VDR basierte von Anfang an darauf, dass die Videodaten einfach nur auf der Festplatte gespeichert werden, ohne sie umzuwandeln. Dementsprechend sind alle VDR-Aufnahmen MPEG-Streams, die sich mit einem DVD-Player nicht abspielen lassen.
Für die Portabilität wäre es optimal, die Aufnahmen in eine reguläre Video-DVD umzuwandeln. Auf ein DVD-Menü muss derzeit allerdings noch verzichtet werden, der Aufwand ist dafür zu groß.
Installation
Für die Konvertierung bedarf es einiger Tools ([1-4]), zudem benötigen Sie ein DVD-Brennprogramm, etwa cdrecord-proDVD [5]. Beginnen Sie mit der Installation von VDR-Sync [1]; entpacken Sie das Paket und kopieren Sie das enthaltene Perl-Skript vdrsync.pl nach /usr/bin/.
Das Transcode-Paket von [2] entpacken Sie im Verzeichnis /usr/src/, wechseln in das neu entstandene Verzeichnis und rufen den üblichen Dreischritt ./configure && make && make install auf. Dazu benötigen Sie die üblichen Entwicklungsbibliotheken, unter SuSE Linux 8.2 sind das die Paketserien C/C++ Compiler und Werkzeuge und Entwicklung (erweitert). Auf die gleiche Weise übersetzen und installieren Sie anschließend DVD-Author von [3].
Als letztes kopieren Sie das Per-Skript convert.pl aus dem Paket von [4] nach /usr/bin und die ebenfalls im Paket enthaltene Datei reccmds.conf in das Konfigurationsverzeichnis von VDR (etwa /etc/vdr). Im Skript convert.pl, gleich am Anfang, müssen Sie den in der Variablen $OUTPUT gespeicherten Pfad anpassen, in jenem Verzeichnis werden später die konvertierten Dateien abgelegt. Zum Abschluss der Installation müssen Sie VDR neu starten.
Bedienung per Fernbedienung
Die Konvertierung wird über die Fernbedienung angestoßen. Dazu öffnen Sie das Aufzeichnungsmenü, wählen den gewünschten Film (Abbildung 1) und drücken die rote Taste. Im jetzt angezeigten Menü wählen Sie den ersten Punkt, als DVD Exportieren, worauf der Film für die Konvertierung vorgemerkt wird.
Die eigentliche Konvertierung läuft separat über einen Cron-Job ab. Dazu tragen Sie zum Beispiel folgende Zeile in die Datei /etc/crontab ein:
0-59/5 @L: * @L: * @L: * @L: * convert.pl -q -s
Damit überprüft convert.pl alle fünf Minuten die Datei /etc/vdr/toconvert.txt, ob noch Filme zu konvertieren sind, und beginnt bei Bedarf mit dem ersten – eine parallele Konvertierung mehrerer Filme findet nicht statt. Das Ergebnis wird standardmäßig im Verzeichnis /pub/export/ abgelegt.



