Home / LinuxUser / 2004 / 01 / 3D-Modelle mit AC3D 4.0

Newsletter abonnieren

Lies uns auf...

Folge LinuxCommunity auf Twitter

Top-Beiträge

„Klickbunt auf dem Server? Warum nicht, wenn's hilft!"
(220 Punkte bei 8 Stimmen)
KDE 4.10.2, Gnome 3.6 und mehr
(143 Punkte bei 5 Stimmen)
Google schmeißt Jabber raus ...
(121 Punkte bei 4 Stimmen)

Heftarchiv

LinuxUser Heftarchiv

EasyLinux Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Partner-Links:

Das B2B Portal www.Linx.de informiert über Produkte und Dienstleistungen.

Zeichnen in der dritten Dimension

3D-Modelle mit AC3D 4.0

01.01.2004 Das Erschaffen dreidimensionaler Welten mit Povray ist mühsam und fehlerträchtig: Alle Objekte müssen in einer Textdatei definiert werden. AC3D schafft mit seinem grafischen Editor Abhilfe.

Gimp kann viel, aber nicht alles: Wer sich nicht auf Fotobearbeitung beschränken will, sondern eigene, realistisch erscheinende dreidimensionale Szenen erstellen will, kommt an 3D-Modellierung nicht vorbei. Das passende Standard-Tool in der Open-Source-Welt heißt Povray [6], doch trotz mittlerweile immer besserer grafischer Frontends [7] wie KPovModeler schreckt sein Programmieransatz beim Beschreiben der dreidimensionalen Szene viele zunächst ab.

Als Alternative bietet sich der kommerzielle Modellierer AC3D [1] an, eine preiswerte Software zum grafischen Entwerfen dreidimensionaler Welten, zur Modellierung von Zeichnungen und zum Gestalten von Objekten für PC-Spiele, das überdies bei Bedarf mit dem Renderer von Povray zusammenarbeitet. Mit Hilfe von Plugins lassen sich auch andere Objekte wie Flugzeuge für den Gliding Flight Simulator entwerfen.

Da seit der letzten Besprechung in unserer Schwesterzeitschrift Linux-Magazin [2] fast vier Jahre vergangen sind, war es an der Zeit zu schauen, wie sich das Programm, das jetzt in Version 4 vorliegt, entwickelt hat. Bereits ein Blick auf die unterstützten Import- und Exportformate (Tabelle 1) zeigt, dass sich in der Zwischenzeit einiges getan hat.

Tabelle 1: Von AC3D unterstützte Dateiformate

Format

Import

Export

3D-Studio 3DS x x
Lightwave x -
Alias triangle x x
DXF x x
VRML1 x x
VRML2 - x
Povray - x
Renderman RIB x x
Triangles x x
Direct X - x
Milkshape x x
Quake 3 bsp x -
MD2 x x
Wavefront OBJ x -
OFF x -

Woher nehmen?

Obwohl es sich um ein kommerzielles Programm handelt, muss niemand die Katze im Sack kaufen: Auf der Programm-Homepage finden Sie eine Shareware-Version der Software, die bis auf das Speichern und Exportieren von Zeichnungen den vollen Funktionsumfang bietet und nach 14 Tagen Benutzung die Arbeit einstellt.

Um das Programm zu aktivieren, kaufen Sie für 49,95 US-Dollar einen Registrierungsschlüssel, nach dessen Eingabe die Shareware-Version voll funktionsfähig wird; es ist also kein neuer Download nötig. LinuxUser-Leser(inne)n bietet der Hersteller unter [5] bis zum 31. Januar 2004 20 Prozent Rabatt. Für die Vollversion finden Sie auf der Programm-Homepage zusätzlich eine Reihe von Plugins.

Die Einrichtung des Programms gestaltet sich erfreulich einfach: Sie entpacken das Installationsarchiv ac3dlx.tgz mit dem Befehl

tar -xzvf ac3dlx.tgz

in ein Verzeichnis Ihrer Wahl, zum Beispiel /usr/local/, und rufen das Programm ac3d im neu entstandenen Verzeichnis ac3dlx auf (Abbildung 1). Da es statisch gelinkt ist, benötigen Sie keine weiteren Bibliotheken.

Abbildung 1: AC3D verdankt sein Aussehen dem Tk-Toolkit

AC3Ds Programmoberfläche ist in Tcl/Tk [8] geschrieben, die 3D-Darstellung mit OpenGL realisiert. Fast alle Bedienfunktionen versammeln sich in der Werkzeugleiste am linken Rand des Hauptfensters (Abbildung 2), wo man sie mit der Maus anspricht. Dort finden Sie Instrumente zum Auswählen, Erstellen und Manipulieren von Objekten, zur farblichen Gestaltung und zum Ändern der Ansicht. Zusammen mit einigen wenigen Tastaturkürzeln und der Werkzeugleiste am oberen Rand der Zeichenfenster haben Sie so das Programm im Griff.

