Noch mehr Groupware-Lösungen für KDE, ein neuer Release-Kandidat für das Office-Paket und KDEs Debüt in der TV-Kultserie “24” begleiten die KDE-Gemeinde beim Endspurt zum KDE-3.2-Release.
Groupware und kein Ende
Der Markt für Groupware-Lösungen unter Linux bleibt in Bewegung: Nach Kolab (siehe Heft 09/2003) und Aethera (wir berichteten in Ausgabe 11/2003) bietet jetzt auch die PHP-basierte Groupware-Suite eGroupWare (http://www.egroupware.org/) eine Anbindung an KDE.
Auf der Linux World Expo in Frankfurt präsentierten deren Macher, wie KOrganizer und KAddressbook mit dem eGroupWare-Server zusammenspielen. Sie tun das über XML-RPC; die Lösung stammt von Tobias König vom KDE-Projekt und Ralf Becker von eGroupWare. Dabei dient eGroupWare (Abbildung 1) als Datenspeicher und Web-Frontend für die KDE-Clients.
KDE hilft Jack Bauer
In den Vereinigten Staaten besitzt die Echtzeit-Krimiserie “24” bereits Kult-Status, aber auch hierzulande gewinnt die Hauptfigur Jack Bauer immer mehr Anhänger. Ab der dritten Staffel dürften es besonders unter KDE-Fans noch mehr werden, denn wie aus den USA zu hören ist, hat man dort das Betriebssystem gewechselt: Statt MacOS setzt die Antiterror-Einheit CTU jetzt Linux und KDE ein. Interessanterweise benutzen sie dabei einen drei Jahre alten KDE-1.x-Desktop (Abbildung 2). Trotz allem Terror-Stress: Zeit für ein Update, Jungs!
Neuer Release-Kandidat für KOffice
Beta-Tester aufgepasst: Wer beim derzeitigen Release-Marathon des Office-Pakets mitmacht, sollte sich schleunigst den gerade veröffentlichten ersten Release-Kandidaten zur nächsten Version, KOffice 1.3 RC1 , besorgen. Dieser beseitigt nämlich den mittlerweile berühmt-berüchtigten Filedialog-Crash beim Sichern eines Dokuments.
Außerdem haben die Entwickler aber auch das eine oder andere neue Feature eingebaut. So machten die Filter große Fortschritte: Die neue Version unterstützt nun endlich auch Word-6- und -7- (also Word-95-)Dokumente; auf der Export-Seite versteht der RTF-Filter Überschriften und Listen, und auch die Tabellen-Generierung funktioniert jetzt richtig. Links zu den Source-Code- und Binär-Paketen finden Sie unter http://www.koffice.org/releases/1.3rc1-release.php.
Atlantik springt auf den KSVG-Zug auf
Wie wir bereits in der letzten Ausgabe an dieser Stelle berichteten, wird KSVG, KDEs Implementation der skalierbaren Vektorgrafik-Spezifikation, komplett in KDE 3.2. integriert. Bereits kurz danach ließ Atlantik-Entwickler Rob Kaper verlauten, dass künftig KSVG bei der Darstellung der Brettspiel-Frontends zum Einsatz kommt. Er erwartet sich davon fantasievollere Icons für das ehemals als KMonop bekannte Programm (http://unixcode.org/atlantik/), mit dem sich Spieler zu einem Monopd-Brettspiel-Server (http://unixcode.org/monopd/) verbinden.
Schon länger besteht der Wunsch, neben Monopoly auch andere Spiele zu unterstützen. Durch den Einsatz von Vektor-Grafiken hofft das Projekt, diesem Ziel näher zu kommen, da die Formen der Brettspiele künftig nicht mehr vom Original-Layout abhängig sind, sondern allein von der Vorstellungskraft und dem Können der SVG-Grafiker. Derzeit überlegen die Entwickler, mit der Implementation von KBattleship (Abbildung 3) den Anfang zu machen.
Putzkolonne gesucht!
Je näher die Veröffentlichtung von KDE 3.2 rückt, desto schneller füllt sich das Bugtracking-System des KDE-Projekts unter http://bugs.kde.org/. Eine gute Sache, denn je detaillierter die Fehlerbeschreibungen, um so schneller können die Entwickler die Bugs beheben.
Allerdings finden sich im System auch viele alte Fehlermeldungen. Hier ist Ihre Hilfe gefragt: Spielen Sie Putzkolonne für das KDE-Projekt! Unter http://kde.ground.cz/tiki-index.php?page=Bug+Triage finden Sie eine ausführliche Anleitung, wie Sie – ganz ohne Programmierkenntnisse – helfen, alte Bugs schnell aus der Liste zu beseitigen.
Shell-Skripte mit KDE
Shell-Skripte und KDE müssen kein Gegensatz sein, sondern ergänzen sich perfekt, wie ein neues Tutorial von Brad Hards beweist. Unter http://developer.kde.org/documentation/tutorials/kdialog/t1.html stellt er eine ausführliche, mit vielen Anwendungsbeispielen gespickte Anleitung bereit, die den Umgang mit Kdialog erklärt, einen Programm, das es ermöglicht, KDE-Dialoge in Shell-Skripten zu nutzen.
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+ + + KDE 3.2 (Vorschau) + + + KDE 3.2 (Vorschau) + + +
Die erste KDE-3.2-Beta “Rudi” ist da! KHotkeys verfügt ab sofort über eine grafische Oberfläche, KOrganizer unterstützt jetzt Todo-Anhänge, und das Datenbank-Frontend Kexi wurde um einen PostgreSQL-Treiber ergänzt. Neuigkeiten gibt’s auch beim Instant-Messaging-Programm Kopete. Dieses bekam ein “Abwesend”-Plugin sowie einen neuen Konfigurationsdialog für Plugins spendiert. Das KDE-Kontrollzentrum besitzt nun einen neuen Dialog für die Stil-Konfiguration, und khtml unterstützt das jng-Bildformat.
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Ein neues Plugin ist derzeit für KDevelop in der Mache. Künftig unterstützt die Entwicklungsumgebung auch Subversion, ein zum bekannten CVS alternatives Revisionskontroll-System. Zudem stellt das KDE-on-Cygwin-Projekt nunmehr Pakete von KDevelop 3.0 Alpha 7 unter http://sourceforge.net/project/showfiles.php?group_id=27249 zum Download bereit.
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Nach einem Haufen neuer Features gibt es jetzt auch noch neue Icons (Abbildung 4) für das beliebte Brennprogramm K3b. Laden Sie sich das Paket unter http://www.kde-look.org/content/download.php?content=8687 herunter, und entpacken Sie den darin enthaltenen Ordner k3b nach ~/.kde/share/apps.
Glossar
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XML-RPC
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Abkürzung für “XML-Remote Procedure Call”, eine Spezifikation und Referenzimplementierung für Remote Procedure Calls, also Funktionsaufrufe zwischen Internet-Applikationen, die auf verschiedenen Rechnern laufen, wie zum Beispiel Marktplätzen oder Shop-Systemen. Der Datentransport wird über das http(s)-Protokoll abgewickelt, die Funktionsaufrufe als XML-Darstellung übermittelt. So lassen sich Internet-Applikationen leicht über System- und Programmiersprachen-Grenzen hinweg koppeln.
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Web-Frontend
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Der Teil einer Internet-Anwendung, der für den Benutzer im Web-Browser sichtbar ist.
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jng
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Abkürzung für “JPEG Networks Graphics”, ein Bildformat, das eine Mischung aus PNG und JPEG darstellt. Damit lassen sich auch Fotos mit Transparenzeffekten versehen.








