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Soundbastelkasten

Musiksynthese mit BEAST

Sequenzer

Es geht natürlich auch ganz ohne MIDI-Keyboard – indem wir diesmal ein komplexeres Signal komplett in Software generieren und vom eingebauten Sequenzer ansteuern lassen. Dazu nehmen wir ein oberwellenreiches Sägezahnsignal, das ein Oszillator (Audio Sources / Standard Oscillator) liefert, bei dem wir als Wellenform Sägezahn einstellen.

Dazu klicken wir das gerade platzierte Piktogramm mit dem linken Mausknopf an und überzeugen uns im Parameterfenster davon, dass als Wellenform (Wave) Falling Saw oder Rising Saw eingestellt ist. Welche der beiden ist in diesem Fall egal. Außerdem färben wir das Signal mit einem nachgeschalteten Tiefpassfilter ein, dessen Grenzfrequenz wir auf 96 Hertz festlegen, und verstärken die Modulation der Grenzfrequenz, indem wir ein Häkchen neben Exponential FM setzen sowie einen Modulationsbereich von drei Oktaven angeben.

Um den Anschlageffekt zu verstärken, modifizieren wir die Grenzfrequenz des Filters zusätzlich durch das Hüllkurvensignal. Den dabei zum Einsatz kommenden WaveShaper aus der LADSPA-Plugin-Kollektion von Steve Harris (siehe Seite 2#) kann man zur Not auch weglassen. Es lohnt sich jedoch, diese Plugins zu installieren; sie erweitern das Spektrum der Möglichkeiten beträchtlich.

Abbildung 5: Ein erstes Instrument: das Synthesenetz POrgan

Das fertige Synthesenetz des wegen seines orgeligen Klangs "POrgan" getauften Instruments lässt sich in Abbildung 5 bewundern. Nicht das externe MIDI-Keyboard soll es diesmal ansteuern, sondern der interne, recht spartanisch ausgestattete Sequencer.

Project / New Song öffnet den "Komponisten-Arbeitsplatz", auf dem Tracks / Add eine neue Spur anlegt (Abbildung 6). In der Spalte Synth der Spurenliste legen wir nun unser Synthesenetz als Instrument für die Wiedergabe der Noten auf dieser Spur fest. Ein Klick auf die Zeitlinie der Spur rechts daneben erzeugt einen neuen Spurabschnitt, Part genannt.

Abbildung 6: Ein Blick auf den Arbeitsplatz für Hobby-Komponisten, den Song-Editor

In der Werkzeugleiste wählen wir nun den Editor aus und klicken auf den neuen Spurabschnitt; eine Beispielmelodie finden Sie in Abbildung 7. Im Part-Editor fügt ein Klick mit der linken Maustaste Noten ein, deren Länge man rechts neben dem Paste-Knopf in der Werkzeugleiste einstellt. Außerdem bietet der Quantisierungsknopf eins weiter rechts die Möglichkeit, Noten am Raster auszurichten.

Abbildung 7: Im "Notenblatt", dem Part-Editor, komponiert man seine Melodie

Mit Effekten

Eine kleine Effektstrecke soll den Ausgangspegel anpassen und den Klang mit Hall abrunden. Dazu brauchen wir einen neuen Custom Synthesizer mit einem virtuellen Eingang (Virtualization / Virtual Input), einem Verstärker, den man auch zum Dämpfen benutzen kann (Routing / Amplifier oder einfacher über den DCA-Knopf in der Werkzeugleiste), einem Halleffekt (LADSPA / GVerb; das eingebaute FreeVerb funktionierte beim Autor dieses Artikels leider nicht) und schließlich einem virtuellen Ausgang (Virtualization / Virtual Output).

Damit die Effektstrecke tatsächlich zum Einsatz kommt, müssen wir sie auf der BseSong-Karte unter Custom Postprocess Net eintragen. Eine Gain-Einstellung von -10 dB in der Parameterkarte des BseAmplifier-1 sorgt dafür, dass der Ausgangspegel im Rahmen bleibt.

Abbildung 8: Eine Effektstrecke für's Postprocessing

Zum Begutachten des Ergebnisses, das sich auf der Web-Seite zum Artikel [6] unter dem Namen 3.ogg wiederfindet, füttert man ein geeignetes Abspielprogramm.

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