Die Qual der Wahl

Bereits die in Web-Browsern integrierten Java-Applets ermöglichen komfortables Spielen. Allerdings bieten grafische Frontends noch mehr Funktionen wie Sound-Unterstützung und die Möglichkeit, Partien lokal abzuspeichern. Doch auch dann lassen sich viele sinnvolle Optionen nur ausschöpfen, wenn man die grundlegenden Server-Kommandos kennt.

Im Reigen der für Linux erhältlichen Software schneidet das Java-Programm Jin erstaunlich gut ab. Es läuft effizient und lässt sich komfortabel bedienen. Als Wunsch bleibt vor allem der nach ausführlicher Dokumentation offen. Am ausgereiftesten präsentiert sich immer noch der Veteran Xboard, für den man jedoch eine gewisse Kommandozeilen-Affinität braucht. Eboard folgte ihm dicht auf den Fersen, wäre da nicht der Nachteil, dass er mit weitaus weniger Schach-Servern "kann". Die KDE-Alternative Knights besticht durch interessante Ansätze und die beste Dokumentation im Feld, hinkt jedoch noch ein wenig hinterher in der Entwicklung.

Alle Programme bieten verschiedene Figurensätze und Bretter, von denen allerdings jeweils nur wenige eine standardgemäße Qualität haben. Diese Manko gilt übrigens auch für die MS-Windows-Clients Blitzin und iNemesis, die zum größten Teil dieselben Figurensätze verwenden.

Der Autor

Dr.-Ing. Nayel Farag ist fasziniert von brillianten Schachkombinationen und spielt sie gerne am Bildschirm nach. Hin und wieder spielt er auch gegen reale Gegner in realen Schach-Cafés und hofft, sie eines Tages mit traumhaften Opferkombinationen matt zu setzen.

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