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Die Geheimnisse der KDE-Kommandobrücke

K-tools

Regional-Einstellungen & Zugangshilfen

Arbeiten Sie an Ihrem Rechner mehrsprachgig, möchten Sie wahrscheinlich je nach Sprache die zugehörige Tastatur verwenden. Das ist kein Problem dank dem Punkt Tastaturlayout. Wählen Sie dazu den Punkt Tastaturlayouts aktivieren an. Unter Tastaturtyp stellen Sie die Art Ihrer Tastatur ein. Die standardmäßig verwendete Sprache geben Sie über den Punkt Primäre Belegung an. Im Bereich Zusätzliche Belegungen fügen Sie dagegen andere Sprachen hinzu.

Noch spannender wird es beim Punkt Tastenkürzel. In den Anfängen des KDE-Projekts gab es keine frei konfigurierbaren Tastenkürzel – von vielen schmerzlich vermisst. Grund genug für die Entwickler, mittlerweile mit mehreren Tastenbelegungen aufzuwarten: Allgemeine Tastenkürzel, Tastenkürzel-Serien und Tastenkürzel für Einzelprogramme: So heißen die Tabs, auf denen Sie diese einstellen.

Dabei kann man entweder die mitgelieferten KDE-Standard-Schemata verwenden oder sich ein oder mehrere Schemata ganz nach dem eigenen Geschmack definieren und diese dann je nach Bedarf aufrufen. Klicken Sie dazu einfach auf das Schema der Wahl im Pulldown-Menü in der linken oberen Ecke.

Die entsprechenden Kürzel des Schemas werden einzeln in der Box mit dem Titel Aktion darunter aufgeführt. Wollen Sie ein eigenes Tasten-Schema definieren, stellen Sie einfach die jeweiligen Tastenkombis ein und klicken auf Neues Schema Speichern... Es erscheint eine Dialog-Box, in der Sie der Eigenkreation noch einen mehr oder minder aussagekräftigen Namen geben dürfen.

Tastenkombinationen erstellen Sie dabei wie folgt: KDE übernimmt erst einmal die bis dato gültigen Kürzel, die erst in einem zweiten Schritt den eigenen Bedürfnissen angepasst werden können. Bewegen Sie dazu einfach den Cursor auf die Aktion, die mit einer neuen Tastenkombination versehen wird.

Sie haben die Möglichkeit, in der untersten Sektion dieser Aktion entweder keine Kombination zuzuordnen (Keine wählen), die KDE-Standardeinstellung zu übernehmen, so es sie denn gibt (Standard anwählen), oder auf Benutzerdefiniert zu klicken und in der daraufhin erscheinenden Dialogbox aus den vorhandenen Tasten wie Umschalt, STRG, ALT etc. eine Kombination zu definieren.

Abbildung 5: Tastenkombis Marke Eigenbau

Sound & Multimedia

Diese Sektion darf man wohl getrost als die "Soundfactory" des Kontrollzentrums bezeichnen. Hier dreht sich alles um Audio, CDs & Co. Lassen Sie es klingen! Besonders interessant ist die Unterabteilung Sound-System, da Sie hier Einstellungen zum KDE-Soundserver Arts vornehmen.

Dieser Soundserver erlaubt es, mit mehreren Multimedia-Programmen auf einmal zu hantieren. So ist es gar kein Problem mehr, mit Systemklängen die gewünschten Benachrichtigungen zu erhalten, während im Hintergrund trotzdem weiter die neue MP3-Datei abgespielt wird. Lassen Sie daher ruhig die Voreinstellung aktiviert.

Wer kein kleines Netzwerk sein Eigen nennt, kann das Feld Netzwerk-Transparenz aktivieren vernachlässigen, da Sie hiermit nur bewirken, dass Sound-Abfragen aus dem Netzwerk bearbeitet werden. Soundserver mit Echtzeit-Priorität betreiben sollten Sie aktivieren, wenn Sie Ihrem Soundserver oberste Priorität einräumen wollen. Dann unterbrechen andere Anwendugen die Klänge nicht.

Normalerweise blockiert Arts die Sound-Karte, so dass andere Programme nicht darauf zugreifen können. Wenn Sie die Option Autom. abschalten, wenn inaktiv für markieren, schaltet Arts sich ab und gibt die Soundkarte für andere Anwendungen frei, falls für die von Ihnen hier eingetragene Zeit keine Anforderungen vorgelegen haben. Wenn Arts eine Anforderung vorliegt, schaltet er sich wieder ein und arbeitet normal weiter.

Achtung: Diese Option kann zu einer kleinen Startverzögerung bei Arts-Anwendungen führen.

Werfen wir noch kurz einen Blick auf den Tab Sound-Ein/Ausgabe. Betreiben Sie Internet-Telefonie, sollten Sie Volle Duplex-Fähigkeit aktivieren auswählen, um gleichzeitig aufnehmen und abspielen zu können. Mit dem Schieberegler legen Sie hier zudem die Audio-Puffer-Größe fest: Diese bestimmt, wie viel Ressourcen dem Soundserver zur Verfügung stehen sollen.

Als Faustregel können Sie sich merken: Je kürzer die Reaktionszeit, desto größer die CPU-Last. Verlängern Sie die Reaktionszeit, entlastet dies zwar Ihre CPU, aber eventuell bezahlen Sie dies mit einer schlechteren Klangqualität.

Abbildung 6: Willkommen in der "Soundfactory" des KDE-Projekts

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LinuxUser 06/2012

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