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01.09.2003

Linux auf X-Box ohne Hardware-Modifikationen

Auf dem LinuxTag boten Entwickler Interessierten an, ihre X-Box Linux-tauglich zu machen

Das X-Box-Linux-Projekt hat es geschafft, Linux ohne Eingriff in die Hardware auf der X-Box zu installieren. An diesem Erfolg trägt auch Microsoft einen nicht unerheblichen Anteil, wenn auch unfreiwillig.

Das Projekt versucht bereits seit einiger Zeit, Linux auf die X-Box zu bringen. Bisher standen die Entwickler allerdings vor dem Problem, dass die X-Box Software auf eine gültige Signatur von Microsoft überprüft, bevor sie sie startet. Findet die Software keine solche Signatur, lädt sie das Programm auch nicht.

Das lässt sich zwar durch eine Modifikation an der Hardware der X-Box verhindern, doch diese Lösung ist nicht optimal: Ziel ist es, Linux auf die X-Box zu bringen, ohne dass der Benutzer die Konsole aufschrauben muss. Dafür setzte der Chef von Lindows.com, Michael Robertson, sogar eine Prämie von 100 000 US-Dollar aus.

Nun scheint der Durchbruch gelungen: Der Student Stefan Esser veröffentlichte per E-Mail eine Sicherheitslücke in der Software der X-Box, mit der die Anwender völlig ohne Modifikationen an der Hardware jede beliebige Software laden.

Diese Lücke befindet sich im so genannten Dashboard, dem grafischen Interface. Die X-Box prüft nämlich Audio- und Schriftdateien nicht auf eine gültige Signatur. Zusätzlich gibt es im Programm, das für das Laden der Schriftarten zuständig ist, einen möglichen Buffer Overflow. Nutzt der Angreifer diesen durch das Einschleusen einer eigenen Schriftdatei aus, kann er beliebigen Code – also auch Linux – auf der X-Box ausführen.

Fertig modifzierte Font-Dateien kursieren bereits im Internet, so dass selbst Laien kein Problem mehr haben, die X-Box ohne Modifikationen an der Hardware fit für Linux zu machen. Das X-Box-Linux-Projekt war auf dem Linuxtag vertreten und bot dort Besitzern einer X-Box an, diese Linux-tauglich zu machen. http://xbox-linux.sf.net, http://lists.netsys.com/pipermail/full-disclosure/2003-July/01895.html

Ethernet-Karte mit integrierter Firewall

Die PCI630 des amerikanischen Unternehmens Snapgear bietet Firewall- und Router-Funktionen ohne zusätzliche Hardware. Diese PCI-Ethernet-Karte hat einen eingebauten Realtek RT8139-Chipsatz, den fast jedes Betriebssystem unterstützt. Zwischen diesem und dem 10/100 MBit-Ethernet-Anschluss läuft ein komplettes Linux-System auf einem Embedded Prozessor. Das System befindet sich in einem 4 MByte großen Flash-Speicher und verfügt über 16 MByte RAM.

Mit dieser Karte steht dem Benutzer eine Menge an Funktionen bereit; unter anderem PPPoE für ADSL-Anschlüsse, NAT, Traffic Logging und Shaping, DHCP und VPN. Auf dem Chip befindet sich auch ein Web-Server, über den der Anwender das Linux-System konfiguriert. Alternativ ist ein Telnet-Server installiert, über den das System komplett administriert wird.

Der Preis für die PCI630 liegt bei 350 Euro. http://www.snapgear.de

Easynet DSLbyCall für Linux

Die Easynet GmbH bietet ihr satellitengestütztes DSL-Angebot künftig auch für Linux an. Nach eigenen Angaben gab es derart viele Kundenanfragen, dass Easynet sich entschied, eine Software für Linux zu schreiben, um das Angebot auch mit diesem Betriebssystem zu nutzen. Das Programm steht auf der Web-Seite zum kostenlosen Download bereit.

Der Tarif DSLbyCall beinhaltet eine Satellitenverbindung mit dem Internet mit bis zu 1024 KBit/s zu einem Minutenpreis von 5,99 Euro-Cent. Eine Anmeldung ist nicht notwendig. Für den Rückkanal benötigt die Software einen ISDN-Anschluss. Die Verbindungskosten für den Rückkanal sind im Preis inbegriffen und werden über die Telefonrechnung abgerechnet. Wer allerdings kein Kunde der Deutschen Telekom ist, kann dieses Angebot derzeit nicht nutzen.

Da für die Satelliten-Verbindung entsprechende Hardware benötigt wird, bietet Easynet auch ein Komplettpaket zum Preis von 90 Euro an. Es enthält eine Satellitenschüssel mit universellem LNB und die DVB-Karte Skystar 2 von Technisat. Diese Karte wird jedoch nur rudimentär von Linux unterstützt. http://www.dslbycall.net

Linux-Supercomputer erstellt Baum des Lebens

Die National Science Foundation hat sich zum Ziel gesetzt, einen vollständigen Stammbaum aller Lebewesen zu erstellen. Dazu muss die DNA aller dieser Lebewesen analysiert und miteinander ins Verhältnis gesetzt werden.

Diese Aufgabe übernimmt der Linux-Cluster Demeter am American Museum of Natural History in New York. Der Cluster besteht aus 240 Pentium 4 Xeon-Prozessoren, die über Myrinet miteinander verbunden sind. Demeter steht auf Platz 107 der Top-500-Liste mit einer Leistung von 680,3 GFlops. Alle Daten des Tree of Life werden in einer MySQL-Datenbank gespeichert und von einem Apache-Webserver ins Web gestellt.

Das Projekt besteht mittlerweile aus 2600 Seiten. Bei einer Anzahl von 3 Milliarden Lebewesen auf der Erde wird der fertige Baum aber wohl noch etwas auf sich warten lassen. http://www.tolweb.org/

Mini-Server von Pyramid

Auf dem LinuxTag in Karlsruhe stellt Pyramid einen sehr kompakten Server mit einer Grundfläche eine A5 Seite vor. Die Hardware verfügt eine VGA-Ausgang, PS/2-Anschlüsse, zwei PCMCIA-Steckplätze, zwei LAN-Ports sowie eine 80 GByte Festplatte.

Als CPU kommt eine C3 Eden von VIA zum Einsatz, die auf 400 MHz getaktet ist. Das Gerät ist mit 256 MByte Arbeitsspeicher ausgestattet. Aufgrund der Bauweise und den Leistungsdaten eignet sich der Rechner als Routerbox, Firewall oder in Zusammenhang mit einer optionalen WLAN-Karte als Accesspoint.

Die Firma verwendete zur Entwicklung der LCD-Display-Treiber die Distributionen Debian, Red Hat und SuSE. Über das Display greift der Adminstrator schnell wichtige Daten der Box zu wie IP-Adresse oder gespeicherte PIN-Nummern zu. der Preis für eine Standard-Hardware beträgt XXX Euro. http://www.pyramid.de

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