deskTOPia: pogo

Button-Parade

Desktop-Accessoires wie Panel, Icons und Startmenü locken niemanden mehr hinter dem Ofen hervor. Pogo geht beim "Programmstart per Mausklick" vor allem in optischer Hinsicht neue Wege.

deskTOPia

Wie Ihr Linux-Desktop aussieht, bestimmen allein Sie. Mit deskTOPia nehmen wir Sie regelmäßig mit auf die Reise ins Land der Window-Manager und Desktop-Umgebungen, stellen Nützliches und Farbenfrohes, Hingucker und hübsches Spielzeug vor.

Wer sich schon lange einen flexiblen Programmstarter wünscht, dessen Suche findet mit Pogo (http://www.ibiblio.org/propaganda/pogo/pogo-2.2.tar.gz ) ein Ende. Anders als eine Task-Leiste oder Icons läuft Pogo in einem eigenen Fenster, das einzelne Buttons aufnimmt. Welche Funktionen das Programm anbietet, bestimmen allein Sie. Ob einfacher "Schaltkasten" für den Programmstart, System- oder Mail-Monitor: Es gibt wenig, was Pogo nicht für Sie sein will.

Frisch aufgespielt

Mangels fertiger Pakete müssen Sie Pogo selbst übersetzen. Dafür brauchen Sie libpng, libtiff, libjpeg, imlib1, XFree und die entsprechenden Development-Pakete. Entpacken Sie das pogo-2.2.tar.gz-Archiv, und wechseln Sie ins neu entstandene Verzeichnis pogo-2.2.

Dort liegt bereits eine fertig übersetzte Version des Programms, die auf Ihrem System wahrscheinlich nicht läuft. Entfernen Sie sie mit make clean, und kompilieren Sie Pogo durch Aufruf von make. Ein abschließendes su -c "make install" installiert Pogo im Anschluss an die Abfrage des root-Passworts nach /usr/local. Außerdem legt der Befehl die beiden Verknüpfungen pogo und pogo-remote im Verzeichnis /usr/bin an.

Solange man das Quellcode-Verzeichnis aufhebt, entfernt ein erneuter make clean-Aufruf als root die Software komplett aus dem System.

Generalprobe

Zum Warmwerden mit Pogo liefert sein Entwickler, Bowie J. Poag, eine umfangreiche Beispielkonfiguration mit, von der Sie Gebrauch machen, sobald Sie das Programm durch Eingabe von pogo in einem Terminalfenster starten. Es erzeugt dabei erst einmal viele Ausgaben.

Cleverles, die Pogo mit einem angehängten Kaufmanns-Und (&) von Anfang an in den Hintergrund schicken wollen, dürften an diesen verzweifeln, denn sie geben den Prompt nicht frei. Schicken Sie sie daher mit > /dev/null ins "schwarze Loch" Ihres Linux-Systems:

pogo > /dev/null &

Per Default präsentiert sich Pogo mit 64x64 Pixel großen Icons (Abbildung 1). Arbeiten Sie mit einer niedrigen Bildschirmauflösung, passen Sie deren Größe mit dem Aufrufparameter -s an. So beschert Ihnen pogo -s 32 32x32 Pixel große Bildchen.

Abbildung 1: Pogo nach dem ersten Start

Ein Klick mit der linken Maustaste auf einen der Buttons startet das in der Konfigurationsdatei /usr/local/pogo-2.2/configs/pogo.config definierte Programm. Welches das ist, blendet Pogo im Fenstertitel ein, sobald sich Ihr Mauszeiger über einer Schaltfläche befindet. Mit den beiden Pfeilschaltflächen an Position 1 und 3 wechseln Sie zwischen den vier mitgelieferten Konfigurationsdateien – welche Sie aktuell geladen haben, zeigt die Zahl auf dem Button dazwischen an.

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