Home / LinuxUser / 2003 / 10 / Morphen in der Praxis

Newsletter abonnieren

Lies uns auf...

Folge LinuxCommunity auf Twitter

Top-Beiträge

Eingedost
(161 Punkte bei 4 Stimmen)
Aufteiler
(161 Punkte bei 4 Stimmen)

Heftarchiv

LinuxUser Heftarchiv

EasyLinux Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Partner-Links:

Das B2B Portal www.Linx.de informiert über Produkte und Dienstleistungen.

Black & White

Morphen in der Praxis

Um drei Ecken

Haben Sie alle Punkte gesetzt, müssen Sie noch Dreiecke aufspannen: Dazu wählen Sie Edit/Triangulate. Während einer kurzen Rechenzeit ist das Programm nicht ansprechbar. Klicken Sie danach einen Punkt an, erhalten Sie das Ergebnis der Berechnung. Alternativ weisen sie die Rechtecke manuell zu, indem Sie mit gedrückter [Umschalt]-Taste jeweils drei Punkte anklicken und Edit/Set Triangle aufrufen. Über Edit/Remove Triangle lässt sich ein Dreieck wieder entfernen. Da Dreiecke nur im linken Bild erstellt werden können, müssen sie noch per Edit/Copy Triangles auf das andere Foto übertragen werden.

Abbildung 5

Abbildung 5: Die Dreiecke hat PTPicker automatisch erzeugt und auf das rechte Bild übertragen

Das Ergebnis sollte Abbildung 5 ähneln. Alle Bildteile, die unter der grauen Fläche der Dreiecke verschwinden, tauchen im Ergebnis wieder auf. Der Inhalt jedes Dreiecks wird dabei schrittweise so verzerrt und verschoben, dass er am Ende dem korrespondierenden Dreieck im Zielbild entspricht. Entscheidend ist, dass keine überlappenden Linien oder Dreiecke entstehen: In solchen Fällen erzeugt PTPicker eine Folge von schwarzen Bildern.

Stimmen alle Ihre Dreiecke, speichern Sie die Projektdatei ab. Wie erwähnt, ist PTPicker für Panoramen ausgelegt. Daher müssen Sie die Projektdatei von Hand anpassen. Bearbeiten Sie sie dazu mit einem Texteditor ihrer Wahl. Im Beispiel sehen die ersten drei Zeilen folgendermaßen aus:

p f2 w8460 h4230 v360 u10 n"JPEG"
i f0 w1280 h960 y0 p0 r0 v54.4322 n"p8120027.jpg" X0 Y0 Z0
i f0 w1280 h960 y180 p0 r0 v=0 n"p8120033.jpg" X1 Y0 Z0

Die beiden Zeilen, die mit einem i anfangen, enthalten Informationen zu den beiden Ausgangsfotos. Deren Dateinamen stehen in Anführungszeichen hinter dem n. Die erste Zeile enthält Angaben, auf welche Weise das Ergebnis erzeugt werden soll. Setzen Sie zunächst das Projektionsformat von f2 auf f0 (geradlinig). Die nächsten beiden Werte repräsentieren die Abmessungen der generierten Bilder in Pixeln: Width (Breite) und Höhe. In der Regel sollten Sie hier die entsprechenden Werte der Ausgangsbilder übernehmen. Die Zahl hinter v bezieht sich auf den horizontalen Bildwinkel (field of view), den später sichtbaren Bereich. Je kleiner der Wert, desto größer erscheint der markierte Bereich im Ergebnis. Für die ersten Gehversuche sollten Sie hier 5 Grad wählen und diese auch beim Bildwinkel der beiden Ausgangsbilder in der zweiten und dritten Zeile eintragen.

Das Ausgabeformat steht in Anführungszeichen hinter n. Neben JPEG sind PNG, TIFF und PICT möglich. Die genaue Bildfolge legen Sie mit den drei Parametern a, b und c fest: Vor dem Ausgabeformat eingefügt, steuern sie die Schrittweite der Überblendung. Für zwanzig Bildschritte sind folgende Werte notwendig: a0.0 b1.0 c0.05. Der Morpher beginnt mit dem vollständigen, ersten Bild (a0.0) und überblendet dieses dann solange um 5%, bis das zweite Bild vollständig erscheint (b1.0). Nach 20 solchen 5%-Schritten ist die Überblendung vollständig (20@L: *5%=100%).

Stellen Sie zum Abschluss noch in den letzten beiden Zeilen die Zahlen hinter y, p und r auf 0.

