Kodak EasyShare CX6330/DX6340

Die von Kodak beworbene Hauptfunktion "EasyShare", das Mailen, Drucken und Übertragen der Bilder per Knopfdruck von der Kamera aus, funktioniert mangels entsprechender Software unter Linux natürlich nicht. Auch sonst funktioniert der Datenaustausch trotz PTP-Unterstützung mit Linux nicht, gphoto2 stürzte reproduzierbar ab – offenbar hält sich Kodak nicht an das PTP-Protokoll, sondern hat es proprietär erweitert.

Damit fällt der interne Speicher der Kamera aus, der Datenaustausch klappt nur über einen entsprechenden Kartenadapter per SD-Karte. Ein Speichermedium ist im Lieferumfang der beiden Kameras übrigens nicht enthalten, immerhin finden sich in den Kartons bei der CX-6330 ein Satz Alkali-Batterien und bei der DX-6340 eine Lithium-Batterie.

Übrig bleibt eine leicht zu bedienende Digitalkamera, besonders die Menüdialoge haben uns gut gefallen. Ebenfalls lobenswert ist die Trennung von Speicherkarten-Slot und Batterieschacht, so wird die Kamera nicht stromlos, wenn man die Karte wechselt.

Scharfe Kritik muss Kodak für die völlig unzureichende Dokumentation einstecken. Statt eines Handbuchs gibt es nur ein inhaltsschwaches Plakat mit einer Kurzanleitung. Ein derart komplexes Gerät mit dutzenden Konfigurationsmöglichkeiten ist ohne ein gutes Handbuch praktisch unbrauchbar. Offenbar hat das Geld jedoch gereicht, zwei Zubehörkataloge und verschiedene Papierproben mit in den Karton zu legen – das Geld hätte man besser in ein gedrucktes Handbuch oder ein Speichermedium investiert.

Mit der mangelhaften Ausstattung und schlechten Linux-Unterstützung reicht es für beide Kodak-Kameras nur für den vorletzten Platz, knapp vor der Ricoh Caplio RR230.

Minolta Dimage F100

Mit vier Megapixeln und 400 Euro Kaufpreis zählt die Minolta Dimage F100 zur Oberklasse im Testfeld. Im Lieferumfang ist eine SD-Karte mit 32 MB enthalten. Minoltas Schnellanleitung fällt positiv auf, auf 30 Seiten werden alle Kamerafunktionen recht vollständig beschrieben – fast schon ein Handbuch.

Bei der Handhabung fiel uns die Trennung von Batterie- und Speicherkartenschacht positiv auf: So fallen einem nicht die Batterien entgegen, wenn man die Speicherkarte austauschen möchte.

Die Minolta-Kamera ist bei der Stromversorgung sehr wählerisch, sie mag Akkus trotz gegenteiliger Angabe im Handbuch gar nicht. Schon nach wenigen Bildern (ohne Blitz, versteht sich) werden die Akkus als fast leer angezeigt, insgesamt schafften wir gerade einmal 60 Schnappschüsse – bei der Canon PowerShot A70 waren es mit den gleichen Zellen (1200 mAh, NiMH) über 500 Bilder. Interessant ist auch ein versteckter Schalter im Batterieschacht, der beim Einsatz der mitgelieferten Lithium-Batterie gedrückt wird: Wir klebten kurzerhand die Akkus mit einem Stück Klebeband zusammen, so dass der Schalter im Schacht auch bei Akkubetrieb gedrückt wurde – und plötzlich waren die Akkus laut Kamera nicht mehr leer.

Ab einem gewissen Ladestand der Batterien kam es zu einer Endlosschleife beim Einschalten der Kamera: Beim Einschalten des LCD-Displays unmittelbar nach Ausfahren des Objektivs schaltete die Kamera für eine Sekunde ab, fuhr das Objektiv einige Millimeter hinein und schaltete wieder an – um wieder abzuschalten. Erst ein Wechsel der Batterien brachte Abhilfe, obwohl andere Kameras mit den angeblich leeren Zellen noch klaglos dutzende Fotos lieferten. Einzig die mitgelieferte Lithium-Batterie brachte eine akzeptable Betriebszeit – sie kostet aber auch zwischen 7 und 14 Euro das Stück.

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