Schnappschüsse

Anders als ein traditionelles Fernsehgerät macht KWinTV Standbilder des laufenden Programms oder nimmt gar einen ganzen Videoclip auf. Möchten Sie einen Screenshot schießen, klicken Sie entweder auf das kleine Kamera-Icon in der Menüleiste oder den Menüpunkt Television / Snap Shot. Das gewünschte Format (jpg, pnm oder png) stellen Sie unter Settings / Configure KWinTV / Snap Shot ein. Hier haben Sie zusätzlich die Möglichkeit, die gewünschte Qualität, Größe und das Verzeichnis, in dem Sie die Schnappschüsse abspeichern wollen, festzulegen.

Mit einer ausreichend schnellen und großen Festplatte ausgestattet, starten Sie eine Videoaufnahme über Television / Video Clip. Leider ist der dabei zur Anwendung kommende Algorithmus zur AVI-Aufnahme nicht so effektiv wie der ähnlicher, textbasierter Tools wie des mittlerweile eingestellten Projekts bttv-grab [3]. So gehen bei langsamen Rechnern viele Frames verloren, und das Video weist häufig Querstreifen auf. Vermissen werden viele auch die Möglichkeit zur zeitgesteuerten Aufnahme – Videorekordern macht KWinTV derzeit noch keine Konkurrenz.

Dateien verwandeln

Mit kavi2svcd gibt Ihnen Autor Cornelius Kölbel ein grafisches Frontend an die Hand, das eine so erstellte avi-Datei mittels transcode und mplex in ein mpeg-File wandelt. Dieses lässt sich, als VCDoder SVCD auf einen CD-Rohling gebannt, archivieren oder als Geschenk verwenden.

Die jeweils aktuelle Version finden Sie unter http://www.cornelinux.de/linux/kavi2svcd. Zusätzlich benötigen Sie die dem Programm zugrunde liegenden Kommandozeilen-Tools transcode (http://www.theorie.physik.uni-goettingen.de/~ostreich/transcode/), mplex aus den mjepgtools von http://mjpeg.sourceforge.net/, cdrdao (http://cdrdao.sourceforge.net/ sowie vcdimager (http://www.vcdimager.org/).

Jedem dieser vier Kommandozeilen-Tools widmet die grafische kavi2svcd-Oberfläche einen separaten Reiter in der Reihenfolge ihres Einsatzes (Abbildung 4). Zum Erstellen einer Video-CD arbeiten Sie diese einfach von links nach rechts durch. Auf den Tabs selbst versteckt sich die Flut der Parameter der Kommandozeilen-Tools hinter Eingabefeldern, Checkboxen etc. Ganz unten auf jeder Karteikarte gibt es ein Feld Kommandozeile, das sich mit jeder Auswahl eines Eingabefelds weiter füllt.

Das Endresultat ist der Befehl, der an der Kommandozeile ausgeführt werden müsste. Sollten Sie trotz der großen Anzahl an Checkboxen und Menüs einen Parameter vermissen, tragen Sie ihn einfach per Hand in der erzeugten Befehlszeile nach. Das sollten Sie allerdings erst ganz am Schluss tun: Ändern Sie nämlich noch etwas per Mausklick, generiert Kavi2svcd das auszuführende Kommando neu und verwirft Ihre händischen Ergänzungen.

LinuxCommunity kaufen

Einzelne Ausgabe
 
Abonnements
 
TABLET & SMARTPHONE APPS
Bald erhältlich
Get it on Google Play

Deutschland

Ähnliche Artikel

  • Video-CDs mit GNU VCDImager
    Sie möchten ein Video nicht nur am Rechner im Büro, sondern auch auf dem heimischen DVD-Player betrachten? Sie besitzen aber nur einen CD-Brenner? Dann erstellen Sie einfach eine Video-CD!
  • Super-Video-CD unter Linux
  • Foto-VCDs unter Linux erstellen
    Seit Einzug der Digitalkameras in viele Haushalte sammeln sich auf der Festplatte unzählige Aufnahmen, sei es aus der eigenen Kamera oder von Freunden per Mail zugeschickt. Ausdrucke auf Fotopapier sind teuer, und das Notebook will man nicht zu jedem Anlass mitnehmen, um die Bilder vorzuführen. Interessant ist daher die Möglichkeit ein Fotoalbum als Video-CD zu erstellen.
  • K3b-Workshop – Teil 2
    K3b ist unbestritten die Nummer Eins unter den grafischen CD- und DVD-Brennprogrammen. Auch im Multimedia-Bereich hat das KDE-Tool einiges zu bieten.
  • Video-CDs und Super-Video-CDs unter Linux erstellen
    Mit Xawtv, den Mjpegtools und dem GNU VCD-Imager sind alle Werkzeuge zur Aufnahme eines Films über die TV-Karte und die anschließende Erstellung von (S)VCDs vorhanden. Allerdings ist die Zahl der beteiligten Programme und mehr noch deren Parametervielfalt für den Einsteiger verwirrend. Wir beschreiben die Vorgehensweise Schritt für Schritt.
Kommentare

Infos zur Publikation

LU 10/2016: Kryptographie

Digitale Ausgabe: Preis € 0,00
(inkl. 19% MwSt.)

LinuxUser erscheint monatlich und kostet 5,95 Euro (mit DVD 8,50 Euro). Weitere Infos zum Heft finden Sie auf der Homepage.

Das Jahresabo kostet ab 86,70 Euro. Details dazu finden Sie im Computec-Shop. Im Probeabo erhalten Sie zudem drei Ausgaben zum reduzierten Preis.

Bei Google Play finden Sie digitale Ausgaben für Tablet & Smartphone.

HINWEIS ZU PAYPAL: Die Zahlung ist ohne eigenes Paypal-Konto ganz einfach per Kreditkarte oder Lastschrift möglich!

Aktuelle Fragen

Soundkarte wird erkannt, aber kein Ton
H A, 25.09.2016 01:37, 6 Antworten
Hallo, Ich weiß, dass es zu diesem Thema sehr oft Fragen gestellt wurden. Aber da ich ein Linu...
Scannen nur schwarz-weiß möglich
Werner Hahn, 20.09.2016 13:21, 2 Antworten
Canon Pixma MG5450S, Dell Latitude E6510, Betriebssyteme Ubuntu 16.04 und Windows 7. Der Canon-D...
Meteorit NB-7 startet nicht
Thomas Helbig, 13.09.2016 02:03, 3 Antworten
Verehrte Community Ich habe vor Kurzem einen Netbook-Oldie geschenkt bekommen. Beim Start ersch...
windows bootloader bei instalation gelöscht
markus Schneider, 12.09.2016 23:03, 1 Antworten
Hallo alle zusammen, ich habe neben meinem Windows 10 ein SL 7.2 Linux installiert und musste...
Ubuntu 16 LTE installiert, neustart friert ein
Matthias Nagel, 10.09.2016 01:16, 3 Antworten
hallo und guten Abend, hab mich heute mal darangewagt, Ubuntu 16 LTE parallel zu installieren....