Das richtige Maß
Zu Befehl: df, du
Who<C>du<C>nnit?
Das Programm df verrät nicht, welche Dateien am meisten Platz belegen. Dies finden Sie mit dem Befehl du ("disk usage") heraus. Rufen Sie du in Ihrem Home-Verzeichnis auf, arbeitet sich das Kommando rekursiv durch alle Unterverzeichnisse, und die Daten fliegen nur so über den Bildschirm – erst am Schluss erhalten Sie eine Zusammenfassung:
huhn@asteroid:~$ du […] 1740 ./.phoenix/default 1752 ./.phoenix 4 ./.mgp_fonts 16994640 .
Interessiert Sie nur das Endergebnis, hängen Sie die Option -s (--summarize) an. Auch für du gibt es den Parameter -h (--human-readable):
huhn@asteroid:~$ du -h […] 1.7M ./.phoenix/default 1.8M ./.phoenix 4.0k ./.mgp_fonts 17G .
Das Kommando kann auch gezielt auf bestimmte Dateiendungen oder einzelne Verzeichnisse losgelassen werden. Auch wenn der Aufruf du -s ~ eine Zusammenfassung für das Home-Verzeichnis ausgibt, wissen Sie immer noch nicht, wo genau der meiste Platz verbraucht wird. Eine Kombination aus mehreren Befehlen bringt Licht ins "Datendunkel":
huhn@asteroid:~$ du --max-depth=1 -m ~ | sort -rn | less 16597 /home/huhn 2748 /home/huhn/oggs 1530 /home/huhn/linuxuser 1483 /home/huhn/uni […]
Hier wird zunächst durch die Option --max-depth=1 festgelegt, dass nur eine weitere Unterverzeichnisstufe berücksichtigt wird. Der Parameter -m (--megabytes) bewirkt eine Ausgabe in MB. Diese wird durch das Pipe-Zeichen (|)an den Befehl sort weitergeleitet. Dessen Parameter -n bewirkt, dass Zahlen numerisch sortiert werden – normalerweise würde die Zahl 3 hinter 24 eingeordnet, da die ersten Zeichen (3 und 2) relevant sind. Durch die Option -r wird in umgekehrter Reihenfolge ("reverse") sortiert. So erscheint die größte Zahl an erster Stelle. Zum Schluss wird die Ausgabe dieser Befehlskombination an den Pager less weitergereicht, um das Ergebnis seitenweise betrachten zu können.



