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Verflixt und zugenäht

PanoTools

Ansehnlich

Um das Panorama zu betrachten, schließen Sie PTPicker und rufen mit java -jar pteditor.jar den Viewer auf. Über File/Open Panorama laden Sie das erstellte Panorama. Es befindet sich standardmäßig im PTLinux-Verzeichnis. In diesem Panorama können Sie nun mit der Maus umherschwenken. Halten Sie dazu die linke Maustaste gedrückt und ziehen Sie nach rechts oder links. Mit [+] und [-] zoomen Sie in die Szene hinein bzw. heraus.

Das Programm PTEditor kann übrigens noch mehr. Über das Menü Edit speichern Sie eine Ansicht des Panoramas, welche dann mit einem externen Programm verändert und wieder ins Panorama zurückimportiert werden darf. Über Edit/Load lassen sich weitere Bilder hinzufügen. Eine genaue Anleitung zu PTEditor finden Sie auf der Homepage der PanoTools [1].

Sollten Sie mit den Ergebnissen nicht zufrieden sein, können Sie versuchen, unter PTPicker an verschiedenen Einstellungen zu drehen und/oder Kontrollpunkte zu entfernen oder hinzuzufügen. In einigen Situationen erzeugt der Stitcher auch ein unbrauchbares Ergebnis. Dies scheint insbesondere dann der Fall zu sein, wenn sich das letzte Bild zu stark mit dem Anfangsbild überschneidet. Bei unseren Tests ist es weiterhin vorgekommen, dass PTPicker jeweils zwei Kontrollpunkte plötzlich miteinander vertauschte. Es empfiehlt sich daher, das Projekt möglichst oft zu speichern (File/Save). Wer sich nicht auf PTPicker verlassen möchte, sollte einen Blick in die zahlreichen Dokumente im Internet werfen und die Projektdateien per Hand erstellen. Dokumente im Internet werfen und die Projektdateien per Hand erstellen.

Im Auge des Betrachters

Die PanoTools ermöglichen die Erstellung von Panoramafotos unter Linux. Ist das Ausgangsmaterial dabei von hoher Qualität, gelingen professionelle Ergebnisse. Dies zeigen nicht nur die Erfahrungsberichte vieler Profis im Internet. Leider erschließt sich der wahre Leistungsumfang nur dem, der sich durch den Dschungel der Projektdateien kämpft. Eine komfortable Benutzeroberfläche, wie ihn z. B. Photoshop-Anwender genießen dürfen, wäre für die Zukunft mehr als wünschenswert.

Abbildung 13: Die Linux Examples der PanoTool-Homepage.

Abbildung 14: Ein Teil des fertigen Hafen-Panoramas.

Abbildung 15: Ein Teil des fertigen Garten-Panoramas.

PTViewer

PTViewer ist ein reiner Bildbetrachter. Sie finden ihn auf der Homepage der PanoTools in mehreren Versionen. Die Java-Variante (PTVJ) ist für eine Einbettung in Browser gedacht, die Datei ptviewer.jar im Unterverzeichnis BigApplet&Application lässt sich aber auch ohne Browser ausführen. Wechseln Sie dazu in einem Terminal in das genannte Verzeichnis, und geben Sie dort den Befehl java -jar ptviewer.jar ein.

Neben der Java-Version existiert auch noch eine native Linux-Variante. Bevor diese zum Einsatz kommen kann, muss sie zunächst noch übersetzt werden. Voraussetzung ist eine Installation der Entwicklungswerkzeuge Ihrer Distribution. Geben Sie in einem Terminal-Fenster den Befehl make im Unterverzeichnis src des entpackten Archivs ein, um das Programm PTViewer zu erzeugen. Bitte beachten Sie, dass diese Version nur Panoramen im JPEG-Format anzeigen kann und eine Farbtiefe des Bildschirms von 24 Bit voraussetzt. Im Zweifelsfall müssen Sie hierzu Ihre Bildschirmeinstellungen ändern.

Hinter den Kulissen

Wer das ganze Leistungsspektrum der PanoTools nutzen möchte, muss sich über kurz oder lang mit den Projektdateien anfreunden. Diese regeln, wie die einzelnen Programme mit dem Bildmaterial umgehen. Wie schon beschrieben, legen Sie eine solche Datei mit dem Tool PTPicker an/ Die erste Zeile könnte in einem Texteditor so aussehen:

p f1 w2320 h282 v360 u10 k0 n"JPEG"

Das p zeigt an, dass Daten für das fertige Panorama folgen. Die Zahl 1 hinter f bedeutet, dass das fertige Panorama ein Zylinder sein soll. Innerhalb der Anführungszeichen nach dem n steht das Ausgabeformat. Möglich sind neben JPEG QuickTime VR (QTVR), LivePicture (IVR), TIFF, PNG und einige andere Formate, die aber primär zur Weiterbearbeitung dienen.

Weiter unten in der Projektdatei folgen Zeilen, die angeben, welche Bilder wie zusammen genäht werden sollen:

i f3 w648 h972 y120 p0 r0 v=0 n"Image2.JPG" a=0 b=0 c=0 d0 e0 X2 Y0 Z0

Sofern Sie in PTPicker ein falsches Bild gewählt haben, können Sie den Dateinamen hinter dem Parameter n manuell abändern. Eine vollständige Aufstellung aller Optionen finden Sie in den beiden Script-Dateien im Unterverzeichnis Scripts des PTLinux-Verzeichnisses.

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Infos zum Autor

Tim Schürmann

Tim Schürmann

Tim Schürmann ist Diplom-Informatiker und derzeit als freier Autor unterwegs. Mehr Informationen finden Sie auf seiner Homepage unter http://www.tim-schuermann.de.


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LinuxUser 06/2012

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