Home / LinuxUser / 2003 / 08 / Distri-Bits

Newsletter abonnieren

Lies uns auf...

Folge LinuxCommunity auf Twitter

Top-Beiträge

„Klickbunt auf dem Server? Warum nicht, wenn's hilft!"
(220 Punkte bei 8 Stimmen)
KDE 4.10.2, Gnome 3.6 und mehr
(121 Punkte bei 4 Stimmen)

Heftarchiv

LinuxUser Heftarchiv

EasyLinux Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Partner-Links:

Das B2B Portal www.Linx.de informiert über Produkte und Dienstleistungen.

01.08.2003

Sechs Jahre lang arbeitete er für den Prozessorhersteller Transmeta – im Juni verkündete Linux-"Vater" Linus Torvalds seinen Wechsel zum "Open Source Development Lab" OSDL, wo seine Arbeitsaufgabe ganz offiziell in der Weiterentwicklung des Linux-Kernels besteht. Das von Firmen wie Hewlett Packard, IBM, Intel und NEC finanzierte Entwicklungslabor wird auch die Arbeit von Ext3-Entwickler Andrew Morton bezahlen, dem designierten Maintainer der nächsten Anwender-Kernel-Generation 2.6. Doch nicht nur Kernel-Hacker wechseln ihre Arbeitsplätze, auch bei den Distributionen werden die Karten diesen Sommer kräftig gemischt.

Red Hat vom Nachbarn

Mit einer auf Red Hat 9 basierenden Distribution namens Aurox (http://www.aurox.org/) will die Warschauer Firma Software-Wydawinictwo Sp. z o.o. den deutschsprachigen Markt erobern. 10,50 Euro kostet das aus sechs CDs (drei mit Binärpaketen, drei mit Quelltexten) bestehende Paket im Zeitschriftenhandel; die Images stehen aber auch unter ftp://ftp.task.gda.pl/site/aurox/ zum Download bereit.

Abbildung 1: Lernprogramme

Die Herausgeber ergänzten Red Hat um die inzwischen erhältlichen Updates, Video- und MP3-Player, Lernprogramme für Physik, Mathematik, Astronomie, Fremdsprachen und Geometrie (Abbildung 1) sowie wissenschaftliche Software; dennoch besteht die Distribution komplett aus Open-Source-Programmen. Von den Amerikanern übernimmt Aurox 9 alias "Sunrise" GNOME 2.2 im Blue-Curve-Einheitslook als Standarddesktop; KDE 3.1.1 muss nachinstalliert werden (Abbildung 2). XFree86 4.3.0 ermöglicht das Ändern von Bildschirmauflösung und Farbtiefe, ohne dass der X-Server neu gestartet werden muss.

Abbildung 2: Der KDE-Desktop von Aurox im Blue-Curve-Gewand

Als Büroprogramm bringt Aurox OpenOffice in der Version 1.0.2 mit, mit Hilfe von CUPS finden Drucker Anschluss. Neben Konqueror sind die Browser Galeon und der nicht mehr ganz taufrische Mozilla 1.2.1 mit an Bord. Evolution 1.2.2 dient als Informationszentrale. Xine und MPlayer sorgen für Musik und bewegte Bilder; die MP3-Unterstützung, die Red Hat aus den Programmen entfernte, aktivierten die polnischen Entwickler wieder.

Dank der einfachen, schnellen Installation und der sicheren Hardwareerkennung (beides erbt Aurox von Red Hat) eignet sich die Distribution sehr gut für Einsteiger, die rasch zu einem funktionierenden System kommen wollen.

R.I.P: Linux Router Project

Es war einmal eine netzwerkorientierte Minidistribution, die auf eine 3,5 Zoll-Diskette passte und zur Einrichtung von Routern, Thin Clients und Thin Servern diente: David Cinege stellt frustriert die Weiterentwicklung seines Linux-Router-Projekts LRP ein, das unter anderem die Grundlage für die Embedded-Linux-Distribution Embedix von Lineo bildete, die nach der Übernahme von Lineo durch Metrowerks in der Weiterentwicklung OpenPDA den Sharp Zaurus zum Leben erweckt.

Auf der Projekt-Seite http://www.linuxrouter.org/ begründet Cinege seinen Schritt damit, dass er nicht länger bereit und finanziell nicht der Lage sei, Arbeit in ein Projekt zu investieren, von dem andere profitieren, ohne jemals etwas beizutragen. Speziell enttäuscht ihn die Mitnehmerhaltung der alten Lineo-Mutter Caldera, die Linux derzeit ihrerseits unter ihrem neuen Namen SCO Group Urheberrechtsverletzungen unterstellt. Zu Redaktionsschluss hat sich noch kein neuer Maintainer für LRP gefunden.

Einem Freund empfehlen    Druckansicht Bookmark and Share
Kommentare

1441 Hits
Wertung: 90 Punkte (11 Stimmen)

Schlecht Gut

Infos zur Publikation

Infos zur Publikation

title_2013_06

Aktuelle Ausgabe kaufen:

Heft bestellen Heft als PDF kaufen

LinuxUser erscheint monatlich und kostet in der Nomedia-Ausgabe EUR 5,95 und mit DVD EUR 8,50. Weitere Informationen zum Heft finden Sie auf der LinuxUser-Homepage.

Im LinuxUser-Probeabo erhalten Sie drei Ausgaben für 3 Euro. Das Jahresabo (ab EUR 60,60) können Sie im Medialinx-Shop bestellen.

Tipp der Woche

Emacs als Psychologe
Emacs als Psychologe
Tim Schürmann, 21.05.2013 11:49, 0 Kommentare

Wer beim Schreiben in Emacs nicht mehr weiter weiß oder schier an einer Programmieraufgabe verzweifelt, der kann den eingebauten Psychologen um Rat fragen.

1966 entwickelte der Infor...

Aktuelle Fragen

Kontakt via QR code hinzufügen
Herman Sproesser, 17.05.2013 17:46, 3 Antworten
Hi hab in der aktuellen ausgabe 06.2013 den artikel über QR Codes gelesen. Ich hab nartürlich...
Dateimanager Dolphin, wo legt er die Datei Kommentare ab?
Uwe Heine, 16.05.2013 15:19, 1 Antworten
Suse Linux 12.1 - KDE 4.7.2 / Dolphin 1.7. Ich habe bei vielen Dateien über Dolphin Kommentare...
wie baut man Kernel Module so, dass sie mit jedem Kernel laden?
GoaSkin , 22.04.2013 10:22, 1 Antworten
Hallo, baut man anhand eines Kernel-Sources Module, nutzt Linux im Normalfall eine strikte V...
Problem beim Installieren von SuSe 12.3
Georg Prokert, 14.04.2013 00:04, 16 Antworten
Hallo, auf meinem neuem Laptop (Acer Aspire V3-771, Intel Core i5-3230 M, Intel HD Graphics 4...
lvm wieder loswerden
Peter Dibbern, 11.04.2013 16:28, 4 Antworten
Ich habe sämtliche alten Kisten ausgeschlachtet und aus der Teilen einen Rechner zusammengeschrau...