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Bilder, Bilder, Bilder

Bildbetrachter im Vergleich

Alle zusammen

Seine größte Stärke spielt Pixie aus, wenn es darum geht, mehrere Bilder auf einmal zu bearbeiten, und zwar alle, die Sie mit gedrückter [Strg]-Taste markieren. Die anschließend unter Bearbeiten / Batch Effects ausgewählten Bearbeitungsschritte gelten dann für all diese Dateien.

Das Menü kennt vier Unterpunkte: Transformieren skaliert das Bild, spiegelt es horizontal und vertikal oder dreht es in 90-Grad-Schritten. Der Unterpunkt Erweitern hellt ein Bild auf, belichtet nach oder legt einen Farbfilter darüber (Abgleichen bzw. Normalisieren). Hinzu kommen Funktionen zum Invertieren und zur Skalierung in Graustufen, die ein Farbfoto in ein Schwarz-Weiß-Bild mit verschiedenen Graustufen umwandelt.

Mit den Standardeffekten im Menü Bearbeiten / Batch Effects / Standardeffekte fügen Sie Text (Abbildung 7) oder einen Rand hinzu. Bei allen Effekten fragt Pixie, ob Sie zuerst eine Vorschau sehen möchten, aufgrund der Sie entscheiden, ob das Programm die Effekte übernehmen oder verwerfen soll.

Abbildung 7: Text zu einem Bild erstellen

Sie können auch ein Hintergrundrauschen (Rauschen) hinzufügen, das Bild zu einem Relief umgestalten, es schärfen (Sharpen) oder verschwimmen lassen (Blur). Zu den Spezialeffekten im Menü Bearbeiten / Batch Effects zählt das Hervorheben der Ränder im Bild, die Funktion Spread, die ein Bild in Pixel zerlegt und diese so streut, dass ein "verwaschenes" Aussehen zustande kommt, oder das Schattieren einer Grafik. Hinzu kommt das Solarisieren, das aus dem Bild ein Negativ macht, und die Funktionen Swirl, Implode und Wellen, die es auf verschiedene Arten verzerren. Öl Farbe macht es zum Ölgemälde und Kreidezeichnung zu einer Art Kohlezeichnung.

Zusätzlich bietet das Menü Datei Funktionen zum Verwalten großer Mengen Fotos: Create/Edit File Categories erstellt Kategorien, denen Sie anschließend alle markierten Bilder zuweisen, indem Sie im Kontextmenü der rechten Maustaste über einer dieser Dateien Categories / Add to Category wählen. Das Symbol Show only Categories in der Werkzeugleiste blendet alle Bilder der gewünschten Kategorie ein.

Liegen Bilder mehrfach vor, etwa in verschiedenen Formaten, findet Pixie diese mit der Funktion Datei / Ähnliche Bilder finden ab einer Übereinstimmung von 90 Prozent.

Alt und doch kein altes Eisen

Die wohl berühmteste Shareware für Linux heißt xv (http://www.trilon.com/xv/downloads.html) und kommt schon seit Jahren in der Version 3.10a daher; trotzdem schwören noch heute viele User darauf. Für Privatpersonen ist das mit xv Dateiname(n) & zu startende Programm generell kostenlos, am Arbeitsplatz darf es kostenfrei eingesetzt werden, sofern es nicht unmittelbar zur Erledigung der Arbeit dient.

Wer das Programm ohne Argumente oder per Menü (z. B. Grafik / Ansicht / xv bei SuSE 8.2) aufruft, holt sich die Bedienoberfläche xv controls mit einem Rechtsklick auf das Startfenster hinzu. Klicken Sie auf die Schaltfläche Load auf der rechten Fensterseite, um ein einzelnes Bild auszuwählen, oder auf Load all, um alle Dateien in einem Verzeichnis in die Dateiliste der xv controls zu übernehmen. Letzteres lohnt sich allerdings nur für Ordner, in denen ausschließlich Grafikdateien liegen. Dieser Liste können Sie jederzeit weitere Bilddateien hinzufügen.

Abbildung 8: Bilder mit xv anzeigen

Zum Anzeigen einer bestimmten Datei doppelklicken Sie deren Namen (Abbildung 8); mit Next und Prev blättern Sie in der Liste vorwärts oder zurück.

Hinter der Schaltfläche Algorithms verbirgt sich ein Menü mit Funktionen zur Grafikbearbeitung. Um eine daraus zu wählen, halten Sie die linke Maustaste so lange gedrückt, bis Sie auf dem entsprechenden Eintrag angelangt sind – etwa auf Blur..., das das Bild wie bei Pixie so verschwimmen lässt, dass zum Beispiel winzige Schrift doch wieder lesbar wird. Sharpen... schärft das Bild, Emboss erzeugt ein Relief, Edge Detect hebt Ränder hervor, Oil Painting erzeugt ein Ölgemälde. Pixelize löst das Bild in einzelne Pixel auf, DeSpeckle lässt die Farben ineinander fließen.

Im Menü der Schaltfläche Display warten Funktionen zum Dithering und Glätten (Smooth); außerdem definieren Sie dort die Farbpalette.

Das Menü 24/8 Bit bestimmt, ob Sie mehr (24 Bit) oder weniger (8 Bit) Farben anzeigen oder ein Bild von 24 Bit Farbtiefe nach 8 Bit konvertieren wollen. Die Größe einer Grafik lässt sich über das Menü Image Size verändern, zum Beispiel verdoppeln (Double Size) oder um 10 Prozent verkleinern (10 % smaller).

Die Schaltflächenleiste am unteren Rand der xv controls wiederholt einen Teil dieser Menüpunkte, enthält aber auch zusätzliche Standardfunktionen wie Kopieren und Ausschneiden. Mit Hilfe der Schaltfläche A lässt sich ein Foto beschriften: Zuerst ziehen Sie mit der linken Maustaste einen Rahmen auf dem zu bearbeitenden Bild auf, klicken auf den A-Knopf und hinterlegen Ihren Text.

Der hinter dem Grab-Button versteckte Dialog erzeugt Screenshots und bietet in diesem Zusammenhang alle bei Pixie genannten Funktionen. Startet man die Aufnahme mit AutoGrab, piepst der Rechner nach der eingestellten Zeit und erzeugt einen Screenshot des Fensters, über dem der Mauscursor ruht (bzw. des gesamten Desktops). Bei Grab hingegen erscheint der Screenshot erst nach einem weiteren Klick auf das gewünschte Fenster.

Hinter dem Menü Windows verbergen sich einige nette Zusatzprogramme, etwa der Farbeditor (Color editor). Image info blendet Informationen zur Datei ein, und mit Image comment erfassen Sie einen mehrzeiligen Kommentar zum Bild.

Wer nicht gerade KDE nutzt, dekoriert seinen Desktop-Hintergrund über die Schaltfläche Root mit dem aktuellen Bild: auf Wunsch gekachelt oder mit Root:mirrored gespiegelt.

xv lässt sich weitgehend direkt über die Tastatur bedienen, die Tastaturkürzel stehen hinter jedem Menüpunkt oder in der Liste im Menü Windows / XV Keyboard Help.

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LinuxUser 06/2012

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