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Software

hddtemp: Schauen, ob die Daten gar sind

Die Temperaturen dieses Sommers setzen nicht nur den Anwendern zu, auch die Hardware leidet, wenn es zu heiß wird. Prozessor- und Mainboard-Temperatur werden standardmäßig durch das BIOS überwacht, doch auch Festplatten können einen Hitzschlag erleiden. Mit hddtemp (http://coredump.free.fr/linux/hddtemp.php) können Sie die Plattentemperatur im Auge behalten und so möglichen Schäden vorbeugen. Natürlich funktioniert dies nur mit Festplatten, die über einen eingebauten Temperatursensor verfügen, was aber bei den meisten neueren Platten der Fall ist.

Das Programm fragt die aktuelle Temperatur über die so genannten S.M.A.R.T.-Routinen der Festplatte ab. Leider variieren die Temperaturangaben unter den Herstellern. Deshalb enthält die Web-Seite von hddtemp eine Konfigurationsdatei, die alle unterstützten Platten auflistet und mögliche fehlerhafte Ausgaben kompensiert. Es handelt sich um eine einfache Textdatei, die sich jederzeit um die eigene Festplatte erweitern lässt. Wie dies funktioniert, beschreiben die Manpages. Zur kontinuierlichen Temperaturüberwachung besitzt hddtemp einem Daemon-Modus, der von KSensor und Gkrellm genutzt wird. Letzteres benötigt dazu ein Plug-in, das auf der hddtemp-Web-Seite erhältlich ist. So sehen Sie jederzeit, ob Ihre Daten schon gar sind.

Abbildung 4: Bei 46°C sind die Daten noch halb roh. Heutige Festplatten vertragen bis zu 55°C, bevor die Daten schmoren

pppusage: Dürfen es ein paar Byte mehr sein?

Auch wenn DSL-Flatrates heute uneingeschränkten Datenfluss bieten, interessiert es doch viele, wieviel Datenverkehr auf ihre Kosten geht. Besonders jenen, die eines der günstigen volumenbegrenzten DSL-Angebote nutzen, ist sehr daran gelegen, ihr Kontingent so weit wie möglich auszuschöpfen, ohne es zu überschreiten. pppusage (http://code.jhweiss.de/pppusage/) hilft bei der Auswertung und Erstellung einer Volumenstatistik sowohl für DSL als auch für analoge Anschlüsse. Das Perl-Skript wertet die Log-Einträge aus, die pppd standardmäßig in die Datei /var/log/messages schreibt. Allerdings erwartet pppusage diese Einträge in der separaten Datei ppp.log. Wie der Benutzer die pppd-Einträge in diese Datei umlenken kann oder die Standardeinstellung im Perl-Skript ändert, beschreibt die Installationsanleitung. Beides ist zwar nicht schwierig, die Übergabe der Log-Datei als Start-Parameter wäre aber für zukünftige Versionen eine wünschenswerte Verbesserung.

Die Auswertung der Log-Datei sichert das Programm als Berkeley-Datenbank Datei im temporären Verzeichnis, was wiederholte Abfragen beschleunigt. Wird beim Programmstart kein Zeitraum übergeben, wertet pppusage alle gefundenen Daten aus. Die Ausgabe unterteilt die Ergebnisse in den Gesamtdurchsatz, den monatlichen Durchschnitt sowie den Durchsatz pro Monat über den gewählten Zeitraum. Der Auswertungszeitraum kann auch auf einzelne Jahre, Monate oder Tage begrenzt werden; die Einschränkung auf eine bestimmte Woche oder ein Quartal ist jedoch nicht möglich. Nichtsdestotrotz verschafft pppusage eine gute Kontrolle über die Datenmengen, die aus dem Internet kommen oder dorthin gehen. Als Cron-Dienst gestartet, verfügt der Benutzer immer über eine aktuelle Statistik. Kann man sich mehr wünschen?

Abbildung 5: Erstaunlich, wieviel Datenverkehr man im Monat produziert

Abbildung 6: Auf das Jahr gerechnet kommt da einiges zusammen

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LinuxUser 06/2012

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