Es wird gemütlich

Wer für seinen Desktop ein individuelles Hintergrundbild haben möchte, legt das Wunschmotiv über Einstellungen | Hintergrund des Kontextmenüs fest. Wesentlich mehr zu entdecken und zu konfigurieren gibt ihn im XFCE-Einstellungsmanager (Abbildung 4). Sie erreichen es über einen Klick auf den Werkzeugkasten im Panel.

Abbildung 3: Der Einstellungsmanager beinhaltet alle Konfigurationsmodule

Unter Fenstermanager entscheiden Sie, ob ein Fenster den Eingabefokus nur bekommt, wenn der Benutzer darauf klickt, oder schon, wenn sich der Mauszeiger einfach darüber bewegt. Ebenso stellen Sie ein, ob xfwm4, der XFCE-Fenstermanager, den Inhalt von Fenstern beim Verschieben und bei Größenänderungen anzeigt. Bei Registerkarte Dekorationsstil (Abbildung 4) fällt die Entscheidung schwer: Über 60 Fensterdekorationen, eine schöner als die andere, buhlen um Ihre Gunst. Sobald Sie einen Stil markieren, stülpt xfwm4 ihn allen Fenstern über, so dass sich eine Vorschaufunktion erübrigt.

Unter Benutzerschnittstelle wenden Sie sich den inneren Werten Ihrer Fenster zu, beispielsweise der Hintergrundfarbe und der Form von Buttons. Haben Sie das Paket gtk-xfce-engine eingespielt, ist die linke Auswahlbox gut gefüllt. Die mit xfce beginnenden Themes hat das Environment mitgebracht, alle anderen wurden entweder von Ihrem Distributor oder von Ihnen selbst installiert. SuSE-Linux-Anwender verpassen XFCE einen KDE-Look, indem sie Geramik auswählen - dieses Theme liefert SuSE mit.

Abbildung 4: GTK2-Themes im Überfluss

In den Dialogen Maus und Tastatur konfigurieren Sie die Eingabegeräte, so die Geschwindigkeit des Mauszeigers und die Tastaturwiederholrate. Auch das Panel hat einen eigenen Konfigurationsdialog, in dem Sie Größe und Ausrichtung einstellen. Auf Wunsch klappt XFCE es automatisch ein, wenn es nicht benutzt wird. Wenn Sie den Mauszeiger an den unteren Bildschirmrand bewegen, klappt es wieder aus. Langweilen Sie die Standardsymbole der Desktop-Leiste, suchen Sie sich einfach andere aus, etwa das BeOS-Theme (Abbildung 5).

Abbildung 5: Die neuen Icon-Themes von GTK2 bringen Farbe ins Panel

Anwendungsreigen

Das Panel kann jedoch mehr als nur gut aussehen: Mit wenigen Handgriffen wird es zum komfortablen Programmstarter. Für einige Standardanwendungen hat XFCE in der linken Panel-Hälfte schon so genannte Starter eingerichtet. Eine Ausnahme ist die in XFCE 4.0 neu eingeführte xfce4-iconbox für die Sie manuell einen Starter anlegen müssen. Sie stellt die minimierten oder auch alle Fenster in einer separaten Leiste dar, über die Sie die Anwendungen in den Vordergrund holen. Das Verhalten der Iconbox konfigurieren Sie im Einstellungsmanager unter dem Punkt Lil' Star Iconbox (siehe Abbildung 4). Den Starter legen sie an mit Neues Objekt hinzufügen | Starter aus dem Kontextmenü des Panels. Hinter Kommando kommt der Programmname und bei Icon definieren Sie ein Minibildchen für den neuen Button.

Damit die Starter sich nicht gegenseitig auf die Füße treten, bietet XFCE an, sie mit einem Menü zu versehen. Aktivieren Sie die Option Menü für Starter (Abbildung 6), stellt XFCE das neue Icon mit einem Pfeil dar. Ein Klick darauf öffnet schubladenartig ein Menü, über dessen Eintrag Starter hinzufügen Sie weitere Anwendungen einsortieren. Klicken Sie bei ausgeklappten Menü auf die untere Trennlinie, reißen Sie es vom Panel ab und platzieren es genau wie ein Fenster irgendwo auf dem Desktop.

Abbildung 6: Der Einstellungsdialog für neue Panel-Schaltflächen

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