Spiel mich ein, Scotty
KDE Update
Debian Linux
Unter Debian Linux führen Sie Updates bequem per apt-get durch. Leider ist diese automatisierte Prozedur nicht ganz unproblematisch, wie Forumsbeiträge und eigene Erfahrungen beweisen. Gerade auf installierten Knoppix-Systemen wird die bestehende KDE-Installation gerne einmal komplett zerschossen. Deshalb raten wir auf Debian oder Debian-basierten Systemen dringend zu einem vorherigen Backup aller Daten.
Fügen Sie der Datei sources.list im Verzeichnis /etc/apt folgende Zeile hinzu:
deb http://download.kde.org/stable/3.1.4/Debian stable main
Die Versionsnummer 3.1.4 ist dabei gegen die gewünschte KDE-Version auszutauschen. Ein anschließendes
apt-get update
in einem Terminal-Fenster oder auf der Kommandozeile bringt die interne Paketdatenbank wieder auf den neuesten Stand.
apt-get install arts kdelibs kdebase
spielt schließlich das KDE-Grundsystem auf Ihren Rechner. Weitere Pakete ergänzen Sie anschließend mit
apt-get <paketname>
Voraussetzung für diese Vorgehensweise ist eine bestehende Internet-Verbindung. Haben Sie die Dateien bereits auf Ihrem Rechner oder einem Datenträger, ersetzen Sie die Internet-Adresse im hinzugefügten Eintrag der Datei sources.list durch den entsprechenden absoluten Pfad. Stellen Sie diesem anschließend noch ein file: voran.
Bei Problemen kann es helfen, zunächst das installierte KDE-System komplett zu entfernen. Mit
apt-get --purge remove kdelibs4 libarts1
erledigen Sie dies. Hilft auch das nicht, können Sie die Pakete direkt mit dpkg einspielen:
dpkg -i <paketname>.deb
Beachten Sie auch hier die korrekte Paket-Reihenfolge.
tar-Archive
Das gezippte Tarball-Format (Endung .tar.gz) sollten Sie nur nutzen, wenn für Ihre Distribution keine Pakete bereitstehen. Da keine Versions- und Abhängigkeitsprüfungen durchgeführt werden, müssen Sie selbst sicherstellen, dass alle von KDE benötigten Bibliotheken und Programme in den korrekten Versionen installiert sind. Ebenfalls manuell muss die anschließende Konfiguration geschehen (siehe Kasten 3, Umgebungsvariablen).
Achten Sie beim Download darauf, dass Sie die Binärpakete gewählt haben – die erkennen Sie an der Zeichenfolge bin im Dateinamen. Der Quellcode kommt im gleichen Paketformat und trägt zur Unterscheidung die Zeichenfolge src (siehe Kasten 2, aus den Quellen).
Wechseln Sie auf der Kommandozeile zunächst per cd / in das Wurzelverzeichnis. Entpacken Sie dort die Pakete nacheinander per
tar xvfz <paketname>
Hierbei ersetzen Sie <paketname> durch den entsprechenden Dateinamen, dem Sie noch den Pfad zu den Paketen voranstellen müssen. KDE wird auf diese Weise im Verzeichnis /opt/kde3 abgelegt.



