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01.12.2003

Google Hacks

Mit dem Buch "Google Hacks" erschließen sich dem Leser nicht nur viele Möglichkeiten, die die Internet-Suchmaschine nicht so offensichtlich anbietet, sondern es hilft auch bei der Integration der Google-Features in eigene Projekte.

Die Hacks-Reihe aus dem O'Reilly-Verlag baut auf der Annahme auf, dass Anwender schon grundsätzlich mit einer Software umgehen können und nun mehr ins Detail gehen wollen. Hier geht es um Expertenwissen, und so ist es nur logisch, dass die Bücher zwar von ein bis zwei Autoren zusammengestellt werden, aber in der Regel viele Tipps aus einem Team verwerten – so auch in diesem Fall.

Das Buch, das zur Zeit nur in Englisch vorliegt, gliedert sich in zwei Teile: Im ersten Teil, der sich vorwiegend an den Anwender richtet, geben die Autoren Tara Calishain und Rael Dornfest Tipps zur effizienten Benutzung der Suchmaschine. Im zweiten Teil geht es vor allem um die Integration der Google-Suchfunktion in eigene Software.

Für den Anwender ist das Buch in jedem Fall eine Hilfe: Fast jeder, der die Google-Seite zur Recherche einsetzt, findet die Fülle der Ergebnisse eher frustrierend, als dass sie neue Erkenntnisse bringt. Hier heißt das Zauberwort Einschränkung.

Die Möglichkeiten von Google gehen weit über die simple Logik des Ausschlusses von Begriffen hinaus. So kann der Anwender beispielsweise in URLs, Titeln oder nur im Textkörper von Web-Seiten nach einer Kombination von Begriffen suchen. Darüber hinaus bietet Google ja noch die Suche nach bestimmten Dateitypen und Arten von Daten an, wie beispielsweise Newsgroup-Artikel.

Trotz aller Möglichkeiten, die Google zur Spezifizierung der Suchergebnisse bietet, bleibt die Fülle der Resultate doch mitunter sehr groß, so dass der Wunsch nach automatischer Verarbeitung wachsen könnte. Benutzt man dazu nicht die Google-API, muss man allerdings mit Sanktionen rechnen. Der Suchmaschinenanbieter sperrt mitunter sogar die IP-Adressen, von denen nicht-autorisierte Anfragen kommen.

Das Buch zeigt eine ganze Reihe legaler Wege, wie man Suchergebnisse und Suchmasken in eigene Software einbindet – sei es in Web-Seiten oder Stand-alone-Anwendungen. Diese Hacks sind mit zahlreichen Quellcode-Beispielen garniert, so dass der Leser sich leicht zurechtfindet.

Im Prinzip ist das Buch eine Pflichtlektüre für jeden, der auf die Recherche im Internet angewiesen ist. Die lose Sammlung von Hacks lädt zudem dazu ein, immer mal wieder einen Blick in das Buch zu werfen. Etwas Nützliches ist meistens dabei.

Info

Titel: Google Hacks
Autor: Tara Calishain; Rael Dornfest
Verlag: O'Reilly-Verlag
ISBN: 0-596-00447-8
Preis: 24,95 USD
URL: http://www.oreilly.com

User Interface Design

Wer hat sich nicht schon einmal über eine Software geärgert, die eigentlich sehr nützlich erscheint, aber deren Interface voller Haken und Ösen steckt? Mit der deutschen Ausgabe von "User Interface Design" von Ben Shneiderman liegt schon seit einiger Zeit ein Buch vor, das eine Fülle von Aspekten rund um die Benutzerschnittstelle erörtert und Tipps gibt, wie man bessere Eingabemasken und Dialoge konstruiert.

Das Buch ist eine wertvolle Quelle für alle, die sich theoretisch oder praktisch mit dem Thema befassen wollen oder müssen. Es bietet jedoch mehr als einfache Anweisungen: So vermittelt es umfassend die Entwicklungslinien, die bisher auf diesem Gebiet eingeschlagen wurden.

Jedes Kapitel wird durch einen umfangreichen Literaturindex ergänzt, der die angesprochenen Themen vertieft und zum Weiterlesen ermuntert. Der Autor beleuchtet das Thema von vielen Seiten, so dass der Leser versteht, mit welchem Maß er messen muss, um effiziente Kommunikation zu erreichen. Vor allem kann das Buch dabei helfen, nicht die gleichen Designsünden zu begehen wie schon Generationen von Programmierern.

Info

Titel: User Interface Design
Autor: Ben Shneiderman
Verlag: Mitp
ISBN: 3-8266-0753-8
Preis: 50 Euro
URL: http://www.mitp.de
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LinuxUser 06/2012

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