Mit Transcode zur MPEG-Datei

Der Tab für Transcode (Abbildung 4) ist der umfangreichste Karteireiter – kein Wunder bei der Fülle der Optionen. Wählen Sie zunächst die AVI-Datei aus, aus der Sie die Video-CD erstellen wollen. Diese wandelt transcode auf den Klick auf Ausführen hin – je nachdem, ob Sie sich im Feld Ausgabeformat für das VCD-Format oder für eine SVCD entscheiden – in eine Datei mit der Endung .m1v (für VCDs) oder .m2v (für SVCDs) sowie eine .mpa-Datei um. Die .mv-Dateien enthalten den Videoanteil, die .mpa-Datei den Audioanteil.

In der Regel fahren Sie mit der automatischen Erkennung des Import-Formats richtig. Bei Sonderwünschen erlaubt es die Box Importmodul, gezielt ein Videoformat anzugeben.

Für die Ausgabedateien stellt Kavi2svcd die Auflösung, den Codec, das Exportmodul und die Bitraten meist von alleine richtig ein. Spezielle Optionen erlauben es im Feld Ausgabedatei, einer Farbverfälschung der Ursprungsquelle entgegenzuwirken (Tausche rot/blau) oder ein zu dunkles Ausgangsvideo per Gamma Korrektur aufzuhellen.

Abbildung 4: Eine Fülle von Optionen greifbar macht der Transcode-Tab von kavi2svcd

Transcode kann statt des Kommandozeilen-Flags -Z auch Optionen benutzen, bei der die neue Bildgröße in Vielfachen von 32 verändert wird. Diese Algorithmen des Fast Resizing (anzuschalten im Feld Ausgabeformat) sind wesentlich schneller als -Z, mit der man genau die Zielauflösung angibt – allerdings bringen sie einen Hauch weniger Qualität. Da "Fast Resizing"-Optionen auf Vielfachen von 32 arbeiten, können sie nur bei Auflösungen verwendet werden, bei denen die Ziel-Breite und Höhe sich durch 32 teilen lassen.

Nur Audio bietet Ihnen die Möglichkeit, nur die Tonspur – und wenn ja, welche – der Ausgangsdatei zu transkodieren. Dies ist hilfreich, wenn ein Film in zwei Sprachen vorliegt und Sie eine VCD mit beiden erstellen möchten.

Aktivieren Sie YV12/I420i (-V), kommt dieser interne Video-Codec anstelle von RGB zum Einsatz. Damit einher geht ein Geschwindigkeitsgewinn, weshalb es sich empfiehlt, diese Option wann immer möglich zu verwenden.

Schwarzer Rand (-j) bezieht sich auf den schwarzen Streifen oberhalb und unterhalb des Bildes bei Breitwandfilmen. Da sich dieser Wert aus der Auflösung berechnet, muss er – wenn der Film selber keine Verzerrung aufweist – in der Regel nicht angepasst werden.

Der Schritt zur VCD-konformen MPEG-Datei

Das mplex-Tool macht aus einem mit transcode erzeugten .m1v/.mpa-Paar eine VCD-konforme mpeg-Datei. Sobald die vorliegt, lässt sich das Erstellen des VCD-Images und das anschließende Brennen auf CD mit Hilfe eines Skripts automatisieren. Dazu aktivieren Sie die Checkbox Erzeuge alle VCD-Dateien automatisch.

Kavi2svcd schaltet dann den Menüpunkt Kavi2svcd / Skript generieren/anzeigen aktiv und öffnet einen Dialog, in dem man das erzeugte Skript begutachten und ggf. ändern kann. Dieses ruft Kavi2svcd von nun an automatisch auf; die Karteikarten VCDImager und CDRDAO müssen Sie in diesem Fall nicht mehr durchlaufen.