Abbildung 2: Fast alle Funktionen bedient man über die Werkzeugleiste

Alles so primitiv

Zum Zeichnen bietet AC3D nur einen kleinen Satz von Primitiven an, aus denen Sie das gewünschte Objekt zusammensetzen: Es stehen Polygonlinien, geschlossene Polygonzüge, Kreise, Ellipsen, Rechtecke, Schachbrettmuster, Quader, Zylinder und Kugeln zur Verfügung (Abbildung 3). Diese Auswahl scheint zunächst etwas klein, beim Arbeiten mit dem Programm stellt sich aber schnell heraus, dass sich daraus durch Kombinieren einzelner Elemente alle wichtigen Formen gewinnen lassen. Komplizierte Objekte erzeugen Sie durch Manipulation von Polygonzügen, die Sie auf Knopfdruck in dreidimensionale Objekte umwandeln.

Abbildung 3: Aus diesen Primitiven lassen sich alle benötigten Formen gewinnen

Einen sehr guten Überblick über die Möglichkeiten, die das Programm bietet, und eine Basis für erste Experimente erhalten Sie, wenn Sie die mitgelieferten Beispiele im Verzeichnis models/sampels unterhalb des AC3D-Verzeichnisses öffnen. Wer weitere Inspiration sucht, findet unter [3] eine Reihe von Grafiken, die zeigen, was AC3D alles kann.

Das viergeteilte Fenster aus Abbildung 1 dient als Konstruktionsarbeitsplatz. Neben drei Ansichten des Modells, in denen Sie zeichnen, gibt es eine 3D-Anzeige, in der alle Änderungen an der Zeichnung sofort erscheinen. Dabei beeindruckt vor allem die Geschwindigkeit, mit der auch aufwändige Modelle dargestellt werden. In den Konstruktionsfenstern lassen sich einzelne Objekte ein- und ausblenden, was dabei hilft, auch bei komplizierten Szenen den Überblick zu behalten. Alle Objekte dürfen zudem mit einem Namen versehen und zur gemeinsamen Bearbeitung in Gruppen zusammengefasst werden (Abbildung 4).

Abbildung 4: Objekte benennen

Einem Freund empfehlen    Druckansicht Bookmark and Share
Kommentare

1151 Hits
Wertung: 55 Punkte (2 Stimmen)

Schlecht Gut

Infos zur Publikation

Infos zur Publikation

title_2013_06

Aktuelle Ausgabe kaufen:

Heft bestellen Heft als PDF kaufen

LinuxUser erscheint monatlich und kostet in der Nomedia-Ausgabe EUR 5,95 und mit DVD EUR 8,50. Weitere Informationen zum Heft finden Sie auf der LinuxUser-Homepage.

Im LinuxUser-Probeabo erhalten Sie drei Ausgaben für 3 Euro. Das Jahresabo (ab EUR 60,60) können Sie im Medialinx-Shop bestellen.

Tipp der Woche

Emacs als Psychologe
Emacs als Psychologe
Tim Schürmann, 21.05.2013 11:49, 0 Kommentare

Wer beim Schreiben in Emacs nicht mehr weiter weiß oder schier an einer Programmieraufgabe verzweifelt, der kann den eingebauten Psychologen um Rat fragen.

1966 entwickelte der Infor...

Aktuelle Fragen

Kontakt via QR code hinzufügen
Herman Sproesser, 17.05.2013 17:46, 3 Antworten
Hi hab in der aktuellen ausgabe 06.2013 den artikel über QR Codes gelesen. Ich hab nartürlich...
Dateimanager Dolphin, wo legt er die Datei Kommentare ab?
Uwe Heine, 16.05.2013 15:19, 1 Antworten
Suse Linux 12.1 - KDE 4.7.2 / Dolphin 1.7. Ich habe bei vielen Dateien über Dolphin Kommentare...
wie baut man Kernel Module so, dass sie mit jedem Kernel laden?
GoaSkin , 22.04.2013 10:22, 1 Antworten
Hallo, baut man anhand eines Kernel-Sources Module, nutzt Linux im Normalfall eine strikte V...
Problem beim Installieren von SuSe 12.3
Georg Prokert, 14.04.2013 00:04, 16 Antworten
Hallo, auf meinem neuem Laptop (Acer Aspire V3-771, Intel Core i5-3230 M, Intel HD Graphics 4...
lvm wieder loswerden
Peter Dibbern, 11.04.2013 16:28, 4 Antworten
Ich habe sämtliche alten Kisten ausgeschlachtet und aus der Teilen einen Rechner zusammengeschrau...