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Distri-Bits

Gentoo vor der Spaltung

Gentoo Linux (http://www.gentoo.org/), die Distribution, die bislang vor allem durch das von den freien BSD-Projekten abgeschaute Ports-System namens Portage Furore machte, steht vor einem Fork, einer Aufspaltung des Projekts in zwei eigenständige Entwicklungszweige: Mit der eigens gegründeten Zynot Foundation (zu finden unter http://www.zynot.org/) möchte der bisherige Gentoo-Entwickler Zachary T. Welsh das Projekt weiterführen; Gentoo selbst verbleibt unter der Obhut der bisherigen Herstellerfirma Gentoo Technologies Inc.

In einem langen Text (http://www.zynot.org/info/fork.html) begründet Welsh seinen Entschluss vor allem mit unüberwindbaren Differenzen zwischen ihm und Gentoo-Gründer Daniel Robbins. In den letzten Jahren habe er, Welsh, viel Zeit und Kapital in die Entwicklung von Gentoo, speziell der Embedded-Version, investiert, ohne dafür etwas zurück zu bekommen. Robbins habe sich nicht an Absprachen gehalten und die Weiterentwicklung der Distribution behindert.

Ein weiterer Trennungsgrund sei die schlechte Organisation des Projekts und dessen Profit-orientierte Ausbeutung durch die Herstellerfirma. In der Konsequenz sollen die Benutzer der Distribution über den Aufbau der gemeinnützigen Zynot Foundation und die Weiterentwicklung entscheiden.

Zachary Welsh ist nicht der erste Entwickler, der das Projekt wegen Schwierigkeiten mit Daniel Robbins verlässt. Bereits im April 2002 erklärte Geert Bevin seinen Rückzug; auch er nannte in erster Linie Probleme mit Robbins als Grund dafür.

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+ + + Lindows + + + Lindows + + +

Bessere Plug&Play-Unterstützung für USB-Geräte wie Digitalkameras, Scanner und Speicherstäbchen verspricht das neue LindowsOS-Release 4.0 (http://www.lindows.com/). Benutzerinnen der Version 3.0 [1] erhalten des Update kostenlos, ansonsten schlägt die CD-Version mit 59,95 US-Dollar, der Download mit 49,95 US-Dollar zu Buche. Für Software aus dem Click'N'Run Warehouse (die andere Distributoren von Haus aus mitliefern) werden weitere 49,95 US-Dollar pro Jahr fällig, alternativ soll es diese Programme in Zukunft auch auf CD geben. Wer Schutz vor unerwünschter Werbe-E-Mail, Web-Pornografie und (unter Linux sowieso nicht lauffähigen) Windows-Viren sucht, darf für die "integrierten" Programme SurfSafe und VirusSafe zusätzlich in die Tasche greifen.

+ + + SuSE + + + SuSE + + +

Für Großunternehmen und Behörden erweitert SuSE ihre Produktpalette um den SuSE Linux Desktop (http://www.suse.de/de/business/products/desktop/sld/, nicht zu verwechseln mit dem SuSE Linux Office Desktop, der sich an kleine und mittlere Unternehmen wendet). Die Distribution enthält OpenOffice, StarOffice, Crossover Office für den Einsatz von MS-Office, verschiedene E-Mail-Programme, einen SAP-Client und alle wichtigen Netzwerkdienste. Über den SuSE Enterprise Server lassen sich zentral alle Arbeitsplätze verwalten und Updates einspielen. Inklusive Wartungsvertrag für fünf Workstations schlägt das Produkt mit 544 Euro zu Buche.

+ + + SOT + + + SOT + + +

Die finnische Firma SOT hat eine neue Version ihrer Distribution SOT Linux [2] und des auf OpenOffice basierenden SOT Office [3] heraus gebracht. SOT Linux 2003 enthält erstmals ausschließlich freie Software im Sinne der GPL und spricht Finnisch, Russisch und Englisch; eine deutsche Übersetzung ist in Arbeit. Beide Produkte stehen unter http://www.sot.com/en/ auch zum kostenlosen Download bereit.

+ + + Damn Small Linux + + + Damn Small Linux + + +

Die unter http://www.damnsmalllinux.org/ zu findende Mini-Distribution kann nun auch auf Festplatte installiert werden. Sie bringt in der neuen Version PCMCIA-Unterstützung, einen kompakten C-Compiler namens TinyCC, den Monkey-Webserver und einen VNC-Client mit und passt trotzdem noch auf eine 50 MByte große Visitenkarten-CD. Die Auswahl und Konfiguration des X-Servers erfolgt jetzt Menü-gesteuert.

+ + + MoviX + + + MoviX + + +

Der Multimedia-Zwerg MoviX (http://movix.sourceforge.net/) steht kurz vor Version 0.8. Im zu Redaktionsschluss aktuellen Release Candidate überarbeiteten die Entwickler das Menü zur Steuerung von MPlayer und verbesserten die Hardwareerkennung.

Glossar

Ports-System

Ein Paketmanagement-System auf Makefile-Basis: In einer Baumstruktur gibt es für jedes Paket ein gleichnamiges Verzeichnis, das einerseits ein Makefile mit Informationen wie der Download-URL des Sourcecodes, andererseits Dateien mit Anpassungen (Patches) enthält. Das make-Kommando lädt den Originalquellcode herunter, überprüft, patcht und kompiliert ihn; "make install" installiert und "make deinstall" deinstalliert die Software.

Infos

[1] Frank Wieduwilt: "Fensterchen", LinuxUser 02/2003, S. 46 f., http://www.linux-user.de/ausgabe/2003/02/046-lindows/

[2] Andreas Grytz: "Finnisch by nature", LinuxUser 08/2002, S. 31

[3] Tim Schürmann: "Was ist das Beste im ganzen Land …", LinuxUser 07/2002, S. 30, http://www.linux-user.de/ausgabe/2002/07/022-office/office.html

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