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Digitale Kameras unter Linux nutzen

Anschlusskunde

Praxiseinsatz von Digikam

Um Digikam benutzen zu können, konfigurieren Sie Ihre Digitalkamera über die Menüzeile unter Configure / Setup. Unter dem Karteikartenregister Camera Settings wählen Sie Ihr Gerät aus. Stellen Sie dazu sicher, dass sich die Kamera im Überspielmodus befindet und mit dem PC verbunden ist. Als erstes sollten Sie über die Schaltfläche Auto-Detect versuchen, die Kamera erkennen zu lassen – es geht aber auch manuell.

Wählen Sie dazu über das Listfeld das gewünschte Kameramodell aus. Auf der rechten Seite geben Sie an, ob die Kamera über eine serielle oder USB-Schnittstelle mit Ihrem PC verbunden ist. Die Wahl haben Sie hier nur bei den Modellen, die beide Anschlüsse besitzen oder in beiden Varianten erhältlich waren. USB-Kameras benötigen keine weiteren Einstellungen; bernehmen Sie die Einstellungen über die Schaltfläche Apply. Bei seriellen Kameras sollten Sie zusätzlich angeben, an welcher seriellen Schnittstelle sie angeschlossen sind.

Sollte es mit einer USB-Kamera zu Problemen kommen, können Sie alternativ den USB-Mass-Storage-Treiber verwenden. Dazu müssen Sie zunächst das Speichermedium, wie im Artikel beschrieben, als Wechselmedium mounten. Wählen Sie dann als Kameramodell den Eintrag USB-Mass-Storage und geben sie als Verzeichnis den Mount-Pfad an. Das Hauptmenü von Digikam zeigt nun den Inhalt Ihres Home-Verzeichnisses an. Unten links finden Sie die von Ihnen gewählte Kamera. Klicken Sie diesen Eintrag an, um eine Übersicht aller auf der Kamera gespeicherten Dateien zu erhalten – diese werden Ihnen als kleine Thumbnails angezeigt. Um einzelne Bilder herunterzuladen, halten Sie die Steuerungstaste gedrückt und klicken alle gewünschten Bilder an. Rufen Sie dann über die Menüzeile Download Images / Selected auf.

Fazit

USB-Mass-Storage-Treiber, GPhoto2 und Digikam bilden eine leistungsfähige Einheit und gestatten es, fast alle DigiCams mit Linux zu benutzen – dank der einfachen und intuitiven Oberfläche von Digikam auch einsteigertauglich. Die Kommandos von gPhoto2 können zudem in eigenen Skripten benutzt werden, zum Beispiel, um alle Bilder in einem Rutsch von der Kamera herunterzuladen, zu konvertieren und deren Bildgröße zu ändern.

Der Autor

Michael Mielewczik (26) studiert in Düsseldorf Biologie. Seit Jahren begeisterter Linux-Freak, ist er besessen von den multimedialen Eigenschaften von Linux: Digitale Fotokameras haben seine alte Liebe zur Fotografie neu aufleben lassen. Die Weiterverarbeitung der digitalen Bilder nimmt er ausschließlich mit Hilfe des alternativen Betriebssystems vor.

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LinuxUser 06/2012

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