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Platten partitionieren mit QtParted

Neu zugeschnitten

Um Festplatten zu partitionieren, verwendet man unter Linux klassisch das Kommandozeilen-Tool fdisk – Größenveränderungen vorhandener Partitionen sind damit aber nicht möglich. Wer bisher das kommerzielle Partition Magic einsetzte, findet in QtParted einen freien Clone für Linux.

Eines der Haupthindernisse bei der Installation von Linux ist lange Zeit die Tatsache gewesen, dass typische Komplett-PCs mit einem vorinstallierten Windows-System ausgeliefert werden, dessen "Laufwerk C:" die gesamte Festplatte belegt. War dies bis vor einigen Jahren meist eine FAT-Partition (Windows 95, 98, Me), ist jetzt NTFS das Standardformat (Windows NT, 2000, XP).

Zwar bieten einige aktuelle Linux-Distributionen (unter anderem SuSE Linux 9.0 und jüngere Mandrake-Linux-Versionen) inzwischen das Feature der verlustfreien NTFS-Verkleinerung, für die übrigen gilt dies aber noch nicht. So ist etwa der Versuch, Red Hat Linux oder eine ältere SuSE-Version auf einem solchen PC zu installieren, aussichtslos – wenn die Windows-Daten erhalten werden sollen.

Die Lücke im Installationsprogramm, die bisher nur durch kommerzielle Tools wie Partition Magic gefüllt werden konnte, lässt sich mit QtParted kostenlos überbrücken – zum Beispiel, indem Sie eine aktuelle Knoppix-CD booten, die enthält nämlich auch QtParted.

Installation

QtParted ist aus den Quellen [2] nicht ganz einfach zu installieren, es benötigt das Paket parted-1.6.6 und zum Bearbeiten von NTFS- und ReiserFS-Partitionen zusätzlich die Pakete ntfsprogs und reiserfs. Am einfachsten ist die Installation eines RPM- oder Debian-Pakets, solche QtParted-Pakete finden Sie unter [3], die übrige Software ist in der Regel Teil Ihrer Distribution.

Besser: Knoppix booten

Die Verwendung eines QtParted-Pakets, das Sie auf Ihrem Linux-System installieren, hat zwei Nachteile: Zum einen ist die Installation schwierig, zum anderen sind beim Einsatz des normalen Linux-Systems einige Partitionen gemountet.

Einfacher ist es daher, ein Live-Linux-System zu booten, das eine aktuelle QtParted-Version mitliefert – ein Beispiel dafür ist Knoppix.

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