Buchtipp
Theorie und Praxis
Nach einer solchen Menge an Theorie dürstet es in der Regel nach ein wenig Praxis, um das neue Wissen anzuwenden. Dieser Durst wird mit dem darauf folgenden Kapitel gestillt. Hier heißt es dann "Hände auf die Tasten und losgetippt". Aber halt, ein paar Grundlagen dürfen auch hier nicht fehlen.
Wichtige Programme werden in Gruppen nach ihrer Funktion zusammengefasst und kurz erläutert. Somit erhält der Leser einen groben Überblick. Anschließend stellen die Autoren die Programme im Einzelnen vor. Neben einer Erklärung der Funktionsweise geben sie dem Interessierten auch gleich noch einige Beispiele mit auf den Weg, so dass der Einstieg in die eigene Arbeit leicht fällt.
Nach diesem Ritt durch die Kommadozeilenwelt gelangt der Leser in die Weiten der verschiedenen Desktop-Umgebungen und Window Manager. Als erstes stehen aber ein paar Grundlagen des X Window Systems auf dem Programm. Nur so versteht der Anwender wirklich, was ein "netzwerk-transparentes System" eigentlich ist.
Das Kapitel über die grafischen Werkzeuge fällt eher kurz aus. Wo sollte man auch bei der Vielzahl von Anwendungen vernünftige Grenzen ziehen? Darum widmet sich das Autorentrio dem Kommadozeilen-Editor ex, dem Stream-Editor sed sowie den Reportgeneratoren awk und gawk.
Hilfsarbeiter
Der Leser erhält mit diesem Werk einen umfassenden Überblick über die Geschichte von Linux, die verschiedenen Entwicklungsstränge im Bereich der grafischen Oberflächen und eine ausführliche Befehlsreferenz der wichtigsten Shell-Kommandos mit vielen Beispielen.
Das Buch ist eine gute Lektüre für alle, die sich mit dem Thema Linux gründlich auseinandersetzen wollen oder müssen. Die Informationsdichte ist hoch, und kleine Schnitzer wie eine falsche Jahreszahl im Vorwort übersieht man gerne angesichts des praktischen Nutzens späterer Kapitel.



