Fernsehen, mitschneiden und Video-CDs brennen unter KDE

Aus LinuxUser 08/2003

Fernsehen, mitschneiden und Video-CDs brennen unter KDE

Von der Glotze auf CD

TV total mit KWinTV, Video-CDs brennen leicht gemacht dank K3b und das Schweizer Heimkino-Taschenmesser Kavi2svcd – KDE bietet Film- und Fernsehfreaks alle Möglichkeiten zum Glotzen, Mitschneiden und Archivieren.

Was früher der Radio-Mitschnitt auf Kassette, ist, seit TV-Karten im heimischen Rechner fast zum guten Ton gehören, der Fernseh-Mitschnitt auf Video-CD. Kein Wunder, dass KDE hierfür alle nötigen Programme bietet, angefangen von der virtuellen Glotze bis hin zum entsprechend ausgestatteten Brennprogramm.

Erstere heißt KwinTV (http://www.kwintv.org/), eine Software, mit der sich die Computer-Flimmerkiste komfortabel bedienen lässt. Da deren neuer Maintainer George Staikos und seine Crew immer noch am endgültigen Update auf KDE 3.x basteln, stecken die Anwender derzeit allerdings in der Zwickmühle: Sie haben die Wahl zwischen KWinTV 0.8.x mit der alten Oberfläche, das in Version 0.8.12 auch bei der aktuellen SuSE-Distribution dabei ist, und dem KWinTV der Zukunft mit dem Frontend QtVision (Abbildung 1). Letztere basiert auf einer komplett neugeschriebenen Plugin-Architektur, durch die sich die Applikation künftig in viele Richtungen wird erweitern lassen.

Abbildung 1: Die nächste Generation

Abbildung 1: Die nächste Generation

QtVisions Alpha-Status mag den einen oder die andere abschrecken – in diesem Fall zu Recht: der Nachfolger ist noch wenig ausgereift und in aktuelleren Versionen als der mittlerweile über ein Jahr alten Alpha 1 nur direkt aus dem Versionskontrollsystem CVS, dem Arbeitsdepot der Entwickler, zu bekommen [1]. Aus diesem Grund besprechen wir im folgenden das alte Arbeitspferd [2], für dessen Installation unter Umständen KDE-2-Kompatibilitätspakete (bei Red Hat kde2-compat) einzuspielen sind.

Dieses starten Sie entweder über das K-Menü (bei SuSE Multimedia / Video / KWinTV) oder in einer Terminalemulation mit dem Befehl kwintv &.

Sie hören jetzt ein Rauschen und sehen ein grau rieselndes Bild? Prima, dann ist das Fernsehvergnügen nur noch ein paar Mausklicks entfernt. Präsentiert sich stattdessen ein blaues oder schwarzes Fenster, haben Sie entweder den falschen Treiber geladen oder den richtigen falsch konfiguriert. Ein erneuter Besuch im SuSE-Kontrollzentrum unter YaST2 Module / Hardware / TV-Karte dürfte jedoch im Falle der meisten SuSE-Anwender Abhilfe schaffen.

Alternativ nehmen Sie die nötigen Änderungen per Hand in der Datei /etc/modules.conf vor – Infos finden Sie zum Beispiel unter http://www.multimedia4linux.de/howto/DE-Video-TV-HOWTO-3.html oder in den übrigen Artikeln dieser Ausgabe zum Thema TV. Vergessen Sie bitte nicht, nach der Änderung den Befehl depmod -a aufzurufen und anschließend das betreffende Modul mit dem modprobe-Kommando neu zu laden.

Den Kanal schon voll?

Um KWinTV die richtigen Fernsehkanäle zu vermitteln, greifen Sie auf ein Helferlein namens Senderscan zurück, das sich über den Punkt Programm / Wizard in der Menüleiste aufrufen lässt. Klicken Sie zunächst den etwas unnötigen Informationsschirm per Next-Button weg. Auch der nächste Dialog zum Einstellen der Fernsehnorm bietet keine Tücken, da hier bereits PAL – und damit die im deutschsprachigen Raum übliche – eingetragen ist.

