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Das richtige Maß

Zu Befehl: df, du

01.01.2004 Programme wie df ("disk free") und du ("disk usage") geben Auskunft über die Auslastung des Dateisystems. Dabei verrät df, wieviel Platz auf den Partitionen verfügbar ist, und du gibt an, wieviele Blöcke tatsächlich belegt sind. Wir zeigen, wie Sie mit diesen beiden Tools "Speicherfressern" auf die Schliche kommen.

Zu Befehl

Auch wenn sich viele Dinge bequem über grafische Oberflächen wie KDE oder GNOME regeln lassen – wer sein Linux-System richtig ausreizen möchte, kommt um die Kommandozeile nicht herum. Abgesehen davon gibt es auch sonst viele Situationen, in denen es gut ist, sich im Befehlszeilendschungel ein wenig auszukennen.

Kein Grund zur Panik, aber dringender Handlungsbedarf besteht, wenn die Meldung "No space left on device" der einzige Hinweis darauf ist, dass es irgendwo im System Platzprobleme gibt. Linux bietet auf der Kommandozeile die beiden Programme df und du, die Ihnen zeigen, wo etwas "überläuft". Finden Sie mehr über belegte Blöcke, die prozentuale Belegung von Partitionen und die i-Node-Liste heraus und kombinieren Sie die Ausgabe geschickt mit anderen Befehlen, um die Übeltäter aufzuspüren.

Dateisysteme

Dateisysteme organisieren die Struktur von Dateien und Verzeichnissen auf physikalischen Geräten wie z. B. Festplatten oder CD-ROMs. Linux kann gleich mit mehreren Dateisystemen umgehen. Während vor einigen Jahren noch ext2 ("extended filesystem, version 2") als Standard galt, hat sich mittlerweile die nächste Generation mit ext3, ReiserFS, XFS oder JFS durchgesetzt.

Letztere sind Journaling-Dateisysteme: In einem Journal werden Änderungen am Dateisystem protokolliert. Dies passiert unmittelbar vor dem eigentlichen schreibenden Zugriff – der entsprechende Eintrag wird wieder entfernt, wenn die Änderung erfolgt ist. Bei einem unvorhergesehenen Systemabsturz muss nicht mehr die gesamte Platte auf eventuelle Fehler untersucht werden, stattdessen wird nur noch anhand des Journals überprüft, ob die letzten Änderungen wirklich durchgeführt wurden, und notfalls der Zustand vor dem Schreiben der Datei(en) wiederhergestellt.

Darüber hinaus kann Linux auch mit vfat (Windows 95, 98, Me) und NTFS (Windows NT, 2000, XP) umgehen. Der Befehl mount verrät, welche Dateisysteme gerade "eingehängt" sind:

huhn@asteroid:~$ mount
/dev/hda12 on / type ext3 (rw)
proc on /proc type proc (rw)
devpts on /dev/pts type devpts (rw,mode=0620,gid=5)
/dev/hda7 on /boot type ext2 (rw)
/dev/hda13 on /home type ext3 (rw)
/dev/hdb1 on /mnt/c type vfat (rw,gid=102,umask=007)
/dev/hdb5 on /mnt/d type vfat (rw,gid=102,umask=007)
usbdevfs on /proc/bus/usb type usbdevfs (rw)
/dev/hdd on /media/dvd type udf (ro,nosuid,nodev,unhide,user=huhn)

Alle Festplattenpartitionen und sonstige Datenträger (z. B. CD-ROM- oder DVD-Laufwerke) werden über Gerätedateien im Verzeichnis /dev angesprochen. Die Ausgabe des mount-Befehls zeigt nicht nur den Namen der Partition, sondern auch welches Dateisystem verwendet wird.

Freier Platz

Um etwas über die Auslastung der Partitionen zu erfahren, verwenden Sie den Befehl df (Kasten 1). In der ersten Tabellenspalte sehen Sie jeweils den Namen der Partition, in der zweiten Spalte die Anzahl der 1-KB-Blöcke, die auf der Partition vorhanden sind. Danach folgen Hinweise, wieviele davon bereits belegt sind und wieviele noch zur Verfügung stehen. Die Angabe in Prozent dahinter gestaltet das ganze etwas übersichtlicher. Zuletzt verrät das Kommando den Mount-Point.

Kasten 1: Ausgabe von df

huhn@asteroid:~$ df
Filesystem           1K-Blöcke   Benutzt Verfügbar Ben% Eingehängt auf
/dev/hda12             7882560   5214756   2267388  70% /
/dev/hda7               101086      4445     91422   5% /boot
/dev/hda13            82470800  41990020  36291432  54% /home
/dev/hdb1               521808    508080     13728  98% /mnt/c
/dev/hdb5              5756032   4933016    823016  86% /mnt/d
/dev/hdd               7392734   7392734         0 100% /media/dvd

Wer noch mehr wissen möchte, verwendet die Option -a (--all). Hier tauchen in der Ausgabe auch "Pseudo"-Dateisysteme wie die Prozessinformationen unter /proc auf. Die Option -T zeigt in einer zusätzlichen Spalte den Dateisystemtyp an, z. B. ext3 oder vfat.

Sind zusätzlich Dateisysteme aus dem Netz gemountet und sollen diese nicht in der Anzeige auftauchen, hilft der Parameter -l (--local). Weiter "beschränken" lässt sich die Ausgabe mit angehängter Option -h (--human-readable) – df rundet jetzt auf die nächstliegende Einheit auf oder ab (Kasten 2, oben). Anstelle von 1-KB-Blöcken wird nun in GB oder MB gezählt. Dabei tauchen die Angaben allerdings schonmal in unterschiedlichen Maßeinheiten auf, so dass die Spalte MB und GB einfach mischt. Außerdem sind die Angaben durch das Runden etwas ungenauer. Entscheiden Sie einfach selbst, ob Sie die Infos in KB (default, oder df -k) oder MB (df -m) sehen.

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