Schachtel oder Scheibe?
Schwerpunkt Distributionen
Geld oder Zeit?
Ansonsten galt grundsätzlich: Wir wollten nicht wissen, was sich eventuell doch noch irgendwie zum Laufen bringen lässt, wenn man nur lange genug Web-Seiten wälzt, Pakete herunterlädt, kompiliert und an Konfigurationen herumschraubt: Gerade bei den kommerziellen Distributionen sollte der Kunde oder die Kundin erwarten können, dass sie nicht allzu exotischen Anforderungen von sich aus entsprechen. Kostenlosen und Open-Source-Angeboten an dieser Stelle einen Bonus nach dem Motto "Ich bezahle zwar nichts, investiere aber statt Geld Zeit" zu geben, ist sicherlich gerechtfertigt, doch hielten wir es für falsch, Fehler und Funktionslücken aus diesem Grund zu verschleiern.
Dass die optimale Lösung wohl in der Mischung liegt, beweist Xandros: Die Distribution baut auf Debians in Entwicklung befindlicher Version Sarge auf und nutzt damit das Qualitätsmanagement des freien Projekts. Das wiederum gibt der Firma die Freiheit, sich nicht so sehr aufs Paketebauen, sondern auf Integration und Usability zu konzentrieren. Ein Ansatz, dessen Potential wohl auch Red Hat bewogen hat, Fedora "in die Freiheit zu entlassen".
Glossar
Usability
Auf Deutsch "Benutzbarkeit"; dem Fachbegriff liegt die Fragestellung zu Grunde, wie gut oder schlecht sich Geräte oder Programme an den Bedürfnissen der Anwender/innen orientieren.
Infos
[1] Rüdiger Berlich: "Fenster-Dekoration", Linux-Magazin 05/2003, S. 28 ff.
[2] Andreas Grytz: "Schöne neue Welt", LinuxUser 08/2002, S. 30, http://www.linux-user.de/ausgabe/2002/08/030-lycoris/lycoris.html
[3] Max Werner: "Linux ganz einfach?", LinuxUser 09/2003, S. 44 f.
[4] Andreas Grytz: "Finnisch by nature", LinuxUser 08/2002, S. 31
[5] NVidia-Software-Lizenz: http://www.nvidia.com/object/nv_swlicense.html