Erst die nächste Maske erfordert Entscheidungen: Sollen alle verfügbaren Frequenzen nach Fernsehkanälen durchsucht werden, oder soll sich der Wizard auf bestimmte Frequenzen beschränken? In der Regel lohnt es sich aus Gründen der Zeitersparnis, das Feld Scan whole frequency band zu deaktivieren und im darunter befindlichen Pulldown-Menü als Region Europe West anzugeben. Klicken Sie danach erneut auf den Next-Button und im nächsten Fenster auf Start. Sobald KWinTV alle verfügbaren Kanäle eingesammelt hat, finden Sie sich im Ausgangsbildschirm wieder, nur dass KWinTV diesmal stolz vermeldet, dass die Kanalsuche erfolgreich abgeschlossen wurde. Ein letzter Klick auf Finish, und das Fernsehvergnügen kann wie in Abbildung 2 beginnen.

Abbildung 2: Film ab!

Abbildung 2: Film ab!

Sollte die automatische Kanalsuche wider Erwarten scheitern, bleibt die Möglichkeit, die gewünschten Kanäle manuell einzustellen. Wählen Sie dazu Program / New an. Hier lässt sich über input source zusätzlich die Videoquelle konfigurieren – nur für den Fall, dass Sie nicht den TV-Tuner, sondern den Composite– oder S-Video-Eingang Ihrer Karte verwenden (Abbildung 3).

Abbildung 3: Wenn es der automatische Scan nicht tut, ist Handarbeit gefragt

Abbildung 3: Wenn es der automatische Scan nicht tut, ist Handarbeit gefragt

Ich glotz’ TV!

Fernsehen im kleinen Programmfensterlein macht nicht wirklich Spaß, und so schalten Sie über den Menüpunkt Television / Full Screen, den gleichnamigen Menüpunkt im Kontextmenü der rechten Maustaste über dem Fernsehbild oder das Tastenkürzel [F] in den Vollbildmodus. Zur Rückkehr in den normalen Modus genügt ein rechter Mausklick und das Entfernen des Häkchens bei Full Screen.

Außer dem Fullscreen-Modus bietet Ihnen KWinTV noch andere Bildschirmgrößen, die Sie über die Unterpunkte von Television / Set Size einstellen. Sollten Ihnen dabei die Proportionen aus der Maus geraten – kein Problem, ein Klick auf Fix Aspect Ratio rückt das Bild wieder zurecht.

Die klassische Fernsehbedienung ersetzen die Pfeil-Buttons der Menüleiste. Der nach links schaltet einen Kanal nach unten, der nach rechts einen nach oben. Wer eine Infrarot-Fernbedienung besitzt, kann selbstverständlich auch diese benutzen. Konfiguriert wird sie via Settings / Configure IR Control.

Zusätzlich steht Ihnen unter dem Menüpunkt Program / Browser (Tastenkürzel [B]) ein so genannter Program Browser zur Verfügung, mit dem Sie neben Channel-Hopping auch Feintuning der Kanäle betreiben können. Wählen Sie dort den passenden Kanal aus, und klicken Sie dann auf das Icon mit dem Notizblock. Nun passen Sie auf dem Tab Options Feinheiten wie Helligkeit, Kontrast oder Farbe Ihrem persönlichen Geschmack an.

Die Audio-Einstellungen des Programms erreichen Sie via Audio / IhrAudiochip. Achten Sie dabei darauf, dass der Eingang zur Soundkarte entweder Line in oder Microphone ist und laut gestellt sein muss – sonst katapultiert Sie KWinTV zurück in Stummfilmzeiten. Den Toneingang stellen Sie übrigens über Settings / Configure KWinTV / Mixer ein. Die Voreinstellung Line in im Feld Select input source dürfte in der Regel passen.

