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01.08.2003

Mit Karamba statt Karacho geht's in den KDE-Sommerendspurt. Neben diesem Tool für Desktop-Fetischisten gibt es bald auch einen deutschen Thesaurus für KWord, und auch das KDE-Edu-Projekt hat einmal mehr Nachwuchs bekommen.

Superkaramba

Karamba, Karacho, KDE – nach diesem Motto begeistert Karamba und sein Nachfolger Superkaramba (http://netdragon.sourceforge.net/) bereits seit einiger Zeit das Herz so manches Desktop-Fetischisten. Kein Wunder, denn selten war das Erstellen von Desktop-Erweiterungen so einfach wie mit diesem Tool. Wenige Befehle reichen, um im Eigenbau kleine Goodies bis hin zu komplexen Erweiterungen für den KDE-Desktop zu produzieren.

Superkaramba ermöglicht es, Texte, Bilder und interaktive Inhalte direkt auf dem Desktop darzustellen und mittels Python oder Perl zu steuern. So vergeht kein Tag, an dem nicht neue Applikationen oder Erweiterungen für KDE unter http://www.kde-look.org/index.php?xcontentmode=karamba erscheinen. Dort finden sich unter anderem News-Ticker wie http://www.kde-look.org/content/show.php?content=5891, Wetter-Anzeigen wie http://www.kde-look.org/content/show.php?content=5635 oder farbenfrohe System-Monitore wie http://www.kde-look.org/content/show.php?content=6147.

Eine besondere Anwendungsgruppe sind die Alternativen zum KDE-Panel Kicker. Doch da gilt es, Vorsicht walten zu lassen: Viele dieser Anwendungen zeichnen sich zwar durch Ideenreichtum, animierte Menüs und extravagantes Aussehen aus (Abbildung 1), können aber in Hinblick auf Geschwindigkeit und Stabilität derzeit noch nicht mit der offiziellen Werkzeugleiste Schritt halten.

Abbildung 1: Mit Hilfe von Karamba verwandelt man KDE beinahe in MacOS X

Wortschatz gesucht

Eine vernünftige Rechtschreibprüfung und ein gut gepflegter Thesaurus erleichtern allen nicht ganz Orthographie- und Stil-festen Schreiberlingen das Verfassen von Texten beträchtlich. Auf Fehlerkorrekturen durch ein Rechtschreibprogramm können KWord-Nutzer schon länger vertrauen, nur mit einem deutschen Synonymwörterbuch sah es bisher mau aus.

Das wird jetzt anders, denn mit OpenThesaurus (http://thesaurus.kdenews.org/) existiert seit ein paar Monaten eine Community, die eifrig an einem freien deutschen Thesaurus werkelt. Der angesammelte Datenbestand kann sich sehen lassen: Derzeit umfasst er bereits 25.000 Wörter in 12.000 verschiedenen Bedeutungen.

Unterstützung brauchen die Macher derzeit beim Prüfen der Daten, denn zirka 1.900 Thesaurus-Einträge müssen noch auf Fehler durchsucht werden. Also machen Sie mit – dann steht einem offiziellen Release 1.0 bald nichts mehr im Wege. Eine Menge Fragen rund um den Fehlercheck beantwortet übrigens die FAQ-Seite unter http://thesaurus.kdenews.org/faq.php.

Doch auch die Vorversion können Sie bereits für Ihre Texte einsetzen. Melden Sie sich entweder auf der Projekt-Homepage als Gast an, und suchen Sie online nach dem Wort Ihrer Wahl (Abbildung 2), oder laden Sie sich den Thesaurus in dem für Ihr Schreibprogramm passenden Format als Datei herunter. Momentan haben Sie die Wahl zwischen Dateien für OpenOffice, KWord (ab Version 1.3 Beta 1) sowie einer reinen Textdatei.

Abbildung 2: Der Thesaurus der OpenThesaurus-Community in der Online-Version

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