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deskTOPia: ion

Effektive Vielfalt

Ein einziger großer Rahmen mag zwar für einen Browser sinnvoll sein, oft will man aber mehrere Dinge gleichzeitig im Blick behalten. Die Tastenkombination [Alt-s] teilt den aktiven Rahmen horizontal, für einen vertikalen Split sorgt [Alt-k] [s]. Das Teilungsspielchen lässt sich beliebig oft fortsetzen und wird nur durch Ihre Bildschirmgröße begrenzt.

Die so entstandenen Rahmen vergrößern Sie mit [Alt-r] und der entsprechenden Pfeiltaste, oder Sie ergreifen den Rand mit der linken Maustaste und ziehen ihn aufs gewünschte Maß (Abbildung 3). Wollen Sie eine Anwendung in einen anderen Rahmen verschieben, ziehen Sie den dzugehörigen Reiter mit der mittleren Maustaste auf den Zielrahmen und lassen ihn fallen.

Die Navigation in der Rahmenlandschaft funktioniert mit [Alt-p] (nach oben) und [Alt-n] (nach unten), durch nebeneinander liegende Frames springen Sie mit [Alt-Tab]. Wird es doch einmal unübersichtlich, lässt sich jeder Rahmen mit [Alt-Enter] in einer neuen Arbeitsfläche in den Vollbildmodus schalten. Ein weiteres [Alt-Enter] macht die Aktion rückgängig und verstaut das Programm wieder im Ursprungsrahmen. Anwendungen und überzählige Rahmen entfernen Sie mit der Tastenkombination [Alt-c].

Abbildung 3: Durch Teilung erzeugte Rahmen variabler Größe

Alle meine Desktops

Auch auf dem größten Bildschirm wird es irgendwann zu eng. Mit [F9] erhalten Sie eine Eingabeaufforderung, mit der Sie zu einer vorhandenen Arbeitsfläche wechseln oder eine neue schaffen. Ein Druck auf [Tab] in der Kommandozeile zeigt eine Liste der bestehenden Desktops; geben Sie einen nicht aufgeführten Namen an, legt Ion diesen an. Durch die bestehenden Arbeitsflächen können Sie sich statt mit [F9] auch mit [Alt-Pfeil links] und [Alt-Pfeil rechts] bewegen.

Brauchen Sie eine Anwendung von einem anderen Desktop, müssen Sie nicht erst lange suchen: [Alt-a] öffnet eine Kommandozeile, in der Sie das begehrte Fenster mit Hilfe der Auto-Vervollständigung auswählen und herüberholen.

So praktisch die Aufteilung in Rahmen auch ist, für manche Programme eignet sich ein Desktop mit frei beweglichen Fenstern einfach besser. Ein Beispiel dafür ist Gimp: Hier will man viele Fenster gleichzeitig im Auge haben und frei positionieren. Extra für diesen Zweck unterstützt Ion so genannte floating desktops, deren Fensterverwaltung der anderer Window-Manager gleicht. Im Gegensatz zu den gekachelten Arbeitsflächen gibt es diese jedoch nicht auf Knopfdruck. Nach einem Druck auf [F9] geben Sie in der Eingabezeile

WFloatWS:NAME

ein, wobei NAME für den Namen der neuen Arbeitsfläche steht. Auf diesem Desktop starten Sie über [F2] xterm und rufen Ihre Programme auf. Sie können hier Fenster gruppieren, indem Sie die Titelleiste eines Fensters mit der mittleren Maustaste in eine andere geöffnete Anwendung schieben (Abbildung 4).

Abbildung 4: Zwei Programme in einem schwebenden Fenster

Ein besonderes Goodie erwartet den Benutzer beim nächsten Start von Ion: Der Window-Manager speichert die Anzahl seiner Arbeitsoberflächen und die Rahmenaufteilung und stellt sie automatisch wieder her, allerdings ohne die bei Sitzungsende laufenden Programme.

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LinuxUser 06/2012

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