Für die Dateisynchronisation existieren bereits diverse Werkzeuge. Am bekanntesten sind sicherlich rsync und CVS. Dabei stellt rsync eher eine Einbahnstraße dar und führt Änderungen nicht in beiden Richtungen auf einmal durch. Ein CVS bietet zwar prinzipiell diese Funktionalität, ist für einen schnellen, unkomplizierten Abgleich einer Ordnerstruktur aber schlicht zu umständlich.
Klonen leicht gemacht
Was sind nun die Voraussetzungen? Sie wollen Unterschiede schnell und verlässlich erkennen, so dass ein Abgleich – über Betriebssystemgrenzen hinweg – leicht wird. Einfache Bedienung, sichere Übertragung der Änderungen, eine intelligente Abgleichsautomatik und dennoch differenzierte Eingriffsmöglichkeiten stehen ebenso auf der Wunschliste.
Dazu noch eine einfache Installation und eine komfortable Oberfläche, garniert mit kostenloser Verfügbarkeit – das bietet Ihnen das Tool unison von Benjamin C. Pierce [1].
Installation
Die Software ist für viele Plattformen verfügbar, was neben Linux, Solaris und Windows auch FreeBSD und MacOS X umfasst. Die aktuellste Version ist gewöhnlich nur im Quellcode vorhanden. Bei SuSE Linux 8.2 Professionell ist unison bereits enthalten. Sie installieren es bequem mit YaST.
Alternativ steht eine Binärversion auf der Unison-Homepage [1] zur Verfügung. Es handelt sich dabei lediglich um ein Archiv mit einer ausführbaren Datei. Dieses entpacken Sie in ein Verzeichnis, welches im Pfad liegt. Damit ist die Installation unter Linux bereits beendet.
Die Binärversion mit gtkui im Dateinamen enthält sowohl das Text- als auch das Grafik-Interface. Soll unison ausschließlich von einem Rechner aus eingesetzt werden, reicht auf dem entfernten Rechner die Textmodusversion.
Installieren Sie das Programm auf allen Rechnern, die Sie synchronisieren möchten. Dabei setzen Sie am besten jeweils die gleiche Version ein. Im Internet sind diverse RPM-Pakete und ein Debian-Paket verfügbar. Für die Installation des Programms auf anderen Plattformen beachten Sie Kasten 1, "Andere Betriebssysteme".
Gegebenfalls müssen Sie noch SSH installieren. Bei den üblichen Distributionen ist das in der Regel schon passiert.
Kasten 1: Andere Betriebssysteme
Windows und MacOS X unterscheiden leider nicht zwischen Klein- und Großschreibung. Probleme bereiten auch Umlaute in Dateinamen. Deshalb müssen per Hand vor dem ersten Replizieren die entsprechenden Dateien umbenannt werden.
Eine Windows-Version von unison ist im Internet [2] erhältlich, während Mac-User auf fink [3] zurückgreifen können. Außerdem sollte ein X-Server installiert sein. Die FAQ auf der Homepage [1] hilft hier weiter.