Schnappschüsse

Anders als ein traditionelles Fernsehgerät macht KWinTV Standbilder des laufenden Programms oder nimmt gar einen ganzen Videoclip auf. Möchten Sie einen Screenshot schießen, klicken Sie entweder auf das kleine Kamera-Icon in der Menüleiste oder den Menüpunkt Television / Snap Shot. Das gewünschte Format (jpg, pnm oder png) stellen Sie unter Settings / Configure KWinTV / Snap Shot ein. Hier haben Sie zusätzlich die Möglichkeit, die gewünschte Qualität, Größe und das Verzeichnis, in dem Sie die Schnappschüsse abspeichern wollen, festzulegen.

Mit einer ausreichend schnellen und großen Festplatte ausgestattet, starten Sie eine Videoaufnahme über Television / Video Clip. Leider ist der dabei zur Anwendung kommende Algorithmus zur AVI-Aufnahme nicht so effektiv wie der ähnlicher, textbasierter Tools wie des mittlerweile eingestellten Projekts bttv-grab[3]. So gehen bei langsamen Rechnern viele Frames verloren, und das Video weist häufig Querstreifen auf. Vermissen werden viele auch die Möglichkeit zur zeitgesteuerten Aufnahme – Videorekordern macht KWinTV derzeit noch keine Konkurrenz.

Dateien verwandeln

Mit kavi2svcd gibt Ihnen Autor Cornelius Kölbel ein grafisches Frontend an die Hand, das eine so erstellte avi-Datei mittels transcode und mplex in ein mpeg-File wandelt. Dieses lässt sich, als VCDoder SVCD auf einen CD-Rohling gebannt, archivieren oder als Geschenk verwenden.

Die jeweils aktuelle Version finden Sie unter http://www.cornelinux.de/linux/kavi2svcd. Zusätzlich benötigen Sie die dem Programm zugrunde liegenden Kommandozeilen-Tools transcode (http://www.theorie.physik.uni-goettingen.de/~ostreich/transcode/), mplex aus den mjepgtools von http://mjpeg.sourceforge.net/, cdrdao (http://cdrdao.sourceforge.net/ sowie vcdimager (http://www.vcdimager.org/).

Jedem dieser vier Kommandozeilen-Tools widmet die grafische kavi2svcd-Oberfläche einen separaten Reiter in der Reihenfolge ihres Einsatzes (Abbildung 4). Zum Erstellen einer Video-CD arbeiten Sie diese einfach von links nach rechts durch. Auf den Tabs selbst versteckt sich die Flut der Parameter der Kommandozeilen-Tools hinter Eingabefeldern, Checkboxen etc. Ganz unten auf jeder Karteikarte gibt es ein Feld Kommandozeile, das sich mit jeder Auswahl eines Eingabefelds weiter füllt.

Das Endresultat ist der Befehl, der an der Kommandozeile ausgeführt werden müsste. Sollten Sie trotz der großen Anzahl an Checkboxen und Menüs einen Parameter vermissen, tragen Sie ihn einfach per Hand in der erzeugten Befehlszeile nach. Das sollten Sie allerdings erst ganz am Schluss tun: Ändern Sie nämlich noch etwas per Mausklick, generiert Kavi2svcd das auszuführende Kommando neu und verwirft Ihre händischen Ergänzungen.

Mit Transcode zur MPEG-Datei

Der Tab für Transcode (Abbildung 4) ist der umfangreichste Karteireiter – kein Wunder bei der Fülle der Optionen. Wählen Sie zunächst die AVI-Datei aus, aus der Sie die Video-CD erstellen wollen. Diese wandelt transcode auf den Klick auf Ausführen hin – je nachdem, ob Sie sich im Feld Ausgabeformat für das VCD-Format oder für eine SVCD entscheiden – in eine Datei mit der Endung .m1v (für VCDs) oder .m2v (für SVCDs) sowie eine .mpa-Datei um. Die .mv-Dateien enthalten den Videoanteil, die .mpa-Datei den Audioanteil.

In der Regel fahren Sie mit der automatischen Erkennung des Import-Formats richtig. Bei Sonderwünschen erlaubt es die Box Importmodul, gezielt ein Videoformat anzugeben.

