie dann aber sicher, dass das gesamte System auf den Einsatz der neuen Kernel-Generation vorbereitet ist.

Dynamische Gruppen

Der Titel der aktuellen Ausgabe, "Gruppendynamik", deutet es schon an: Im Fokus dieses LinuxUser stehen Programme, die Sie auf die eine oder andere Weise mit anderen Menschen in Kontakt bringen oder die Zusammenarbeit einfacher gestalten.

Den Auftakt bildet ein Vergleich der drei PIM-Applikationen Aethera, Evolution und Kontact (S. 28): Diese Tools integrieren jeweils Mail-Programm, Kalender und Adressbuch unter einer Oberfläche. Weiter geht es mit den Gruppenfunktionen von Office-Programmen (vor allem: OpenOffice); hier hilft z. B. der Überarbeitungsmodus, Dokumente im Team zu bearbeiten.

Mit GnomeMeeting (S. 38) wird Ihr Linux-PC zum Videotelefon, das schon über eine ISDN-Verbindung gute Bildqualität liefert. Web-Anwendungen wie Weblogs (S. 44) und Wikis (S. 48) können ebenfalls für die gemeinsame Projektarbeit eingesetzt werden. Schließlich bleibt noch der bild- und tonlose Chat im ICQ, dem wir uns in zwei Artikeln (mICQ: S. 52, centerICQ: S. 66) widmen.

Hans-Georg Eßer Chefredakteur

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