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Software

01.08.2003

++++ News Ticker ++++

+++ linus torvalds neuer job +++

Das Open Source Development Lab (kurz: OSDL) (http://www.osdl.org), ein Gemeinschaftsprojekt vieler renommierter IT-Größen wie z. B. SGI, IBM, NEC, Intel, HP und Red Hat zur Förderung der Linux-Entwickler, hat nun seinen ersten festen Mitarbeiter: Kein Geringer als Linus Torvalds, der vor 13 Jahren Linux erfand, wird der erste fest angestellte Entwickler beim OSDL sein, das bisher lediglich Datenzentren in Oregon und Japan unterhielt sowie Linux-Projekte sponserte. Als Grund für den Wechsel gab Torvalds selbst an, dass die kommende Kernel-Version 2.6 seine ganze Aufmerksamkeit benötige. Seinem bisherigen Arbeitgeber Transmeta dankte er für den Handlungsspielraum, der ihm all die Jahre für die Linux-Entwicklung gewährt wurde.

+++ open-content-lizenz +++

Im Auftrag des Universitätsverbunds Multimedia NRW entwickelte das Institut für Rechtsfragen der freien und Open Source Software (kurz: IfROSS) (http://www.ifross.de) eine Open-Content-Lizenz, die auf das deutsche sowie das europäische Urheber- und Vertragsrecht abgestimmt ist und das erfolgreiche Open-Source-Lizenzmodell auf Werke wie Datenbanken, Text oder Bilder überträgt. Dadurch sollen Probleme mit bestehenden länderspezifischen Lizenz-Modellen der Vergangenheit angehören. Entwickelt wurde das Lizenzmodell, um die Verbreitung von Werken, die an den Hochschulen in Nordrhein-Westfalen erstellt wurden, abzusichern. Dank seiner neutralen Formulierung lässt es sich jedoch auch für andere Projekte einsetzen, da der Lizenztext frei verfügbar ist und unverändert weitergegeben werden darf.

+++ ghostscript verlässt gnu-projekt +++

Jedem, der schon unter Linux drucken wollte, ist der Software-Postscript-Interpreter Ghostscript (http://ghostscript.com) sicher ein Begriff. Dieses überaus nützliche Tool war bisher in einer kommerziellen so genannten AFPL- und einer etwas älteren freien GNU-Version (unter der GPL) erhältlich. Da, wie sich jetzt herausstellte, die GNU-Version die GNU-Richtlinien nicht in allen Punkten erfüllt, wird es nach GNU Ghostscript 7.07 keine neuen Versionen als Teil des GNU-Projektes mehr geben. An ihre Stelle tritt eine freie, unter GPL stehende Version, die sich GPL-Ghostscript nennen wird. Für den Anwender ändert sich dabei jedoch nichts, da GPL-Ghostscript die GNU-Reihe funktionell nahtlos fortsetzt; es ist lediglich eine Namensänderung.

+++ neverwinter nights client +++

Eine gute Nachricht gibt es für alle Zocker unter den Linux-Usern: Gut ein Jahr nach der Server-Version für Linux gab BioWare jetzt endlich den heiß erwarteten Linux-Client für das Rollenspiel Neverwinter Nights (http://nwn.bioware.com) heraus. Wie schon bei den ersten Beta-Versionen, benötigt der Spieler den gültigen Registrierungsschlüssel einer Windows-Installations-CD. Außerdem müssen die Ressourcen-Dateien von einer bestehenden Installation übernommen werden. Wer keine Lust hat, das Spiel erst unter Windows zu installieren, kann sich die Ressourcen auch als 1,2 GB grosses Archiv bei BioWare herunterladen. Eine schnelle Anbindung und eine Flatrate sollten dann aber vorhanden sein. Sind diese Hürden umschifft, steht dem Spielspaß nichts mehr im Weg.

setedit, der Nostalgie-Editor

Viele ältere Linuxer machten ihre ersten PC-Erfahrungen im Informatikunterricht der Schule. Damals stand meist Programmieren in Turbo Pascal auf dem Lehrplan: Das Borland-Produkt bot für seine Zeit bereits eine sehr komfortable Entwicklungsumgebung, der manch alter Hase insgeheim ein wenig nachtrauert.

setedit (http://setedit.sourceforge.net) bringt jetzt den alten Borland-Editor auf den Linux-Desktop. Ursprünglich als Bestandteil von RHIDE, einer Portierung der Borland-Entwicklungsumgebung, geplant, ist der Editor allein bereits eine interessante Alternative zu Größen wie Emacs. Dabei entspricht er ganz seinem Borland-Vorbild: Neben der klassischen, an Wordstar angelehnten Tastaturbelegung wird dies besonders bei der in TVision implementierten CUA-Oberfläche deutlich. Damit bietet Setedit sowohl im Terminal als auch in der Konsole eine bequeme, gut strukturierte Oberfläche, die auch die Mausbedienung unterstützt. Neben den üblichen Editorfunktionen verfügt Setedit noch über eine Reihe nützlicher aber auch unterhaltsamer Funktionen, wobei der eingebaute MP3-Player sicher der letzteren Gruppe zuzuordnen ist. Features wie Taschenrechner, Bildschirmschoner für die Konsole, Makro-Rekorder sowie Syntax-Highlighting sind hingegen nur einige der nützlichen Funktionen.

Insbesondere das Syntax-Highlighting ist sehr umfangreich und unterstützt von 4DOS bis zum Unix-Shell-Script über 35 verschiedene Programmier- und Auszeichnungssprachen wie TeX oder HTML. Darunter befinden sich auch Raritäten und Exoten wie 80x86 AT&T Assembler, Clipper oder PIC Assembler. Selbstverständlich lassen sich alle Highlighting-Schemata durch Schlüsselwörter erweitern. Hier zeigt sich bereits, dass Setedit in fast allen Bereichen frei konfigurierbar ist und somit optimal an die Bedürfnisse des Benutzers angepasst werden kann.

Alle Optionen und Einstellungen zu beschreiben, würde den Rahmen dieser Rubrik sprengen. Interessierte können Setedit direkt von der Heft-CD installieren. Vergessen Sie aber nicht, vorher TVision einzuspielen, da dies in den meisten Distributionen nicht enthalten ist.

Abbildung 1

Abbildung 1: Auf den ersten Blick unterscheidet sich Setedit nicht vom Borland-Editor

Abbildung 2

Abbildung 2: In punkto Konfiguration hat Setedit Borland jedoch einiges voraus.

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