Für die Ausgabedateien stellt Kavi2svcd die Auflösung, den Codec, das Exportmodul und die Bitraten meist von alleine richtig ein. Spezielle Optionen erlauben es im Feld Ausgabedatei, einer Farbverfälschung der Ursprungsquelle entgegenzuwirken (Tausche rot/blau) oder ein zu dunkles Ausgangsvideo per Gamma Korrektur aufzuhellen.

Abbildung 4: Eine Fülle von Optionen greifbar macht der Transcode-Tab von kavi2svcd

Abbildung 4: Eine Fülle von Optionen greifbar macht der Transcode-Tab von kavi2svcd

Transcode kann statt des Kommandozeilen-Flags -Z auch Optionen benutzen, bei der die neue Bildgröße in Vielfachen von 32 verändert wird. Diese Algorithmen des Fast Resizing (anzuschalten im Feld Ausgabeformat) sind wesentlich schneller als -Z, mit der man genau die Zielauflösung angibt – allerdings bringen sie einen Hauch weniger Qualität. Da “Fast Resizing“-Optionen auf Vielfachen von 32 arbeiten, können sie nur bei Auflösungen verwendet werden, bei denen die Ziel-Breite und Höhe sich durch 32 teilen lassen.

Nur Audio bietet Ihnen die Möglichkeit, nur die Tonspur – und wenn ja, welche – der Ausgangsdatei zu transkodieren. Dies ist hilfreich, wenn ein Film in zwei Sprachen vorliegt und Sie eine VCD mit beiden erstellen möchten.

Aktivieren Sie YV12/I420i (-V), kommt dieser interne Video-Codec anstelle von RGB zum Einsatz. Damit einher geht ein Geschwindigkeitsgewinn, weshalb es sich empfiehlt, diese Option wann immer möglich zu verwenden.

Schwarzer Rand (-j) bezieht sich auf den schwarzen Streifen oberhalb und unterhalb des Bildes bei Breitwandfilmen. Da sich dieser Wert aus der Auflösung berechnet, muss er – wenn der Film selber keine Verzerrung aufweist – in der Regel nicht angepasst werden.

Der Schritt zur VCD-konformen MPEG-Datei

Das mplex-Tool macht aus einem mit transcode erzeugten .m1v/.mpa-Paar eine VCD-konforme mpeg-Datei. Sobald die vorliegt, lässt sich das Erstellen des VCD-Images und das anschließende Brennen auf CD mit Hilfe eines Skripts automatisieren. Dazu aktivieren Sie die Checkbox Erzeuge alle VCD-Dateien automatisch.

Kavi2svcd schaltet dann den Menüpunkt Kavi2svcd / Skript generieren/anzeigen aktiv und öffnet einen Dialog, in dem man das erzeugte Skript begutachten und ggf. ändern kann. Dieses ruft Kavi2svcd von nun an automatisch auf; die Karteikarten VCDImager und CDRDAO müssen Sie in diesem Fall nicht mehr durchlaufen.

Abbildung 5: Je nach Wunsch automatisieren Sie den Prozess ab diesem Punkt

Abbildung 5: Je nach Wunsch automatisieren Sie den Prozess ab diesem Punkt

VCD-Images bauen und brennen

Klickt man auf dem Reiter VCDImager auf Ausführen, generiert das Kommandozeilen-Programm vcdimager eine Datei mit der Endung .bin, die das eigentliche Image enthält, und eine passende Textdatei @L: *.cue mit der Beschreibung derselben. Sobald Ihr .cue-File einen Namen trägt, schlägt Kavi2svcd automatisch die Bezeichnung für das .bin-Image vor.

Mittels Typ geben Sie die Art der zu erstellenden CD an – diese entspricht dem Codec von Transcode und Mplex. Interessant sind noch die Felder –volume-count und –volume-number. Mit ersterem geben Sie die Anzahl der VCDs an, aus denen ein Film besteht; mit –volume-number, die wievielte CD davon erzeugt wird.

