Geteilte Dateien
Access Control Lists einrichten und anwenden
Woher nehmen?
ACL-Neulinge haben es leicht, da sie sich das Sichern bisheriger ACLs sparen können. Um ACLs nutzen zu können, benötigen Sie die folgenden vier Pakete: e2fsprogs (sollte in der Regel schon installiert sein), libattr, libacl und acl sowie einen Kernel-Patch, den Sie unter [2] finden oder der Heft-CD entnehmen.
Zuerst passen Sie den Kernel an. Entpacken Sie dazu die Kernel-Quellen in das Verzeichnis /usr/src/linux. Speichern Sie nun in /usr/src/ den Patch und wechseln Sie anschließend in linux. Dort patchen Sie die Kernel-Quellen mit
root@maus:linux# zcat ../linux-a.b.cacl-x.y.z.diff.gz | patch -p1
Konfigurieren Sie den Kernel, indem Sie in der Datei .config im aktuellen Verzeichnis die ACL-Optionen setzen:
CONFIG_FS_POSIX_ACL=y CONFIG_EXT3_FS_XATTR=y CONFIG_EXT3_FS_POSIX_ACL=y CONFIG_EXT2_FS_XATTR=y CONFIG_EXT2_FS_POSIX_ACL=y
Danach wird wie gewohnt der Kernel neu erstellt und installiert. Spielen Sie dann die RPM-Pakete der anderen Bibliotheken und Tools ein. Eine genaue Anleitung finden Sie unter [3].
Um die Fähigkeiten von ACLs im Dateisystem zu nutzen, bleibt nur noch ein kleiner Schritt: ein Änderung in der Datei /etc/fstab. Hier tragen Sie bei den Mount-Option für das betreffende Dateisystem den Eintrag acl ein. Die Dateisysteme Xfs und Jfs brauchen diese Option allerdings nicht.
Glossar
named pipes
Die "Pipeline mit Namen" ist ein Sondertyp einer temporären Datei, die nach dem FIFO-Prinzip geschrieben und gelesen wird.