Abbildung 5: Je nach Wunsch automatisieren Sie den Prozess ab diesem Punkt

LinuxCommunity kaufen

Einzelne Ausgabe
 
Abonnements
 

Ähnliche Artikel

  • Video-CDs mit GNU VCDImager
    Sie möchten ein Video nicht nur am Rechner im Büro, sondern auch auf dem heimischen DVD-Player betrachten? Sie besitzen aber nur einen CD-Brenner? Dann erstellen Sie einfach eine Video-CD!
  • Super-Video-CD unter Linux
  • K3b-Workshop – Teil 2
    K3b ist unbestritten die Nummer Eins unter den grafischen CD- und DVD-Brennprogrammen. Auch im Multimedia-Bereich hat das KDE-Tool einiges zu bieten.
  • Foto-VCDs unter Linux erstellen
    Seit Einzug der Digitalkameras in viele Haushalte sammeln sich auf der Festplatte unzählige Aufnahmen, sei es aus der eigenen Kamera oder von Freunden per Mail zugeschickt. Ausdrucke auf Fotopapier sind teuer, und das Notebook will man nicht zu jedem Anlass mitnehmen, um die Bilder vorzuführen. Interessant ist daher die Möglichkeit ein Fotoalbum als Video-CD zu erstellen.
  • Video-CDs und Super-Video-CDs unter Linux erstellen
    Mit Xawtv, den Mjpegtools und dem GNU VCD-Imager sind alle Werkzeuge zur Aufnahme eines Films über die TV-Karte und die anschließende Erstellung von (S)VCDs vorhanden. Allerdings ist die Zahl der beteiligten Programme und mehr noch deren Parametervielfalt für den Einsteiger verwirrend. Wir beschreiben die Vorgehensweise Schritt für Schritt.
Kommentare

Infos zur Publikation

LU 11/2014: VIDEOS BEARBEITEN

Digitale Ausgabe: Preis € 4,95
(inkl. 19% MwSt.)

Mit der Zeitschrift LinuxUser sind Sie als Power-User, Shell-Guru oder Administrator im kleinen Unternehmen monatlich auf dem aktuelle Stand in Sachen Linux und Open Source.

Sie sind sich nicht sicher, ob die Themen Ihnen liegen? Im Probeabo erhalten Sie drei Ausgaben zum reduzierten Preis. Einzelhefte, Abonnements sowie digitale Ausgaben erwerben Sie ganz einfach in unserem Online-Shop.

NEU: DIGITALE AUSGABEN FÜR TABLET & SMARTPHONE

HINWEIS ZU PAYPAL: Die Zahlung ist auch ohne eigenes Paypal-Konto ganz einfach per Kreditkarte oder Lastschrift möglich!       

Tipp der Woche

Schnell Multi-Boot-Medien mit MultiCD erstellen
Schnell Multi-Boot-Medien mit MultiCD erstellen
Tim Schürmann, 24.06.2014 12:40, 0 Kommentare

Wer mehrere nützliche Live-Systeme auf eine DVD brennen möchte, kommt mit den Startmedienerstellern der Distributionen nicht besonders weit: Diese ...

Aktuelle Fragen

Artikelsuche
Erwin Ruitenberg, 09.10.2014 07:51, 1 Antworten
Ich habe seit einige Jahre ein Dugisub LinuxUser. Dann weiß ich das irgendwann ein bestimmtes Art...
Windows 8 startet nur mit externer Festplatte
Anne La, 10.09.2014 17:25, 4 Antworten
Hallo Leute, also, ich bin auf folgendes Problem gestoßen: Ich habe Ubuntu 14.04 auf meiner...
Videoüberwachung mit Zoneminder
Heinz Becker, 10.08.2014 17:57, 0 Antworten
Hallo, ich habe den ZONEMINDER erfolgreich installiert. Das Bild erscheint jedoch nicht,...
internes Wlan und USB-Wlan-Srick
Gerhard Blobner, 04.08.2014 15:20, 2 Antworten
Hallo Linux-Forum: ich bin ein neuer Linux-User (ca. 25 Jahre Windows) und bin von WIN 8 auf Mint...
Server antwortet mit falschem Namen
oin notna, 21.07.2014 19:13, 1 Antworten
Hallo liebe Community, Ich habe mit Apache einen Server aufgesetzt. Soweit, so gut. Im Heimnet...