Distri-Bits
Klein, stark, schnell
In Siebenmeilenstiefeln schreitet die Entwicklung von Damn Small Linux (http://www.damnsmalllinux.org/) voran. Entwickler John Andrews hat die nur etwa 45 MByte große Live-Distribution weiter verbessert und um einige Programme erweitert. So findet als grafischer Browser jetzt Dillo in einer gepatchten Version mit Tabbed-Browsing Verwendung, das E-Mail-Programm Sylpheed bereichert die Distribution ebenso wie der Datei-Manager emelfm. Wer einen größeren Browser benutzen mag und über die nötige Bandbreite verfügt, lädt sich Firebird aus dem Netz nach.
Wie der große Bruder Knoppix kann auch Damn Small Linux komplett in den Arbeitsspeicher kopiert werden, damit das CD-Laufwerk, von dem es gestartet wurde, wieder frei wird.
Mandrake zerstört Laufwerke
In die neueste Version der französischen Distribution hat sich ein schwerer Fehler eingeschlichen: Einige CD-ROM- und DVD-Laufwerke der Firma LG werden unbrauchbar, wenn Sie versuchen, von ihnen aus Mandrake 9.2 zu installieren (http://www.mandrakelinux.com/en/errata.php3). Grund für diesen Fehler ist eine neue Firmware in dieser Hardware, bei denen der Befehl zum Leeren des Laufwerkcaches zum Löschen der Firmware führt. http://www.mandrakelinux.com/en/lgerrata.php3 führt aus, welche Geräte mit der fehlerhaften Firmware ausgestattet sind und welche funktionieren. Mandrake bietet mittlerweile einen neuen Kernel an, der das Problem behebt. Er ist beispielsweise unter ftp://ftp.tu-clausthal.de/pub/linux/mandrake/updates/9.2/RPMS/ zu finden und lässt sich mittels MandrakeUpdate oder rpm -Fvh kernel@L: *.rpm einspielen. Bis zum Erscheinen dieses Heftes wird dieser Kernel auch in den ISO-Images und auf den CDs enthalten sein.