Trägt man die von vcdimager erstellte .cue-Datei in der CDRDAO-Karteikarte ein, bannt cdrdao das entsprechende CD-Image auf einen Rohling, sobald Sie das dort zusammengesuchte Brennkommando ausführen.

Video-CDs brennen mit K3b

Wem das Optionengeklicke in Kavi2svcd missfällt, überlässt das Brennen – und gern auch das Erstellen des Images aus den MPEG-Dateien – dem Brennprogramm K3b (http://www.k3b.org/) von Sebastian Trueg und seinen Mannen, das wir Ihnen bereits in der vorletzten Ausgabe [5] vorstellten.

Wählen Sie dazu den K3b-Menüpunkt File / New Project / New Video Project aus, und ziehen Sie die gewünschten mpeg-Dateien ins Feld Current Projects. Klicken Sie danach mit der rechten Maustaste auf die betreffende Videodatei, und wählen Sie den Punkt Properties aus dem Kontext-Menü. Mit dem Tab Playback Control erhalten Sie Zugriff auf die derzeit noch im Entwicklungsstadium befindliche “Playback Control”-(PBC-)Funktionalität. Im Feld Key Pressed Interaction (Abbildung 6) bestimmen Sie, welche Tasten man später im interaktiven Menü der VCD anwählen muss, um die abzuspielende Video-Datei festzulegen. Zahlen-Tasten konnten bei der zur Zeit der Drucklegung aktuellen Version 0.9pre2 noch nicht genutzt werden.

Abbildung 6: Für jeden Film lassen sich Tasten mit Sprungzielen vorbelegen

Abbildung 6: Für jeden Film lassen sich Tasten mit Sprungzielen vorbelegen

Die Pause – so Sie eine wünschen – zwischen dem Abspielen der einzelnen Tracks legen Sie im Feld Playing direkt darüber fest. Die Tabs Video (Abbildung 7) und Audio beinhalten bereits alle wichtigen Informationen über die Video- und Audio-Eigenschaften der Datei und lassen sich natürlich gegebenfalls weiter ergänzen.

Abbildung 7: Hier finden Sie alle wichtigen Infos über Ihre Video-Datei

Abbildung 7: Hier finden Sie alle wichtigen Infos über Ihre Video-Datei

Den Brennprozess selbst stoßen Sie über das Kontext-Menü an. Wählen Sie dafür den Eintrag Burn. So Sie nicht bereits an anderer Stelle in K3b die Eigenschaften Ihres Brenners definiert haben, erhalten Sie im Tab Writing des Dialogs aus Abbildung 8 erneut die Möglichkeit dazu. Der in diesem Screenshot gezeigte Reiter Settings erlaubt es, das Format der CD näher zu definieren – VideoCD x.0 (VideoCD 2.0 ist der derzeit aktuelle Standard) entspricht VCD, Super-VideoCD SVCD. Wenn Sie sich bezüglich der Formate nicht sicher sind, behalten Sie im Feld Options die Voreinstellung Autodetect VideoCD Type bei.

Abbildung 8: Möchten Sie eine VCD oder eine SVCD brennen?

Abbildung 8: Möchten Sie eine VCD oder eine SVCD brennen?

Ein Klick auf den Button Burn startet endgültig den Brennvorgang. Über die Fortschritte hält Sie K3b währenddessen wie in Abbildung 9 auf dem Laufenden.

Abbildung 9: Wann endlich brennt er fertig?

Abbildung 9: Wann endlich brennt er fertig?

Bins und Cues

Ob man Kavi2svcd den vcdimager ausführen lässt oder per Dateitausch mit dem Windows-Brennprogramm CDRWin erstellte bin/cue-Dateipaare brennen möchte – auch mit diesen wird K3b locker fertig. Wählen Sie dazu in der Menüleiste den Punkt Tools / Write Bin/Cue Image aus. Im Dialogfenster aus Abbildung 10 geben Sie den Pfad zur Cue-Datei an (K3b sucht dann im selben Verzeichnis nach einer .bin-Datei gleichen Basisnamens), nehmen eventuell noch Änderungen an der Brenngeschwindigkeit vor und legen zu guter Letzt fest, wie viele Kopien Sie benötigen und ob vor dem Brennen der Vorgang lieber noch einmal simuliert werden soll.

