Es ist Freitag abend, draußen regnet es in Strömen. Man sitzt vor dem Fernseher, doch dort läuft mal wieder nichts Interessantes. Aber nach einem Griff zur Fernbedienung quellen aus den Boxen der Surround-Soundtrack der Lieblings-DVD, ausgewählte Stücke aus einem Musik- und Videoarchiv oder Musik aus einem Online-Radio. All dies und noch viel mehr ist mit xine möglich.
Features
Es sei noch kurz vorweggeschickt, dass "xine" immer klein geschrieben und "ksiin" ausgesprochen wird. Was ist xine nun eigentlich? Es ist eine Bibliothek, die es erlaubt, alle gängigen Multimediaformate wiederzugeben. Die Daten können dabei von der Festplatte, von einer Audio-CD, von DVD oder VCD kommen, sogar eine Fernsehkarte kann angezapft werden. Des weiteren werden alle gängigen Streaming-Protokolle unterstützt: xine verträgt sich mit RTSP, MMS und Streams über HTTP.
Außerdem unterstützt die Software alle wichtigen Dateiformate wie AVI, MPEG, WAY, QT/MPEG4, ASF und Ogg sowie verschiedene Real-Player-Formate. Eine vollständige Liste aller abspielbaren Codecs finden Sie auf der Features-Seite [1].
Installation von xine
Xine lässt sich auf zwei Wegen installieren: Auf http://www.xinehq.de stehen im Download-Bereich verschiedene Binärpakete bereit. Unter Umständen ist die eigene Distribution dabei.
Unter Red Hat und SuSE Linux lassen sich diese Pakete mit dem Befehl rpm -i [Paketname] ganz einfach installieren. Bei Debian Linux ist dies mit dpkg -i [Paketname] direkt oder mit apt-get aus dem unstable-Tree möglich.
Vorsicht: Die xine-Pakete, die eventuell in Distributionen enthalten sind, bauen vielfach auf alten Versionen auf und unterstützen nicht alle gängigen Formate. Sollte es für die eigene Distribution kein Paket geben, bleibt nur der Weg, die Bibliothek selbst zu kompilieren. Nach dem Download der Quellen von der Xine-Homepage [2] wird es mit dem üblichen ./configure; make; make install installiert. Dazu müssen natürlich der C-Compiler und die nötigen Bibliotheken installiert sein.



