Buchtipp
Linux
Der Springer-Verlag hat in der fünften Auflage des Unix-Buches einen bedeutenden Schritt getan und Linux in das Zentrum der Aufmerksamkeit gerückt. In dem kompakten, rund 900 Seiten starken Buch bearbeiten die drei Autoren Jürgen Gulbins, Mark Obermayer und Snoopy, der unter diesem Pseudonym in der Computer-Branche arbeitet, das Thema mit Sorgfalt und Liebe zum Detail.
Blick zurück in die Vergangenheit
Das Buch ist in der Reihe X.systems.press erschienen und wartet mit vielen Aspekten der Linux- und Unix-Welt auf. Gleich im ersten Kapitel setzen sich die Autoren mit der Geschichte und bisherigen Entwicklung von Linux auseinander und beschreiben auf anschauliche Weise, wie diese in vielen Details der viel älteren Geschichte von Unix gleicht.
Das Buch richtet sich allerdings nicht an einen Neuling in der Computer-Welt: Einfachste Begriffe werden nicht erläutert, der Leser sollte eine grundsätzliche Idee haben, was ein Dateisystem ist und wie ein Netzwerk funktioniert.
Kapitel 2 beginnt mit einer grundlegenden Einführung in das Linux-System. Hier behandeln die Autoren die Arbeit mit den unterschiedlichen Oberflächen (Shell, Window-Manager und Desktop-Umgebung) und verdeutlichen Vor- und Nachteile der jeweiligen.
Anschließend erhält der Leser einen guten Überblick über die Funktionsweise einer Shell mit allen Features wie Prozesskontrolle, Pipes und Skripting. Verschiedene Shells werden untersucht und die Unterschiede herausgestellt.
Auf diese Weise streift der Leser den Aufbau des Dateisystems und die Arbeitsweise der Linux-Kernels – Themen, die im darauf folgenden Kapitel noch weiter vertieft werden.