Abbildung 10: Auch Bin/Cue-Dateipaare sind kein Problem für K3b

Abbildung 10: Auch Bin/Cue-Dateipaare sind kein Problem für K3b

Glossar

Composite

Analoges Videosignal, bei dem Helligkeits-, Farb- und Synchronisationsinformationen zu einem einzigen Signal zusammengefasst sind.

S-Video

Auch Y/C oder (nach dem Buchsenhersteller) Hosiden genannt. Standard zum Austausch von Videosignalen zwischen Geräten. Dabei werden die Informationen für Helligkeit (Y) und Farbe (C) separat transportiert, damit sie einander nicht beeinträchtigen.

VCD

Der “Video CD”-Standard beschreibt, wie Filme auf gewöhnlichen CDs in ähnlicher Weise wie auf einer DVD gespeichert werden. Die so erzeugten Datenträger lassen sich auf handelsüblichen DVD-Playern sowie auf in Computern eingebauten CD- und DVD-Laufwerken abspielen. Sie nutzen MPEG-1-Komprimierung, arbeiten unter dem in Europa üblichen PAL mit einer Auflösung von 352×288 Pixeln und 25 Frames per Sekunde und erreichen somit eine mit VHS vergleichbare Qualität.

SVCD

Bei der “Super Video CD” handelt es sich um eine Weiterentwicklung des VCD-Formats. SVCDs bieten im Vergleich zur VCD eine höhere Bildqualität, die man bei der Komprimierung im MPEG-2-Format selbst wählen kann. Unter PAL liegt die Auflösung bei 480×576 Pixeln und 25 Frames per Sekunde. Je nach gewählter Komprimierung passen auf eine CD 35 bis 80 Minuten Videomaterial. Die Qualität reicht zwar nicht an die einer DVD heran, liegt aber deutlich über der herkömmlicher VCD- oder VHS-Medien.

?

In einer Shell wie der Bash wirkt das Fragezeichen wie ein Joker, der als Platzhalter für genau ein beliebiges Zeichen steht.

Playback Control

Bei PBC handelt es sich um eine Video-CD-Funktion, die die direkte Ansteuerung einzelner Tracks über die Fernbedienung erlaubt (sofern sie beim DVD-Player aktiviert ist). Ohne PBC werden die Tracks der Reihe nach abgespielt. Bei den meisten DVD-Playern aktiviert sich die Funktion automatisch mit dem Schließen der Schublade des Players.

Infos

[1] QtVision herunterladen: http://www.kwintv.org/cvsinfo.html

[2] Download alter KWinTV-Versionen: http://rpmseek.com/rpm-pl/kwintv.html?cx=0, http://www.staikos.on.ca/~staikos/kwintv/old/

[3] bttvgrab: http://ich.bin.kein.hoschi.de/bttvgrab/

[4] Anne Forker: “Hollywood auf dem Desktop”, LinuxUser 09/2001, S. 24 ff., http://www.linux-user.de/ausgabe/2001/09/024-tv-karten/tvcards-3.html

[5] Stefanie Teufel: “Ein Brennprogramm für alle Fälle”, LinuxUser 06/2003, S. 64 f., http://www.linux-user.de/ausgabe/2003/06/064-korner/

LinuxUser 08/2003 KAUFEN
EINZELNE AUSGABE
ABONNEMENTS
TABLET & SMARTPHONE APPS
E-Mail Benachrichtigung
Benachrichtige mich zu:

Hinweis: Dieser Artikel ist älter als ein Jahr, enthaltene Informationen sind möglicherweise veraltet.

0 Kommentare
Älteste
Neuste Beste Bewertung
Inline Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen
Nach oben