Zunder und Feuerstein
DVDs brennen mit CD-Record-ProDVD, Grow-Iso-FS und DVD-Record
DVD+RW löschen
Die wiederbeschreibbaren DVD+RW-Medien lassen sich erfreulich leicht händeln. Sowohl beschriebene als auch neue Medien müssen zunächst formatiert werden:
dvd+rw-format -f /dev/scd0
Eine geschlossene DVD-Session erleichtert es, die Scheibe auf anderen Systemen zu lesen. Das besorgt die Format-Option
dvd+rw-format -lead-out /dev/scd0
Fazit
Einfache Daten-DVDs sind unter Linux in der Regel kein Problem, insbesondere cdrecord-ProDVD und growisofs unterstützen nahezu alle Brenner und Medien. Aufwändige DVD-Masterings für Video- oder Audio-DVDs dagegen immer noch. Wie Sie auch einfache Video-DVD-Titel unter Linux erzeugen, beschreibt der entsprechende Artikel in diesem Heft. Wenn das Brennen auf der Kommandozeile klappt, funktioniert natürlich auch ein beliebiges grafisches Frontend, zum Beispiel XCDRoast [5] oder K3B [6]. Auch über die erfahren Sie mehr in einem eigenen Artikel.
Glossar
DVD
Die Digital Versatile Disk ist die Nachfolgerin der CD mit deutlich erhöhter Speicherkapazität. Sie ist ähnlich aufgebaut wie die CD, die Spezifikationen sind jedoch nicht offengelegt, sondern werden von einem Konsortium überwiegend japanischer Unternehmen bestimmt und verwaltet. Hauptsächlich durch größere Schreibfläche und engeres Beschreiben erhält eine DVD ihre Kapazität von etwa 4,7 GB. Es gibt doppelseitige DVDs, die eigentlich nur zwei gegeneinander geklebte DVDs sind, und DVDs mit zwei Schichten, so dass sich je nach Bauweise Gesamtkapazitäten von bis zu 15,9 GB ergeben.
DVD-R und DVD-RW
Der DVD-R-Standard beschreibt analog zur CD-R einen einmal beschreibbaren Datenträger. DVD-R wird von den meisten Geräten unterstützt. Wie bei den CDs, zu denen sich schnell die CD-RWs gesellten, wurden zu den DVD-Rs die mehrfach beschreibbaren DVD-RWs entwickelt.
DVD+R und DVD+RW
Das Lager der Hersteller von DVD-Brennern hatte sich schon frühzeitig in zwei Lager gespalten: Als sich das DVD-R-Format als De-Fakto-Standard abzeichnete, versuchten einige Hersteller noch schnell, ein eigenes Format auf dem Markt durchzudrücken.. Noch hat keines der beiden Lager den Markt an sich reißen können, und so existiert für DVDs der "zweite" Standard DVD+R(W).
DVD-RAM
Dieses Format bietet Platz für bis zu 4,8 GB und kann theoretisch 100.000 mal wiederbeschrieben werden (DVD+/-RW theoretisch bis 1000 mal). Es funktioniert unter Linux ohne zusätzliche Treiber oder Tools, die Medien sind jedoch auch die teuersten.
SCSI
Das Small Computer Systems Interface ist ein Bus, der Daten zwischen den angeschlossenen Geräten und der SCSI-Controllerkarte führt. Weil der Bus auch aus dem Computer-Gehäuse heraus geführt werden kann, können flexibel je nach Typ bis zu 15 Geräte auch extern angeschlossen werden. Es gibt inzwischen die Typen SCSI-2, Fast-SCSI, Ultra-SCSI, Wide-SCSI, Ultra-Wide-SCSI und Ultra2Wide-SCSI.
IDE
Integrated Drive Electronics ist kein Bus, sondern eine Schnittstelle, an die maximal zwei Geräte angeschlossen werden können. Der Controller unterscheidet die beiden anhand der Einstellung mit Jumpern, die eines der Geräte als Master, das andere als Slave identifizieren. EIDE bedeutet Enhanced IDE und durchbricht die alte 504-MB-Grenze für angeschlossene Festplatten. ATA erweitert den EIDE-Standard. IDE-Schnittstellen unterscheiden nach der Übertragungsgeschwindigkeit zwischen UDMA/33, UDMA/66, UDMA/100 und UDMA/133, wobei die Zahlen die maximale Übetragungsrate in MB/s bezeichnen.
Infos
[1] DVD-R-Tools mit dvdrecord: http://www.nongnu.org/dvdrtools/
[2] DVD+RW-Tools mit growisofs und dvd+rw-format: http://fy.chalmers.se/~appro/linux/DVD+RW/
[3] CD-Record und CD-Record-ProDVD: http://www.fokus.gmd.de/research/cc/glone/employees/joerg.schilling/private/cdrecord.html
[4] RPM-Suchmaschine: http://www.rpmseek.com/
[5] Projekt-Homepage von X-CD-Roast: http://www.xcdroast.org/
[6] Projekt-Homepage von K3b: http://k3b.sourceforge.net/



