Gnomogramm

01.11.2003

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+++ GNOME Office 1.0 +++ ticker +++

GNOME Office 1.0 ( http://www.gnome.org/gnome-office/) ist keine Neuentwicklung, sondern eine Zusammenstellung eigenständiger Programme wie Abiword (Seite 68), der Tabellelkalkulation Gnumeric, GIMP, Evolution, Gfax, dem Zeichenprogramm Dia und anderen; damit deckt das Paket fast die ganze Breite der Büroarbeit ab, es berücksichtigt mit MrProject und GnuCash zudem Arbeitsbereiche, die OpenOffice.org nicht enthält. Wer auf die fehlende Präsentations-Software verzichten kann, aber auf Performance Wert legt, sollte einen Blick auf das neue GNOME Office riskieren.

+++ GNOME 2 und Debian +++ ticker +++

GNOME 2.2 ist jetzt offizieller Teil der Debian-Distributionen SID (testing) und Sarge (unstable). Für die stabile Debian-Ausgabe Woody gibt es ein Backport unter http://ftp.acc.umu.se/mirror/mirrors.evilgeniuses.org.uk/debian/backports/woody/gnome2.2/. Es setzt allerdings XFree86-Version 4.2 voraus, das es für Woody unter http://www.fs.tum.de/~bunk/debian/dists/woody/bunk-1/main/binary-i386/ gibt.

Gnoppix

Dass die bekannte Distribution Knoppix nur eine KDE-Umgebung bietet, nahmen einige GNOME-Aktivisten zum Anlass, eine ähnliche, auf GNOME basierende Distribution namens Gnoppix (http://www.gnoppix.org/) ins Leben zu rufen. Auch Gnoppix basiert auf Debian 3.0, allerdings verwendet es keine Pakete aus dem unstable-Bereich; die Entwickler portierten lediglich GNOME 2.2 und die aktuelle Version von XFree86.

Eine bessere Hardware-Erkennung als Knoppix' kudzu bietet Gnoppix mit discover, sie soll vor allem zuverlässiger und plattformunabhängiger sein und damit künftig beispielsweise auch auf PPC-Prozessoren laufen. Ab der Version 0.6, die laut Plan schon Ende September erscheinen sollte, enthält Gnoppix statt dem derzeitigen GNOME 2.2 die Version 2.4 der Desktop-Umgebung.

Neues GNOME

Genau nach Zeitplan erschien Mitte September die langerwartete Version 2.4 von GNOME (http://www.gnome.org). Der Navigationsbaum und die Symbolansicht des Datei-Managers Nautilus verbesserten die Entwickler deutlich, außerdem enthält der Filebrowser jetzt einen integrierten CD-Brenner. Statt der verschiedenen Panel-Typen gibt es jetzt nur noch einene Typ, diese neue Struktur vereinfacht die Konfiguration. Zudem aktualisierten die Programmierer einen großen Teil der Zusatzprogramme wie Abiword, Gnumeric, Evolution oder Gedit; letzteres unterstützt nun Syntax-Highlighting. Als Standard-Browser musste Galeon dem schlankeren Epiphany weichen.

Wer GNOME 2.4 benutzen will, muss die Quellen noch selbst oder mit Hilfe von Garnome ( http://www.gnome.org/~jdub/garnome/) von der Heft-CD kompilieren.

Den Plattenplatz im Blick

Auch wenn Festplatten immer größere Kapazitäten bieten, haben leidenschaftliche Datenjäger und -sammler nie genug davon. GDU ( http://hpwww.ec-lyon.fr/~vincent/) hilft dem Benutzer, im Verzeichnis-Dschungel nicht den Überblick zu verlieren. Dieses grafische Frontend für den altbekannten Befehl du zeigt den Umfang eines Verzeichnisses als Baumstruktur mit Füllbalken und natürlich auch in Zahlen an. Ansonsten bietet es allerdings keine Vorteile gegenüber du, für Benutzer mit einer Shell-Phobie ist es trotzdem genau das Richtige.

Abbildung 1: GDU stellt den verbrauchten Plattenplatz dar

Chatten bis der Arzt kommt

Der gemütliche Talk mit Freunden oder Fremden im Internet ist für viele ein unterhaltsamer Zeitvertreib. Mit GNOME Jabber ( http://gnome-jabber.sourceforge.net/) gibt es jetzt einen weiteren Client für das freie Instant-Messaging- Protokoll Jabber (http://www.jabber.org/). Im Augenblick beschränkt sich das Programm auf die wesentlichen Kernfunktionen: Chat, Nachrichten, Gesprächsprotokoll und Gruppen-Chat; für die kommenden Versionen ist auch SSL-Unterstützung geplant.

GNOME Jabber besticht durch seinen übersichtlichen Aufbau, dank der einfachen Konfiguration ist ein neuer Account in wenigen Augenblicken eingerichtet. Lediglich die lange Liste der verfügbaren Jabber-Server irritiert im ersten Moment, kennt man doch von anderen Protokollen wie ICQ oder AIM nur zentrale Server-Strukturen. Im Gegensatz zu den meisten anderen Clients speichert GNOME Jabber weder seine Konfiguration noch die Gesprächsprotokolle im XML-Format sondern als ASCII-Text bzw. HTML-Datei.

Abbildung 2: GNOME Jabber wirkt sehr funktionell

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