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imgSeek – der Foto-Manager mit Ähnlichkeitssuche

01.10.2003 Digitalkameras sparen Kosten für Filme und deren Entwicklung – doch die Übersicht geht bei den produzierten Bildermengen schnell verloren. imgSeek hilft, die Bilderflut zu dämmen.

Wieder mal ist ein Urlaub mit der Digitalkamera vorbei, und viele neue Bilder kommen zum Archiv auf der Festplatte hinzu. Mittlerweile tummeln sich dort Hunderte, Tausende von Bildern in Unterverzeichnissen, mehr oder weniger geordnet nach Datum, Motiv, Ursprung oder Verwendungszweck. Bei der Suche nach einem bestimmten Bild kommt schnell Verzweiflung auf: Man kennt den Inhalt, aber weder den Dateinamen noch das richtige Verzeichnis.

Das Bildverwaltungsprogramm imgSeek bietet ausgefeilte Suchfunktionen, die mit Hilfe selbst gemalter Skizzen ähnliche Bilder aufspüren, ob auf der eigenen Festplatte, im lokalen Netz oder auf CD-ROMs.

Installation

Die derzeit aktuelle Version 0.7.2 von imgSeek finden Sie auf der Projekt-Homepage [1] oder auf unserer Heft-CD. Auf beiden gibt es außer dem Quelltext Pakete für die Distributionen Red Hat, Mandrake, SuSE, Debian und Gentoo. Das SuSE-RPM-Paket sowie der Quelltext auf der CD sind mit einem Patch versehen, der für die optimale Darstellung der Icons im Menü von KDE 3.1 sorgt.

imgSeek ist ein Python-Programm, das mit Hilfe von PyQt [2] die Qt-Bibliotheken nutzt. Python und die aktuellste Ausgabe von PyQT sind deshalb erforderlich. Für SuSE 8.2 befindet sich die benötigte PyQt-Version auf der Heft-CD, für den Fall, dass Sie sie nicht schon per Online-Update installiert haben.

Leider tragen die verschiedenen Distributionen imgSeek an unterschiedlichen Stellen in die Startmenüs von KDE und GNOME ein. Im Zweifel startet der Kommandozeilenbefehl imgSeek das Programm.

Futter fürs Archiv

Beim ersten Start landen Sie im Navigationsfenster der noch leeren Fotodatenbank; im Tab Add müssen Sie diese erst füllen. Die Path-Angabe teilt imgSeek mit, in welchem Verzeichnis es nach Bildern suchen soll, bei aktiviertem Kontrollkästchen recursively durchforstet es zudem die Unterverzeichnisse.

Darunter befinden sich die Einträge für Volume und Gruppe. Ersteres gibt das Dateisystem an, in dem die Bilder gespeichert sind, die Voreinstellung ist Local filesystem. Wer verschiedene Datenträger wie CDs oder Netzwerkdateisysteme benutzt, wählt hierfür jeweils separate Volumes.

Neben der Einordnung in ein Volume ist jedes Bild in eine Gruppe einsortiert. Bei der Voreinstellung Create group name automatically trifft imgSeek die Gruppenauswahl selbst. Das Programm erstellt eine Gruppe, benennt sie nach der aktuellen Uhrzeit und dem Datum und sortiert die gefundenen Bilder dort ein. Wer eigene Namen eintragen möchte, schaltet die automatische Zuordnung aus und trägt die gewünschte Bezeichnung selbst ein.

Um zusätzlich zu den üblichen Meta-Daten (Format, letztes Änderungsdatum, Beschreibung, Bild- und Dateigröße in Pixeln und Bytes) die EXIF-Informationen von JPEG-Dateien zu speichern, aktivieren Sie die Option Extract EXIF metadata.

Der Button Add! gibt nun das Startsignal zum Aufbau der Datenbank. Bei großen Datenmengen braucht es seine Zeit, bis alle Bilder eingetragen sind. Um den Suchvorgang zu beschleunigen, schließt der Filter (with the Restrictions...) unerwünschte Dateien wie Thumbnails aus. Kriterien können Namensteile, Bild- und Dateigröße sowie bei rekursiver Suche ganze Unterpfade sein.

Abbildung 1

Abbildung 1: Im Tab Add fügt man der Datenbank Bilder hinzu

Nachdem das Archiv bestückt ist, zeigt der Browse-Bereich die eingetragenen Bilder an. Im Navigationsbereich links durchstöbern Sie die gewählte Ansicht. Die Hierarchie gliedert sich nach Volumes (Files), Gruppen (Groups) oder Ähnlichkeit (Similarity). Unter System ist das gesamte Dateisystem sichtbar. Einträge lassen sich per Drag & Drop oder übers Kontextmenü entfernen, hinzufügen und verschieben.

Abbildung 2

Abbildung 2: Die Gruppenansicht zeigt die vorhandenen Gruppen

Der Bereich Similarity (Abbildung 3) sortiert Bilder der Datenbank in Ähnlichkeitsgruppen. Dabei lassen sich verschiedene Kriterien festlegen, darunter Farbe, Inhalt, Datum und Dateiname. Bei niedrigem Schwellenwert (Threshold) gelten Bilder eher als ähnlich, eine hohe Einstellung setzt strengere Maßstäbe. Mit dem Button Group! starten Sie den Sortiervorgang: Jedes Bild im Navigationsbereich steht für eine Ähnlichkeitsgruppe. Ein Klick auf einen Repräsentanten zeigt seine Verwandten in der Thumbnail-Ansicht.

Abbildung 3

Abbildung 3: Similarity präsentiert die Bilder sortiert nach Ähnlichkeit

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LinuxUser 05/2014

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