Das Ergebnis sieht für die Portraitfotos dann folgendermaßen aus:

p f0 w1280 h960 v5 a0.0 b1.0 c0.05 u10 n"JPEG"
i f0 w1280 h960 y0 p0 r0 v5 n"p8120027.jpg" X0 Y0 Z0
i f0 w1280 h960 y0 p0 r0 v5 n"p8120033.jpg" X1 Y0 Z0

Speichern Sie Ihre Änderungen und wählen Sie in PTPicker File/Revert to Saved, gefolgt von Project/Morph. Im Terminal-Fenster verlangt das Programm die Eingabe des Zielverzeichnisses und eines Präfixes, das jeder Datei voran gestellt wird, wie z. B. meinpfad/portrait. Nach dem Drücken der Eingabetaste wird die Sequenz generiert.

xmorph

Etwas einfacher zu bedienen ist xmorph [2], das SuSE Linux beiliegt. Für das Programm gibt es verschiedene Benutzeroberflächen, es kämpft aber unter allen Varianten mit massiven Absturzproblemen. Als Ausgangsmaterial verlangt es nach zwei Bildern mit identischen Maßen im Targa-Format (TGA). Nach dem Start von xmorph laden Sie über File/Open source image... das Startbild und über File/Open destination image das Zielbild in die beiden Teilfenster. Die Bildlaufleisten lassen sich etwas untypisch mit linker und rechter Maustaste bedienen.

Abbildung 6

Abbildung 6: Die klassische Oberfläche nach dem Start von xmorph

Das Arbeitsprinzip ähnelt den PanoTools, nur werden hier statt Dreiecken Rechtecke in einem Gitter verwendet. Unter Properties können Sie für jedes Bild einstellen, welches Gitter angezeigt werden soll: rot für das Ausgangsbild (source) und grün für das Zielbild (destination). Die Knotenpunkte können Sie per Drag & Drop verschieben.

Um eine neue horizontale Gitterlinie an der Mausposition einzufügen, drücken Sie die rechte Maustaste, für eine vertikale die mittlere Taste. Sie können die Gitter wiederverwenden: Speichern Sie sie separat über File/Save source bzw. destination mesh.

Abbildung 7

Abbildung 7: Bei großen Bildern reichen die Maschen nicht mehr aus. Soll mehr als eine Linie hinzugefügt werden, stürzt xmorph ab

Liegen alle Gitterpunkte richtig, wählen Sie unter Morph Sequence/Set sequence name... das Präfix für alle Ausgabedateien und unter Morph Sequence/Set sequence number of frames... die Anzahl der zu erzeugenden Bilder. Per Morph Sequence/Warp legt xmorph die Bildersequenz im aktuellen Verzeichnis ab.

Tip a friend    Druckansicht Bookmark and Share
Kommentare

Hits
Wertung: 72 Punkte (5 Stimmen)

Schlecht Gut

Infos zur Publikation

Infos zur Publikation

LinuxUser 05/2014

Aktuelle Ausgabe kaufen:

Heft als PDF kaufen

LinuxUser erscheint monatlich und kostet in der Nomedia-Ausgabe EUR 5,95 und mit DVD EUR 8,50. Weitere Informationen zum Heft finden Sie auf der LinuxUser-Homepage.

Im LinuxUser-Probeabo erhalten Sie drei Ausgaben für 3 Euro. Das Jahresabo (ab EUR 60,60) können Sie im Medialinx-Shop bestellen.

Tipp der Woche

Bilder vergleichen mit diffimg
Bilder vergleichen mit diffimg
Tim Schürmann, 01.04.2014 12:40, 1 Kommentare

Das kleine Werkzeug diffimg kann zwei (scheinbar) identische Bilder miteinander vergleichen und die Unterschiede optisch hervorheben. Damit lassen sich nicht nur Rätsel a la „Orignial und Fäls...

Aktuelle Fragen

programm suche
Hans-Joachim Köpke, 13.04.2014 10:43, 8 Antworten
suche noch programme die zu windows gibt, die auch unter linux laufen bzw sich ähneln sozusagen a...
Funknetz (Web-Stick)
Hans-Joachim Köpke, 04.04.2014 07:31, 2 Antworten
Bei Windows7 brauche ich den Stick nur ins USB-Fach schieben dann erkennt Windows7 Automatisch, a...
Ubuntu 13.10 überschreibt immer Windows 8 Bootmanager
Thomas Weiss, 15.03.2014 19:20, 8 Antworten
Hallo Leute, ich hoffe das ich richtig bin. Ich habe einen Dell Insipron 660 Ich möchte gerne Ub...
USB-PTP-Class Kamera wird nicht erkannt (Windows-only)
Wimpy *, 14.03.2014 13:04, 15 Antworten
ich habe meiner Frau eine Digitalkamera, AGFA Optima 103, gekauft und wir sind sehr zufrieden dam...
Treiber
Michael Kristahn, 12.03.2014 08:28, 5 Antworten
Habe mir ein Scanner gebraucht gekauft von Canon CanoScan LiDE 70 kein Treiber wie bekomme ich de...